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kobinet-nachrichten
27.03.2008 - 07:01
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Kassel (kobinet) "Solide - Sparsam - Bedarfsgerecht", so sieht der Landeswohlfahrtsverband Hessen (LWV) seinen Haushalt für 2008. Diesen hat die LWV-Verbandsversammlung vor kurzem beschlossen, so dass für 2008 1,1 Milliarden Euro für die Behindertenhilfe in Hessen zur Verfügung stehen.
"it dem Haushalt 2008 sichern wir bedarfsgerechte Hilfen für über 45.000 Menschen mit Behinderung in Hessen und ermöglichen ihnen eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Die Leistungen sind dabei solide finanziert, weil wir stets auch die finanziellen Interessen unserer Träger im Auge behalten. Mit diesem Etat beweist der LWV einmal mehr, dass er zukunftsfähig und kein Auslaufmodell ist." Diese Einschätzung von LWV-Landesdirektor und Kämmerer Uwe Brückmann teilt eine große Mehrheit der LWV-Verbandsversammlung. Im Kasseler Ständehaus beschloss das LWV-Parlament vor kurzem mit den Stimmen der Kooperationspartner von CDU, Bündnis 90/Die Grünen und FDP den - letztmalig kameralistisch aufgestellten - Verbandsetat für 2008, der ein Gesamtvolumen von 1,4 Milliarden Euro (Verwaltungshaushalt) aufweist. Über die Verbandsumlage steuern die Träger des LWV, die hessischen Landkreise und kreisfreien Städte, 888 Millionen Euro zu den Leistungen des Kommunalverbandes bei. "Ein Betrag, der trotz zunehmender Inanspruchnahme von Leistungen auch aufgrund der Ausrichtung auf ambulante Hilfeformen und erfolgreicher Konsolidierung zum vierten Mal in Folge konstant bleibt", unterstrich der LWV-Chef.
Mit dem verabschiedeten Haushalt für 2008 erhöht sich sowohl das Volumen des Gesamtetats als auch das Budget für die Behindertenhilfe. Hauptgrund ist der anhaltende Anstieg der Fallzahlen in der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung: Gegenüber dem Vorjahr rechnet der LWV laut einer Presseinformation mit einem Anstieg von 1.463 Fällen (2007: 55.419, 2008: 56.882). Eine wachsende Zahl von behinderten Menschen nimmt dabei statt stationärer Leistungen in einem Wohnheim ambulante Leistungen des Betreuten Wohnens in Anspruch: Während die Fallzahl für Hilfen im (stationären) Wohnen seit 2005 um 4 Prozent anstieg, wuchs die Zahl für das (ambulante) Betreute Wohnen im gleichen Zeitraum um 31 Prozent. Durch gezielte Förderung wächst auch die Zahl der Menschen, die aus einem zum Teil langjährigen Wohnheimaufenthalt in das Betreute Wohnen wechseln können: 2007 machten 284 Menschen davon Gebrauch, während es 2005 noch 233 waren. "Mit dem Ausbau des Betreuten Wohnens machen wir die Behindertenhilfe zukunftsfest: Wir erfüllen die Forderungen der Menschen mit Behinderung nach einem selbstbestimmten Leben, zugleich halten wir die Leistungen finanzierbar", sagte Brückmann.
Das individuelle Fallmanagement für jeden Betroffenen sei bereits an vielen Orten eingebettet in ein vielfältiges, abgestuftes System von Hilfen, welches die Unterscheidung zwischen "ambulant" und "stationär" zunehmend verschwinden lässt. Der behinderte Mensch erhalte beispielsweise in den Wohnverbünden die Hilfen, die er verlangt und die er benötigt. Der Umfang der Hilfen könne so ohne administrative Barrieren den individuellen Möglichkeiten der Menschen angepasst werden, erläuterte der LWV-Chef. Diese Entwicklung wolle der LWV 2008 laut einer Presseinformation weiter vorantreiben. elba
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