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kobinet-nachrichten 11.02.2008 - 17:42
URL:
http://www.kobinet-nachrichten.org

Kritik an kobinet-Meldung

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Berlin (kobinet) Die kobinet-Frage "Was brachte das Bahnprogramm zum barrierefreien Reisen?" ist auf Kritik bei der Bahn gestoßen. Die Leiterin der Kontaktstelle für kundenbezogene Behindertenangelegenheiten schrieb dem dafür verantwortlichen Redakteur, sie sei sehr verwundert über diese Meldung und habe kobinet bisher wohl fälschlicherweise für ein objektives Medium gehalten.

Nachdem das Fernsehmagazin "Kontraste" detailliert auf Schwachpunkte für Reisende mit eingeschränkter Mobilität aufmerksam gemacht hatte, wollte es kobinet heute von seinen Leserinnen und Lesern genau wissen: Was hat das Bahnprogramm zum barrierefreien Reisen vom Juni 2005 gebracht?

"Statt des Aufgreifens, ob das Programm der DB etwas gebracht hat, hätten Sie Ihre LeserInnen auch einmal fragen können, an welchen Bahnhöfen oder in welchen Zügen, diese in den vergangenen Jahren Veränderungen wahrgenommen haben. Dies hätte schon einmal gezeigt, dass sich seit Sommer 2005 sehr wohl etwas bei der DB bewegt hat", mailte Ellen Engel an den Redakteur.

Der war aber unterwegs unter anderem bei einem Treffen, in dem es um die Bemühungen um Barrierefreiheit in Berlin ging (Fünf Jahre kompetent beraten). Seine Umfrage unter neun Betroffenen ergab an diesem Tag, dass sechs als positiv das Nichtrauchergebot bei der Bahn nannten und acht negativ den Service auf Bahnhöfen von Rheinsberg bis Königs Wusterhausen bewerteten.

"Wir sind uns der Bedeutung von adäquaten Hilfeleistungen für mobilitätseingeschränkte Reisende sehr wohl bewusst. Bundesweit arbeiten wir daran, unsere Bahnhöfe in dieser Hinsicht stetig zu verbessern. Jedoch
sind uns bezüglich der Vorhaltung von personengebundenem Service wirtschaftliche Grenzen gesetzt", so Ellen Engel an kobinet. Sie verwies auf jährliche Fortschritte, wie sie die Bahn auf ihrer Webseite dokumentiert. Der Link auf www.bahn.de ist erfolgt, "wenn es denn der Wahrheitsfindung dient", wie in Berlin mal gesagt wurde. sch

 

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

van Helsing schrieb am 02.03.2008, 15:44

Nehmt euch nach Hagen Windeln mit

Im Gebäude des Hagener Hauptbahnhof baut ein Investor (Privatunternehmer) die Toilettenanlage um.
Jetzt darf man, während den Umbaumassnahmen, wenn man mal muss, einen Container, der auf dem Bahnhofsvorplatz steht,
für seine "Geschäfte" benutzen.
Dieser Toilettencontainer hat keine Behindertengerechte Türbreite und steht so hoch auf Klötze aufgebockt,
dass schon Nichtbehinderte, ihre liebe Last damit haben, die Eingänge zu diesen zu erklimmen.
Wenn zwei Personen gleichzeitig diese "Toilettenanlage" benutzen wollen, ist der Container voll, denn die Anlage hat für Männlein und Weiblein getrennt, eine Aussengrösse von ca. 3,5m² X 2,0m²
Ganz zu schweigen, dass der Container keinen Wetterschutz am Eingang hat.
Dieses ist für die Bahn beschämend, da der Hauptbahnhof von Tausenden Fahrgäste am Tag, Kunden der Ankermieter wie DM,
MC D....., Bahnhofsbuchhandlung, Bäckerei, Zentraler ÖPNV-Umsteigeplatz, Taxistand, etc., benutzt wird.

Wasilios Katsioulis schrieb am 23.02.2008, 10:25

Kritik

sollte die Deutsche Bahn nicht als Angriff sondern als Chance verstehen die Dinge zu verbessern!

