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kobinet-nachrichten
25.03.2008 - 16:00
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org

Main-Tauber-Kreis (kobinet) Als "zentrale Ansprechpartnerin" soll Christina Wengel Menschen mit Behinderungen für deren Anliegen zur Verfügung stehen. Ob das wohl gut gehen kann? fragt sich Rocky.
Die regulären Zuständigkeiten in der Kreisverwaltung im Rahmen der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen blieben davon unberührt, schreiben die Fränkischen Nachrichten (FN) heute. Aus "Behindertensicht" hat die Ernennung Wengels durchaus ein Gschmäckle: Wengel ist nämlich nicht nur die neue Kreisbehindertenbeauftragte sondern in ihrer Behörde auch für die Eingliederungshilfe zuständig.
Wenn Landrat Reinhard Frank also in der FN tönt: "Wir möchten mit der Benennung einer Behindertenbeauftragten ein sichtbares Zeichen für eine selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe behinderter Menschen setzen. Auf diese Weise knüpfen wir das Netzwerk für die Interessen und Belange behinderter Menschen wieder ein Stück enger", gruselt es Insider. Gleichberechtigte Teilhabe im Main-Tauber-Kreis gibt´s in der Regel nämlich nur dann, wenn sie ambulant nicht teurer als stationär umzusetzen ist. Etliche Bescheide, mit denen Antragstellern in der Vergangenheit Leistungen verweigert wurden, haben gezeigt, was der Main-Tauber-Kreis unter selbstbestimmter und gleichberechtigter Teilhabe versteht. Es fällt schwer zu glauben, dass eine Behindertenbeauftragte, die gleichzeitig für Leistungsbewilligungen zuständig ist, neutral oder gar als Lobbyistin die Interessen der Menschen mit Behinderung vertreten kann.
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