Berlin (kobinet) Zum 37. Mal findet vom 23. bis 27. April 2008 das größte europäische Studentenfilmfestival "Sehsüchte" in Potsdam statt. Insgesamt 137 Filme aus 34 Ländern wurden für den offiziellen Wettbewerb ausgewählt. Verliehen wird auch ein Preis gegen Ausgrenzung.
Thematisch beschäftigt sich das Potsdamer Studentenfilmfestival häufig mit sozialkritischen Themen. "Themenschwerpunkte sind eigentlich Geschichten, die sich zwischen zwei Welten bewegen, zwischen zwei verschiedenen Kulturen, zwischen zwei Generationen, etc.", sagte Paula Syniawa, Mitglied der Programmgruppe. Der Dialog zwischen den Menschen, Kulturen und Generationen ist also auch in diesem Jahr wieder im Programm garantiert.
Im Rahmen der "Sehsüchte" wird von der Behindertenbeauftragten der Bundesregierung ein Preis gegen Ausgrenzung gestiftet. Er soll vor allen Dingen festgefahrene Sichtweisen aufbrechen, so Karin Evers-Meyer im Interview mit kobinet. "Wenn wir in Deutschland eine Kultur gleichberechtigter Teilhabe erreichen wollen, halte ich das für unverzichtbar", sagte sie. Es sei wichtig, dass sich junge Filmemacher mit dem Thema Behinderung und Ausgrenzung in ihren Projekten beschäftigten.
Die Filme laufen in Potsdam im Thalia Kino. Das Kino ist nach Auskunft der Veranstalter barrierefrei. Für alle interessierten Zuschauer, die nicht bei den diesjährigen "Sehsüchten" dabei sein können, besteht die Möglichkeit, die Festivalbeiträge bei der Wiederholung zu sehen. Beim "Sehsüchte"-Nachspiel am 28. und 29. April im Kino Babylon-Mitte in Berlin und am 24. Mai im Obenkino im Cottbuser Glad-House werden die besten Beiträge noch einmal gezeigt. ag