Wo keine Diskriminierung existiert, gibt es auch keine Diskriminierten. Da es jedoch offensichtlich viele Probleme im Bereich der Bahn gibt, existieren auch Diskriminierungen, auf die kobinet richtigerweise aufmerksam gemacht hat. Die Bahn sollte alle Energie darauf verwenden die Zugänglichkeit ihrer Transportmittel und Bahnhöfe zu erhöhen, damit behinderte Menschen - so wie alle anderen auch - diese nutzen können, statt sich über (berechtigte) und gutgemeinte Kritik zu wehren.

Peter Kohlhaas schrieb am 22.02.2008, 21:55

Zahlen nennen

Sehr geehrte Frau Engel,
Sie sind doch an einer Stelle, die Zahlen hat !
Ich erinnere nochmals an Ihre Aussage: " ... hätten Sie Ihre LeserInnen auch einmal fragen können, an welchen Bahnhöfen oder in welchen Zügen, diese in den vergangenen Jahren Veränderungen wahrgenommen haben. Dies hätte schon einmal gezeigt, dass sich seit Sommer 2005 sehr wohl etwas bei der DB bewegt hat", mailte Ellen Engel an den Redakteur."
Geben Sie doch mal die Zahlen selbst heraus mit denen Sie hier prahlen. Sie haben doch die Reaktionen und Erlebnisse im Kontraste-Blog gelesen, oder nicht ? Diese Berichte sprechen doch eine deutliche Sprache.
Ich habe Sie noch in Erinnerung in diesem Beitrag, gefragt nach dem Station u.Service, Sie wiegelten das Argument ab, vonwegen weniger Service-Leute, eher sind diese an anderen Bahnhöfen untergebracht. Von welchen Bahnhöfen reden Sie denn ? Nehmen Sie doch Gütersloh Hbf, Dresden-Neustadt mit all den Bahnhöfen Richtung Görlitz, ob Bischofswerda, Bautzen oder Löbau.
Das zum einen, zum andern: Sie kennen doch Ihre Bahnpolitik, bzw. die Ihres Bahn-Chefs: sparen um jeden Preis um an die Börse zu gehen. Dafür bieten Sie die Räume in leeren Bahngebäuden an wie Sauerbier. Und den Service sollen dann Vereine oder andere Organisationen wie DRK, ASB oder Feuerwehr bewerkstelligen. Was regen sich wir behinderten Reisenden überhaupt auf ? Ist doch toll, wir kommen wie die Feuerwehr in den Zug, wenn etwas zwickt ist auch ein DRK oder ASB sofort zur Stelle ! Die Frage ist schon, was versteht wir unter "Service" oder die DB AG ? Warum gibt es überhaupt noch Zugpersonal, die noch Service leisten, auch im ICE.
Kann ein "normal denkender Mensch" verstehen, warum eine Umgehungssperre mit Rollstuhl nicht benutzt werden darf, von anderen wohl, begründet seitens der Bahn "ein Herzkasperl" wäre fatal. Weiters ist da nicht einzugehen. Apropo Sicherheit: Schnellfahrende Züge wie ICE oder Güterzüge werden bei der Bahn nur mittels Schildchen angewarnt. Und dann die Schieberei von einer verantwortlichen Stelle zur anderen, z.B. Netz, Station+Service und das
vielzitierte Eisenbahn-Bundesamt.
Oder der Hinweis auf die Super-Mobi-Zentrale: Vielleicht sollte man mal die Datenbank pflegen und eine kostenpflichtige 01805er Nummer ist auch kein toller Service mit einem Mitarbeiter/innen-schonenden Zeitrahmen, Bahnsteigbehindertengerechte Zugänge sind da nicht verzeichnet.
Ach ja: Es gibt ein Programm der DB, mit der Präambel, dass mobilitätseingeschränkte Reisende eine wichtige Kundengruppe sei. Hier gibt es nur eine Arbeit: Hauen Sie dieses
Schriftstück in die vielgerühmte Tonne !
Fahren Sie einfach mal selbst mit Rollstuhl und Bahn durch unsere Republik ...
Kohlhaas Verein ohne Barrieren

