Koblenz/Neuwied (kobinet) Viktoria Przytulla will im Raum Koblenz und Neuwied zusammen mit anderen Frauen eine Selbsthilfegruppe mit und für Frauen mit Gewalterfahrungen gründen. Sie schreibt: "Viele von uns behinderten Frauen mussten und müssen Gewalt schon in der ein oder anderen Form erfahren. Diese kann auf körperlicher und psychischer Ebene stattfinden. Die Gewalt versteckt sich oft unter dem Mantel der Fürsorge. Das kann zum Beispiel dazu führen, dass wir unseren eigenen Wert und unsere Wahrnehmungen in Frage stellen, mit traumatischen Erinnerungen zu kämpfen haben oder Schutzmechanismen entwickeln, die von der Umwelt falsch verstanden werden".
Den meisten betroffenen Frauen würde es schwerfallen ihre Sprachlosigkeit diesbezüglich zu überwinden und sich Hilfe zu holen. "Wenn wir uns dazu entschließen, adäquate Unterstützung zu suchen, müssen wir oft feststellen, dass es schwierig ist, diese auch zu bekommen. In der Regel beziehen sich die Unterstützungsangebote auf Behinderung oder Gewalterfahrungen", so Przytulla.
Themen der Selbsthilfegruppe sollen sein:
• Orientierung an den Ressourcen, Fähigkeiten, Stärken und dem Kampfgeist jeder einzelnen Frau,
• Rolle der Behinderung bei Gewalterfahrungen,
• Verbesserung der eigenen Überlebensstrategien,
• Austausch über die gemachten Erfahrungen,
• Mut machen und einander helfen, die anderen und sich selber wert zu schätzen,
• Freizeitaktivitäten.
Interessierte Frauen können sich an Viktoria Przytulla beim ZsL Koblenz, Tel. 0261/ 96151 oder per E-Mail v.przytulla@zsl-koblenz.de wenden. elba