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kobinet-nachrichten
20.03.2008 - 06:55
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Berlin (kobinet) Der Rentenkürzungsfaktor soll nach Ansicht des Sozialverbandes Deutschland VdK "bis auf weiteres" ausgesetzt werden. Die Minirentenanpassungen glichen die Preissteigerungen nicht aus.
"Zwei Jahre sind zu wenig. Der Rentenkürzungsfaktor muss länger ausgesetzt werden, weil heute niemand weiß, wie sich die Konjunktur entwickelt." Dies erklärte der Präsident des Sozialverbands VdK Deutschland, Walter Hirrlinger, zur Absicht von Bundessozialminister Olaf Scholz, den Riesterfaktor in der Rentenanpassungsformel auszusetzen.
VdK-Präsident Hirrlinger forderte, den Kürzungsfaktor von jährlich etwa 0,6 Prozent stattdessen "bis auf weiteres" außer Kraft zu setzen. "Die Kaufkraftverluste der Rentner liegen schon jetzt deutlich über der Inflationsrate von durchschnittlich 2,2 Prozent und werden von einer möglichen Minirentenanpassung von 1,1 Prozent zum 1. Juli 2008 keineswegs ausgeglichen. Viele Rentner können die hohen Preissteigerungen bei Energie und Lebensmitteln kaum noch auffangen. Die Gefahr der Altersarmut nimmt weiter stetig zu. Schon jetzt sind 3,3 Millionen Rentner von Armut bedroht."
Hirrlinger forderte, den Pflegeversicherungsbeitrag für Rentner zum 1. Juli 2008 nicht um 0,25 Prozent zu erhöhen. Diese würden dann mit dem Beitrag von 1,95 Prozent allein belastet. "Arbeitnehmer und Arbeitgeber hingegen haben nicht nur ein Nullsummenspiel. Sie werden sogar entlastet, und zwar durch die Senkung des Arbeitslosenversicherungsbeitrags um 1,3 Prozent. Die Rentner müssen als einzige Gruppe die Erhöhung voll tragen, ohne einen Ausgleich dafür zu bekommen. Das ist sozial unausgewogen und ungerecht angesichts der Kumulation der Belastungen, die die Rentner infolge der Gesundheits- und Pflegereform und drei Rentennullrunden bereits hinnehmen mussten." elba
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