
München (kobinet) Unter dem Motto "Hände hoch - für ein Verbot aller Streubomben!" hatten sich gestern zum weltweiten Aktionstag der internationalen Kampagne gegen Streubomben hunderte Menschen in neun Städten Deutschlands beteiligt. Bei den Aktionen von Handicap International in München, Frankfurt, Freiburg, Hamburg, Eutin, Limburg, Schwäbisch Hall, Trier und in Wolgast forderten sie von der deutschen Regierung, bei der internationalen Staatenkonferenz in Dublin im Mai einem ausnahmslosen und sofortigen Verbot von Streubomben zuzustimmen (kobinet 16.04.2008).
Hunderte Luftballons mit grellgelben Protestkarten stiegen bei der größten Aktion in München in den weiß-blauen Münchner Himmel. Diese Protestkarten ähnelten in Farbe und Form den Blindgängern der Streubomben, die z.B. bei den Bombardierungen des Irak, des Kosovo oder Afghanistans zu Hunderttausenden eingesetzt wurden. "Die auffälligen Blindgänger werden dort noch Jahre nach dem Krieg besonders für Kinder zur tödlichen Gefahr", erklärte Dr. Eva Maria Fischer von Handicap International Deutschland.
Allein in München wurden innerhalb weniger Stunden über 800 Unterschriften für die weltweite Petition von Handicap International gesammelt. Diese Petition, wurde inzwischen von 575.000 Menschen unterzeichnet. Sie wird zur Konferenz in Dublin den Repräsentanten der Staaten übergeben, die dort über ein Verbot von Streubomben abschließend verhandeln werden. hjr