Gerd Frank schrieb am 22.02.2008, 19:20

Zustimmung

Ich kann Arnd Hellinger in bezug auf einen der Leserbrief in vollen Umfang nur zustimmen. Auch ich habe mich schon über die Bahn geärgert über deren mangelden Service. Das Personal war zwar zum Teil recht unfreundlich aber geduzt wurde ich jedenfalls noch nicht. Die Lesertbriefschreiberin sollte sich mal ernsthaft Gedanken machen warum Sie respektlos geduzt wird. Ein kindliches Verhalten führt zwangsläufig dazu das jemand geduzt wird. Ihre Leserbriefe sprechen eine eindeutige Sprache.

Arnd Hellinger schrieb am 22.02.2008, 18:41

Wie man in den Wald hineinruft...

Bei aller Kritik an fehlender barrierefreiheit und (teilweise) ungenügendem Service der DB muss man sich doch fragen, ob Frau Moesch nicht durch ihr Auftreten gegenüber den Eisenbahnern deren Verhalten - wenigstens in Teilen - selbst verursacht hat. Ihre bisweilen ungehaltenen Leserbriefe hier bei kobinet lassen da leider einen gewissen Verdacht aufkommen...

Nochmal ganz klar: Der Bahnverkehr ist noch nicht überall barrierefrei (aus verschiedensten Gründen - auch wegen der unbedingten Privatisierungspolitik des Bundes) und dies kann - ja muss - man öffentlich kritiisieren. Nur finde ich es falsch, daraus persönliche Angriffe/Vorwürfe gegen die Serviceteams in Zügen und Bahnhöfen zu legitimieren - die entscheiden nämlich weder über Stellenschlüssel oder Umbauten von Stationen noch über Fahrzeugkäufe und -einsätze.

Dorothea Moesch schrieb am 22.02.2008, 16:51

Es ist sooo schööön Bahnzufahren

wenn einE ErwachseneR darauf "steht", geduzt zu werden
wenn man es gern hat, über den Kopf gestreichelt zu werden
wenn man es klasse findet, als "armes Ding" bezeichnet zu werden (einer muss das arme Ding hier noch abholen)
wenn man gerne eine halbe Stunde vor Abfahrt warten will
wenn man gerne von den tollen Helferlein alle 2 Minuten gefragt werden will, ob "es denn geht" oder "man heeeelfeeeen könne" - wenn man wartet und liest!
wenn man es klasse findet, gegen seinen erklärten Willen herumgeschoben zu werden wie ein Gegenstand
wenn man es mag, überflüssigerweise im Hubwagen unter lautem HALLOOOOOOO über den Bahnsteig geschoben zu werden

um dann
als Zumutung, als eklig, als dummes Kind oder als Aufrührerin bezeichnet zu werden,wenn man sich dagegen verwahrt.

Leute, wir sind Behindi-Kindis.

DAS zumindest meint die klasse kinder- äh, behindertenfreundliche Tante von der Deutschen Bahn.

Stephanie Wesner schrieb am 14.02.2008, 21:03

wie witzig

Ich könnte eigentlich ein Buch schreiben nur über die Erfahrungen die ich im letzten Jahr mit der DB im Regionalverkehr gemacht habe. Als Rollstuhlfahrerin wird man bei der DB regelmäßig als 2-Klasse Mensch behandelt. Völlig egal ob es die Forderung war bei klirrender Kälte eine Stunde auf die nächste S-Bahn zu warten, weil aufgrund defekter Fahrstühle niemand bereit war zu helfen (diese Forderung kam von der Mobi-Zentrale direkt) oder aber die erzwungene Weiterfahrt von fast 1 1/2 Stunden weil niemand da war um mich rauszulassen. Mal ganz davon abgesehen das frau wegen lästiger kleinerer Störungen fast dreimal die Woche zu spät bei der Arbeit angekommen ist. Ich finde es hat sich nicht im geringsten etwas geändert. Im gegenteil häufig erscheint der Eindruck das man als Rollstuhlfahrer noch den Frust der Bahnbegleitung abfangen muss.

