
Kassel (kobinet) Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit hat das in Kassel ansässige Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) eine E-Learning Weiterbildung zur politischen Interessenvertretung behinderter Menschen durchgeführt. Anlässlich des abschließenden Präsenzseminars in Kassel zogen das Bildungsinstitut und die TeilnehmerInnen der Weiterbildung aus verschiedenen Regionen Deutschlands am 5. April eine positive Bilanz und lobten das Instrument des E-Learnings als interessantes Medium für behinderte Menschen.
"Als wir die Weiterbildung auf E-Learning Basis gestartet haben waren wir zwar von diesem Instrument des Lernens am Computer überzeugt, doch nach diesem Kurs sind wir begeistert, wie aktiv die TeilnehmerInnen waren und welche Möglichkeiten dieses Instrument gerade für behinderte und chronisch kranke Menschen bietet. Denn mittels des Lernens und Austauschs am Computer können gerade behinderte Menschen flexibler arbeiten und werden nicht durch Mobilitätsbarrieren behindert", erklärte Prof. Dr. Gisela Hermes, Koordinatorin der Weiterbildung. Über 15 Monate hinweg haben die TeilnehmerInnen die verschiedenen Bereiche der Politik für behinderte Menschen kennen gelernt, sind tief in die Philosophie eines selbstbestimmten Lebens behinderter Menschen eingetaucht und haben vor allem eigene Teilhabeprojekte zur Verbesserung der Gleichstellung behinderter Menschen vor Ort voran getrieben.
Die Kombination aus individuellem Lernen am Computer, Austausch via Internetchats und Foren, sowie sich entwickelnden Kontakten zwischen den TeilnehmerInnen hat nach Ansicht des Mitinitiators der Weiterbildung, Ottmar Miles-Paul, dazu geführt, dass eine Vielzahl von Aktivitäten der TeilnehmerInnen in Gang gesetzt und begleitet wurden. Dies reicht von der Organisation von Seminaren, über das Eintreten für barrierefreie Angebote für behinderte Menschen vor Ort, bis zur Verbesserung der Beschäftigung behinderter Menschen. "Wir hoffen, dass wir die Erfahrungen aus dieser modellhaften Weiterbildung nun in die Breite tragen und weitere Angebote per E-Learning für behinderte Menschen schaffen können", so Ottmar Miles-Paul und Prof. Dr. Gisela Hermes. elba