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kobinet-nachrichten 05.04.2008 - 15:32
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Bernau baut Barrieren ab

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Bernau (kobinet) Bernau gehört zu den ersten Städten in Brandenburg, für die es einen Stadtplan für Menschen mit und ohne Handicap gibt, berichtet die Märkische Oderzeitung in ihrer Wochenendausgabe. Rollstuhlsportlerin Marianne Buggenhagen lebt seit 1999 in dieser Stadt und findet: "Bernau ist schon relativ barrierefrei. Nur Kopfsteinpflaster ist für Rollstuhlfahrer oder auch Senioren ungünstig."

Der neue Stadtplan, der im Fremdenverkehrsamt (Bürgermeisterstraße 4) und im Rathaus kostenlos abgegeben wird, wurde in 2000 Exemplaren gedruckt. Geeignete Wege für Rollstuhlfahrer sind gelb markiert, schlechte Wegstrecken ausgewiesen. Dargestellt werden die Übergänge mit akustischen Blindenampeln. Behindertenparkplätze sind darin ebenso aufgeführt wie WC. Eine Liste gibt Auskunft über rollstuhlgerechte Hotels und Gaststätten, Behörden, Geldinstitute, Einkaufsmöglichkeiten, Bahnhöfe, Kliniken, Fahrdienste, Apotheken und Sportstätten. Auch ein Hinweis für Reisende im Rollstuhl fehlt nicht: der Fernbahnsteig des Bernauer Bahnhofs kann nur über einen Lastenaufzug erreicht werden (vorher 01805 512512 anrufen).

"Es wurde alles abgelaufen und exakt vermessen", erläuterte Martina Einhorn, die Leiterin des Netzwerksn Gesundheit und Kommunikation (gesukom), die den Plan zusammen mit der Kreisbehindertenbeauftragten Sabine Jäger und der Bernauer Stadtverwaltung erstellt hat. Vier Schwerbehinderte haben in einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM) zusammen mit Sabine Jäger die Daten erhoben.

Paralympicssiegerin Marianne Buggenhagen, berichtet die Zeitung in einem anderen Artikel, will nach den Sommerspielen in Peking mit dem Leistungssport aufhören. Die 55-Jährige und ihr Ehemann Jörg Buggenhagen waren an der Grundschule in der Hasenheide zu Gast, um Schülerinnen und Schüler auf einem Hinderniskurs mit den Problemen behinderter Menschen vertraut zu machen. Nach fast 20 Jahren Leistungssport möchte sich Marianne Buggenhagen mehr der Familie und dem sozialen Engagement widmen. Sie will weiterhin Schulen und Schüler auf Sportfesten unterstützen oder Mobilitätsseminare für Senioren und Menschen mit Behinderungen veranstalten. sch
 

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