Max Mütze schrieb am 13.02.2008, 18:43

Thema im Petitionsausschuss

Thema im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags ist am kommenden Montag, wenn Verkehrsrecht behandelt wird, auch der barrierefreie Zugang zu Bahnhöfen.

Max Mütze schrieb am 12.02.2008, 21:42

Aufregung vor dem Börsengang

Die Pläne für den Börsengang der Deutschen Bahn sind offenbar wesentlich weiter gediehen, als die Bundesregierung bislang erkennen lässt. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" ist mittlerweile bis ins Detail geplant, wie die Bahn möglichst schnell teilweise privatisiert werden könne, theoretisch auch am Bundestag vorbei. So wird die aufgeregte Reaktion aus Frankfurt über die kobinet-Meldung vielleicht zu erklären sein. Es darf aber nicht abgewürgt werden, wenn kritische Stimmen sich äußern. Schließlich ist die Bahn nur wettbewerbsfähig, wenn sie Barrierefreiheit nicht als Modebegriff, sondern als Qualitätskriterium für alle Reisende ausfüllen will.

Frantek, ehemals FORUM schrieb am 12.02.2008, 19:07

Trendsetter

Die Bahn sollte positiv und nicht verschnupft reagieren, wenn Behindis Schwachpunkte in den Dienstleistungen eines für die Allgemeinheit so wichtigen Unternehmens aufzeigen. Sie sind schließlich Trendsetter für einen immer weiter wachsenden Kreis von Kunden, die zwar keinen Schwerbehindertenausweis haben, aber Barrierefreiheit in der Technik und Service am Bahnhof als Qualitätsmerkmal sehen.
Beste Grüße aus Berlin

Uwe Hartmann schrieb am 12.02.2008, 14:41

Realität und Wirklichkeit

Der Bericht in der Kontrastesendung hat es deutlich gemacht, bei der DB blickt man offenbar nicht mehr durch,
nach den Aussagen die Frau Engel gemacht hat. Natürlich haben sich da viele Menschen vor den Kopf gestossen
gefühlt. Vieleicht sollte man für einen Engel einen Münchhausen einstellen.
Das wirtschaftliche Zwänge eine Rolle spielen könnten, das hat man bestimmt 2005 auch schon gewusst. Nicht kleckern, sondern klotzen und protzen war aber die Devise der DB. Man hat Hoffnungen bei den Betroffenen geweckt, die nun nicht so schnell erfüllt werden können. Und das Realität und Wirklichkeit bei der Deutschen Bahn AG schon lange nicht mehr übereinstimmen, das werden viele Bahnkunden, ob nun behindert oder nicht, bestätigen können.
Das kann kritisieren oder auch nicht, viel ändern wird das nicht. Hoffenlich merkt das endlich auch mal die Bundes-regierung. Leider gibt es da keinen Karl-Hermann Haack mehr.
Da werden Bahnhöfe barrierefrei umgebaut und gleichzeitig der Mobilitätsservice auf diesen Bahnhöfen eingestellt.
Man kann der DB nur raten, endlich offen und ehrlich mit den behinderten Menschen vor Ort umzugehen, das erspart im Endeffekt viel Ärger und Irritationen. Aber will man das überhaupt, natürlich sind Börsengang und Privatisierung
wichtiger als eine Zielgruppe von 6,70 Millionen ( nach Angaben der DB ) mobileingeschränkter Mitmenschen.
Wir als Betroffene müssen aber auch endlich begreifen, das die Klagemauer weg ist. Unsere Wünsche wurden mit Ge-
setzen erfüllt. Jetzt muss man selbst handeln und nicht wie es im Bloog auch erkennbar war, auf regionaler Ebene
stehen bleiben. Also handeln wir auch nach den Motto " Nichts über uns ohne uns " !

Uwe Hartmann, Vorsitzender des Behindertenbeirates
Burgenlandkreis

Uwe Heineker schrieb am 12.02.2008, 13:14

Einfach toll ...

