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kobinet-nachrichten 22.03.2008 - 10:06
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Blindenfußball: acht Mannschaften gründen Bundesliga

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Von kobinet-Korrespondent Keyvan Dahesch

Veitshöchheim (kobinet) Acht Mannschaften mit blinden Fußballspielern haben unter der Schirmherrschaft des Fußballidols Uwe Seeler eine Bundesliga gegründet (kobinet 20.3.08). Wie das Berufsförderungswerk (BFW) Würzburg mitteilte, gehen ihre blinde Kicker als einziges Team aus Bayern mit Berliner Kollegen unter dem Namen "SG Würzburg-Berlin" in ihre erste Bundesliga-Saison und starten mit einem Spiel gegen FC St. Pauli.

Weitere Teams sind u.a. in Stuttgart, Dortmund und Chemnitz. "Eigentlich spielen wir ganz normal Fußball; wir sehen halt nichts", beschreibt BFW-Blindenfußballer Marcel Heim den Sport, dem er seit gut einem Jahr nachgeht. Der 23-Jährige war vor seiner Sehbehinderung ein talentierter Straßenfußballer, vor rund drei Jahren erblindete er.

Blindenfußball geht einfach. Gespielt wird auf einem 40 mal 20 Meter großen Spielfeld, rechts und links mit Bande, es gibt Handballtore, pro Team tritt man mit vier blinden Feldspielern und einem sehenden Torwart an. Der Spielball ist innen mit Schellen versehen, die Spieler orten ihn durch ihr Gehör. "Erfolgsrezept ist das Dribbeln und das blinde Spielverständnis mit den Mitspielern. Das Führen des Balles und die Orientierung auf dem Feld sind allerdings eine Kunst für sich. "Hier haben Länder wie Spanien oder Brasilien, in denen Blindenfußball schon seit Jahrzehnten gespielt wird, einen Vorsprung", sagt Martina Junker, Sportlehrerin am BFW Würzburg. sch

 

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