
Frankfurt a.M. (kobinet) Einen barierrefreien Beratungsraum stellt die Stadt Frankfurt dem Projekt "Ganzheitliche Integration behinderter und chronisch kranker Migrantinnen und Migranten" (GIB) zur Verfügung. Betreiber der Beratungsstelle ist das Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen Mainz e.V. (ZsL). Das Modellprojekt wird vom Bundesministerium für Gesundheit unterstützt und arbeitet im Rhein-Main-Gebiet mit Beratungsstellen in Mainz, Frankfurt, Wiesbaden, Ingelheim und Rüsselsheim.
Das Beratungsangebot umfasst viele Lebensbereiche wie Wohnen, Beruf, Freizeitgestaltung oder persönliche Assistenz. Es werden Problemlösungen im Sinne der Selbstbestimmung erarbeitet und unterstützt. "Behinderte und chronisch kranke Migrantinnen und Migranten sind doppelt benachteiligt: Als behinderte und chronisch kranke Menschen und als Migrantinnen und Migranten haben sie Schwierigkeiten, ihr Recht auf gesellschaftliche Teilhabe und Teilhabe am Arbeitsleben zu erreichen", stellt Hans-Peter Terno vom ZsL Mainz fest. Das deutsche Sozial- und Rehabilitationssystem unterscheide sich fundamental von denen anderer europäischer und außereuropäischer Staaten und nur die Kenntnis der Optionen dieses Systems ermögliche die Integration. Neben der unmittelbaren Problemlösung sei die Vermittlung dieser Kenntnisse eine wichtige Grundlage, so Terno über das Beratungsprojekt.
Die neue Frankfurter Beratungsstelle ist ein gemeinsames Projekt des ZsL Mainz, des Amtes für multikulturelle Angelegenheiten der Stadt Frankfurt und des Frankfurter Verbandes für Alten- und Behindertenhilfe e.V. Die offene Sprechstunde in Frankfurt findet statt jeweils am ersten Donnerstag eines Monats von 16.00 bis 18.00 Uhr in der barrierefreien Senioren Information, Friesengasse 7, Frankfurt-Bockenheim. Individuelle Beratungstermine können unter den Telefonnummern 06131/14 674 535 (Ismail Sackan) oder 06131 / 14 674 541 (Anna Jagodski) vereinbart werden. Die beiden Diplom-Sozialpädagogen sind als Peer Counselor ausgebildet, d.h. für die Beratung Betroffener durch Betroffene. hjr
Internetseite des Beratungsprojekts GIB