... die bissige Ironie von Jupp, die den Nagel voll auf den Kopf trifft !

Jupp aus Frankfurt/M. schrieb am 12.02.2008, 12:37

Trulla trulla trulla la

Es ist bestimmt ein schöner Posten, Leiterin der Kontaktstelle für kundenbezogene Behindertenangelegenheiten bei der Deutschen Bahn zu sein. Und da interessiert man sich natürlich, wenn kobinet als Nachrichtendienst von und für behinderte Menschen seine Leser fragt: "Was brachte das Bahnprogramm zum barrierefreien Reisen?" Und da erwartet man, dass die im Chor singen: "Trulla trulla trulla la / Stoßt mit eure Gläser an / Prost der schwäbschen Eisenbahn."

Ich freue mich als Rollstuhlfahrer immer wieder, dass es am ICE-Bahnhof Frankfurt-Süd keinen Hublift gibt zum ein- und aussteigen. Dass es im Hauptbahnhof der Landeshauptstadt Wiesbaden täglich ab 19.00 Uhr keine Ein- und Ausstiegshilfe gibt finde ich auch ganz toll. Und zu meiner Freude verkehrt auf der rechtsrheinischen Strecke zwischen Wiesbaden und Koblenz sogar eine Regionalbahn mit einem fahrzeuggebundenen Hublift, man weiß bei der Bahn zwar nicht, wann ein Hublift im Zug ist und wann nicht, aber das macht nix, denn wenn einer dabei ist, weiß das Zugpersonal nicht wie das Ding funktioniert, und auch das ist wurscht, weil die meisten Bahnsteige auf der ganzen Strecke so niedrig sind, dass der Hublift gar nicht bis da runter kommt. Und solche Beispiele sind keine Ausnahmen, sondern die Regel ... Trulla trulla trulla la.

Wie gesagt: Es ist bestimmt ein schöner Posten, Leiterin der Kontaktstelle für kundenbezogene Behindertenangelegenheiten bei der Deutschen Bahn zu sein. Da muss man sich wie ein Engel fühlen.

Schöne Grüße
Jupp aus Frankfurt/M.

Max Bleif schrieb am 11.02.2008, 23:27

Barrierefreie Bahn

Wie war das nochmal mit den getroffenen Hunden, aber nicht nur dort?

Uwe@@ Frevert schrieb am 11.02.2008, 20:09

Uwe Frevert

Also ich kann es nur bestätigen: Die Probleme mit der Deutschen Bahn AG sind eine Zumutung für Fahrgäste mit Rollstuhl! Ich hatte am 07.02.08 in Fulda zu tun. Da ich aber nicht wusste, ob der Termin zu Stande kommen würde, hatte ich auf einen entsprechenden Anruf gewartet. Als mir der Termin für 15 Uhr bestätigt wurde, machte ich mich auf den Weg zum Bahnhof und kaufte 45 Minuten vor Abfahrt eine Fahrkarte nach Fulda und bestellte den Hebedienst für das Aus- und Einsteigen mit meinem Elektrorollstuhl. Das Einsteigen klappte in Kassel einwandwandfrei, in Fulda jedoch war niemand Anwesend. Der ICE musste um 14:45 warten bis der Schlüssel für die Hebebühne und dem Personal zu Verfügung stand. Anschließend wurde ich von dem Hebedienstpersonal nicht aus dem Lift geholt und beschimpft. Mir wurde gesagt, dass ich das nächste mal im Zug verbleiben müsse, weil ich nicht den Mobilitätsservice bestellte hätte. Jeder der den Service in Bonn kennt, weiß dass ein Service abgelehnt wird, wenn keine Platzkarte (Reservierung) vorhanden ist und der Hebeservice nicht mindestens 24 Stunden vor Reiseantritt bestellt wird. Eine Platzreservierung ist 45 Minuten vor Fahrtantritt i.d.R. nicht erhältlich und auch die 24 Stundenanforderung konnte ich nicht einhalten. Es ist wirklich eine Zumutung!

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