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kobinet-nachrichten
21.03.2008 - 07:01
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org

Kassel / Bremen (kobinet) Wenn der evangelische Kirchentag 2009 in Bremen durchgeführt wird, soll es einen Gottesdienst für alle und einen in leichter Sprache geben. Stefan Göthling, Geschäftsführer von "Mensch zuerst - Netzwerk People First Deutschland e. V.", hat sich Gedanken darüber gemacht, ob das gut oder schlecht ist. In einem Brief an die Organisatoren des Kirchentages hat er geschrieben, wie er und die anderen von "Mensch zuerst" denken. Stefan Göthling hat auch einen Brief an kobinet geschrieben. elba
Darin steht:
Gottes-Dienst in Leichter Sprache. Ist das gut oder schlecht?
2009 ist in Bremen wieder Kirchen-Tag.
Dort gibt es einen Gottes-Dienst in Leichter Sprache.
Wir von Mensch zuerst finden das gut und schlecht.
Bei dem Kirchen-Tag 2009 in Bremen soll es 2 Gottes-Dienste geben.
Einen großen Gottes-Dienst für alle.
Und einen extra Gottes-Dienst in Leichter Sprache.
Wir von Mensch zuerst freuen uns, dass es einen Gottes-Dienst in Leichter Sprache geben soll.
Das ist besonders gut für uns Menschen mit Lernschwierigkeiten.
Wir finden einen Gottes-Dienst in Leichter Sprache gut.
Aber damit werden behinderte Menschen ausgegrenzt.
Denn so gibt es 2 Gottes-Dienste.
• Es gibt einen Gottes-Dienst nur für Menschen mit Lernschwierigkeiten.
• Und es gibt einen Gottes-Dienst für alle anderen Menschen.
Das nennt man Ausgrenzung.
Das finden wir schlecht.
Wir von Mensch zuerst wollen keinen extra Gottes-Dienst.
Wir wollen überall dabei sein und mitmachen.
Auch in der Kirche.
Wir wollen eine Kirche für alle.
Und wir wollen einen Gottes-Dienst für alle.
Das nennt man Integration.
Wir von Mensch zuerst e.V. würden uns sehr darüber freuen, wenn bei dem Kirchen-Tag 2009 in Bremen alle Menschen zusammen einen Gottes-Dienst feiern.
Luis Zubizarreta schrieb am 23.03.2008, 17:19
Sehr erfreulich und ermutigend,dass die lesebriefeschreiber für einen gemeinsamen Gottesdienst sich einsetzen!Hoffen wir ,dass die Evangelische Kirche nachdenkt und ihre Bemühungen zur Integration nicht nur Sonntagsreden sind...
Euch allen FROHE OSTERN!
Luis Zubizarreta
Gerd Frank schrieb am 22.03.2008, 12:47
Man sollte sich erst einmal die Frage stellen. Wann hat Martin Luther gelebt (geb. 10.11.1483- 08.02.1546) In der Zeit gab es so gut wie niemaden der behinderte Menschen akzeptierte. Viele Menschen glaubten das gerade Sie vom Teufel besessen waren. Nun das auf die heutige Zeit zu beziehen iost schlichtweg falsch. Matin Luther war Katholik, hat sich aber mit dieser wie wohl jeder weiß damit angelegt. Er hat es nicht anders gelernt, das behinderte Menschen gewissermaßen minderwertig sind. Seine Ablehnung gegenüber behinderten Menschen kann man einerseits verstehen weil es gerade die Kirche war in allem andersartigen zu glauben, das der Teufel im Bunde war.
Ich habe im übrigen nicht geschrieben das ich uneingeschränkt die Ansichten von Martin Luther teile. Ich brauche hier nicht belehrt zu werden. Seine Ansichten sind mir in Bezug auf behinderte Menschen durchaus bekannt. Wenn hier schon Leserbriefe geschrieben werden sollten sie richtig gelesen werden. Ich meine gerade die evangelische Kirche sollte im Laufe ihrer Geschichte eigentlich gelernt haben das Minderheiten (z.B. behinderte Menschen) nicht diskriminert werden sollten.
