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18.04.2008 - 12:07

Wir wollen hinauf!.

Berlin (kobinet) Am 30. April werden sich Menschen mit Behinderungen am Fuße des Berliner Fernsehturms zu ihrer Forderung nach voller Teilhabe äußern. Der Berliner Behindertenverband "Für Selbstbestimmung und Würde" e.V. (BBV) ruft bundesweit zu dieser Protestaktion auf, denn Rollstuhlfahrer und blinde Menschen mit Führhund werden aus dem Fernsehturm der Hauptstadt weiterhin ausgesperrt (kobinet 04.04.2008).

Der BBV führte in dieser Woche ein zweites Gespräch mit dem Geschäftsführer der Deutschen Funkturm GmbH statt. "Er machte uns zwar keinerlei Hoffnung bezüglich der Finanzierung, aber immerhin ließ er schon mal prüfen, ob der Turm statisch den Anbau eines Außenaufzugs überhaupt aushielte", sagte dazu der BBV-Vorsitzende Ilja Seifert. Für eine abschließende Beurteilung seien noch äußerst komplizierte weitere Untersuchungen erforderlich, die nur ganz wenige Spezialisten überhaupt ausführen können.

"Aber immerhin, es scheint nicht unmöglich zu sein", so Seifert. "Das sollte unserer Fernsehturm-Aktion zusätzliche Motivation geben. Wer bei diesem 'touristischen Event' mitmachen will, ist eingeladen zwischen 11 und 12 Uhr zu rufen: "Wir wollen hinauf!" hjr
 

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

D. Heiermann schrieb am 28.04.2008, 12:44

Betr.: Bezug auf die Leserbriefe !

Sehr geehrte Frau Christiane Hagen,

ich freue mich, das Petra mich richtig verstanden hat.
Ebenso gefällt es mir, das Sie Ihre Meinung vertreten und
Frau Groß schützen wollten.
Mir ist es ganz besonders wichtig, das wir Menschen mit
Behinderungen nicht bevormundet, und ein selbstbestimmtes
Leben führen können.
Auch ich bin selbst mit einem Handicap belastet.
Ebenso weiss ich auch um die Problematik, deshalb setze ich mich
nicht ohne Grund seit nunmehr 27 Jahren für Menschen mit
Behinderungen ein.
Auf diesem Sektor bin ich in der Selbsthilfebewegung als auch
Politisch tätig.

Mit freundlichen Grüßen

Dennis Heiermann

Christiane Hagen schrieb am 28.04.2008, 02:13

Fühle mich gerade falsch verstanden!

Sehr geehrte Frau Groß,

ich wollte Sie eigentlich in Schutz nehmen, mehr nicht, weil es endlich aufhören soll das Menschen mit Handicap bevormundet werden während sich gesunde Menschen alles erlauben dürfen ( z. Bsp.: Menschen mit Handicap einreden, dass sie der "normalen" Gesellschaft im Wege sind)!

Mit freundlichen Grüßen
Verbleibe ich
Ihre
Christiane Hagen

petra Groß schrieb am 28.04.2008, 01:40

2 brief zubantworten

hallo

Ich habe nur meine meinung gesagt das es jeder darf find es auch nicht nett das mann leute die ihm rolli sitzen das nicht dürfen.

ich findes wichig das es jeder darf danke

Christiane Hagen schrieb am 27.04.2008, 20:44

Diskriminierung in allen Lebenslagen

Ich habe Frau Groß Leserbrief verstanden und finde die Berichtigung ihres Leserbriefes nicht OK.

Mitdenken sollte man schon können, wenn man an Diskussionen teilnimmt und nicht jeden Fehler, den ein Mensch macht, hervorheben. Das ist unsozial!

Fakt ist: Die größten Feinde sind Wir uns untereinander
(Eifersucht, Bevormundung etc.).Jeder will nicht mit dem Anderen, vermeintlich Schwächeren, zu tun haben, weil er sich durch ihn benachteiligt fühlt!
Das sind Tatsachen, die ich persönlich erleben musste.

Zum Thema Fernsehturm:
Last euch nicht unterkriegen, weil die Feuerwehr und der Rettungsdienst jedem Menschen bei Gefahr helfen müssen denn dafür werden sie ausgebildet!

Gruß aus Syke
von

Christiane Hagen

D. Heiermann schrieb am 26.04.2008, 20:00

zum Leserbrief von Petra Groß !

Liebe Petra,

finde es nett, das Du Ilja und den anderen KollegInnen alles Gute
zur Turmauffahrt wünscht.
Aber Du schreibst:
Zitat " ..... das ihr auch mal drauf fahren darf. "

Es sollte meiner Ansicht nach nicht nur mal, sondern immer sein, das
Mensch mit Rollstuhl dort hinauf fahren darf !!!

Aber dennoch nichts für Ungut liebe Petra.

Mit freundlichen Grüßen

D.Heiermann

Petra Groß schrieb am 25.04.2008, 18:28

Jeder oder jeder darf das

Hallo Ilja

ich wünsche dir und den andren viel glück das ihr auch mal drauf fahren darf.

schöne grüße aus Kassel

Petra Groß

Max Mütze schrieb am 25.04.2008, 15:43

Wichtige Demo

Diesen Termin sollte keiner verpassen, der Gleichstellung behinderter Menschen voranbringen will. Die Telekom-Überlegung von einem Außenaufzug ist allerdings hirnrissig. Ein "Feuerwehraufzug" innen wäre die schon vor vielen Jahren als technische Möglichkeit erwogene Lösung.

Gerd Frank schrieb am 25.04.2008, 14:24

@Christiane Hagen

Ich finde das Verhalten sogenannter Nichtbehinderter auch unmöglich, weil manche glauben wir sind behindert und gleichzeitig doof und könnten nicht einschätzen welches Risiko wir eingehen können. Die halten uns wohl immer noch für unmündige Bürger die ihrer besonderen Fürsorge bedürfen. Dies Verhalten ärgert mich genauso wie Sie.
Etwas ärgert mich aber auch wenn jemand sagt so wie Sie ER/SIE ist an den Rollstuhl gebunden. Sie sollten besser sagen ER/SIE ist auf den Rollstuhl angewiesen.
Nämlich das Wort gebunden heißt gleich gewissermaßen Hilflosigkeit. Für mich ist das, in Bezug auf Rollstuhlfahrer ein Unwort.

Rosi Probst schrieb am 25.04.2008, 13:11

Viel Erfolg

Auch ich wollte mit meinem E-Stuhl auf den Fernsehturm anlässlich meines Berlinbesuches. Es wurde mir "aus Sicherheitsgründen"
verwehrt.

Ich habe mich sehr geärgert und finde es für eine europäische
Hauptstadt unmöglich, da mit Sicherheit viele RollstuhlfahrerInnen
nach Berlin kommen.

Ich wünsche Euch viel Erfolg und wenn es von München nicht
so weit wäre, würde ich mitmachen.

Viele Grüße aus München

Rosi Probst

Christiane Hagen schrieb am 19.04.2008, 08:32

"Wir wollen hinauf wie Andere auch"!

Dasselbe habe ich- obwohl nicht an den Rollstuhl gebunden- auch in München erlebt während ich in Stuttgart hinauf durfte
(ist aber auch schon über 10 Jahre her).

Ich musste in München zeigen, das ich gut gehen kann.
Die Dame an der Kasse sagte auf meine Frage (Warum?):
"Bei Gefahr muss jeder an sein eigenes Leben denken Menschen mit Handicap würden nur die Rettungsaktion stören!

Tja, liebe Leidensgenossen es wird alles getan um uns das Leben mies zu machen (Daumen runter)!

Gruß
Christiane Hagen aus Syke

Arnd Hellinger schrieb am 19.04.2008, 01:34

Ergänzung

Als Ergänzung des obigen Aufrufs möchte ich zuerst anmerken, dass wir - wenn wir eine möglichst weitgehende Barrierefreiheit des öffentlichen Raumes insgesamt erreichen wollen - auf eine maximale Teilnehmerzahl angewiesen sind. Der Berliner Fernsehturm ist ein unübersehbares Symbol für systematische Ausgrenzung von Menschrn mit Behinderungen! Nicht nur Rollstuhlfahtrer, auch Personen mit Assistenzhunden etc. werden vom Turmbesuch "aus Sicherheitsgründen" ausgeschlossen - das ist Diskriminierung in Reinkultur!

Ich appelliere daher an alle kobinet-NutzerInnen, diese vom BBV getragene (von mir angeregte) Demonstration durch ZAHLREICHE Teilnahme zu unterstützen!!!

Im Anschluss an die Kundgebung bin ich zur Durchführung ener kleinen Stadtführung zu weiteren "Bausünden" in Berlin-Mitte (wie dem DDR-Museum oder dem Bode-Museum) bereit. Alternative wäre eine Fahrt zum S-Bahnhof Julius-Leber-Brücke in Schöneberg, der am 2. Mai 2008 OHNE barrierefreie Zugänge eröffnet werden soll.

Was wir machen, entscheidet die Mehrheit vor Ort...

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