Stephan Oltersdorf schrieb am 22.03.2008, 11:04
Hallo
Betrifft den Gottesdienst für Behinderte und Gesunde Menschen, ich finde gerade gut wenn dies gemeinsam geschehen könnte und keine ausgrenzungen von Menschen sind wenn wir das Wort Gottes zusammen hören und erleben können. Denn Jesus hat sich gerade für die Schwachen und Kranken eingesaetzt. Ich wünsche Gottes Segen Stephan Oltersdorf
Gerhard Lichtenauer schrieb am 22.03.2008, 09:49
@ Gerd Frank: Bezüglich Abfassung und Mitteilung der biblischen Botschaft in allgemein verständlicher Sprache, war Luther tatsächlich bahnbrechend. Ihn aber als Vorbild im Verhältnis zu behinderten Menschen hinzustellen, ist leider falsch. Seine verabscheuungswürdige Haltung gegenüber Menschen mit Behinderung war eine nicht unwesentliche Voraussetzung für die Katastrophe vor 69 Jahren (Suchmaschine: "Luther über Behinderte").
Orientieren wir uns besser am Vorbild des Messias aus Nazareth, sowohl was die allgemeine Verständlichkeit der Botschaft anbelangt, als auch was die völlige Inklusion ALLER Menschen (die es wollen) betrifft. Ein frohes Osterfest!
Gerd Frank schrieb am 22.03.2008, 06:05
Die " evangeliche Kirche" sollte sich Martin Luther zum Vorbild nehmen. Er hat die Bibel ins " deutsche " übersetzt das jeder ihn ( die Bibel ) verstehen kann. Zur damaligen Zeit hatte er seine Kritiker die keinen Wert daruf legten das die Bibel jeder versteht, er hat sich aber letztendlich durchgesetzt. Martin Luther, würde er heute noch leben, könnte ich mir gut vorstellen es nur einen Gottesdienst geben würde und zwar in leichter Sprache.
Ich empfinde es als diskriminierend wenn gerade die "evangeliche Kirche " hingeht und 2 Gottesdienste abhält. Gerade diese Kirche sollte sich Martin Luther zum Vorbild nehmen, schließlich ist Sie durch ihn überhaupt entstanden.
Die Kirche meint es zwar gut aber so wie Sie es handhabt ist es mit Sicherheit nicht im Sinne von Martin Luther.
Ich bin mir sicher Martin Luther hätten die Pfarrer, mit ihm richtig Ärger bekommen wenn sie behinderte Menschen so diskriminiert hätten.
Christiane Hagen schrieb am 22.03.2008, 00:30
Hallo Zusammen.
Endlich gibt es wieder eine Veranstaltungen für Menschen mit einer Körper-, psychischen und Lernbehinderung!
Das aber ausgerechnet die Kirche uns von gesunden Menschen trennt, ist eine bodenlose Frechheit
Was soll das!? Leben wir Alle wieder in der Vergangenheit, in der Menschen, die nicht 100%ig zur Förderung der deutschen Wirtschaft beitragen konnten beiseite oder sogar "abgeschafft" wurden!?
Mit freundlichem Gruß
Verbleibe ich Ihre
Christiane Hagen
Luis Zubizarreta schrieb am 21.03.2008, 21:03
Wenn ich das Neue Testament lese,sehe ich nicht ,dass Jesus die Menschen in zwei Gruppen zu sich bestellt hat ,hier die "Schlauen" und da die, die einfache Sprache brauchen.Jesus hat so geschprochen,dass ALLE! ihm verstanden haben.Wenn die Kirche das nicht kann,hat die s.g. Theologie die Sprache Jesu verfälscht.Kein Grund Mitmenschen in Behinderten und nicht Behinderten in einem GOTTESDIENST zu trennen.Die Vorstellung Jesus habe das getann ist absurd.
Die Haltung der Kirche nicht mit Jesus "LEHRE"vereinbar!
Luis Zubizarreta,Theologe ,Schulleiter i.R.
Petra Groß schrieb am 21.03.2008, 13:01
Hallo Ich finde es gut das mann alles zusammen machen soll weil nur so kann ich einen kennenlernen.
Ich bin seit meine Komation zur kiche gegen und habe daüch viel freunde gefunden.
Also ich hoffe das der Pastor auch gleich Leichte Sprache machen sollte.
Viele grüße
Petra Groß
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