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kobinet-nachrichten 24.04.2008 - 13:09
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In Mannheim gibt es erst einen Budget-Antrag

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Teilnehmer/innen der Abendveranstaltung
© Madlen Kunert

Mannheim (kobinet) Bei gleich zwei Veranstaltungen informierte die Vorsitzende des Forums selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen ForseA e.V. Elke Bartz gestern über das Persönliche Budget. Nachmittags informierte Bartz die Gesamtschwerbehindertenvertretung der Stadt Mannheim über Möglichkeiten von Persönlichen Budgets im Arbeitsbereich. Wie Bartz erklärte, können Budgets beispielsweise zur Finanzierung von Arbeitsassistenz, Fahrtkosten zum Arbeitsplatz oder für Arbeitsplatzanpassungsmaßnahmen genutzt werden. Die Schwerbehindertenvertreterinnen und -vertreter hatten zwar schon alle vom Persönlichen Budget gehört, wurden jedoch noch nicht damit konfrontiert.

Die zweite Veranstaltung am frühen Abend fand im Mannheimer Stadthaus statt. Sie wurde organisiert von der AG Barrierefreiheit, dem Paritätischen Wohlfahrtsverband und dem Mannheimer Beauftragten für Menschen mit Behinderungen Klaus Dollmann. Der Raum "Toulon", in dem die Veranstaltung durchgeführt wurde, war gut gefüllt. Nach dem Vortrag von Bartz bewiesen die Detailfragen der behinderten und nichtbehinderten Teilnehmenden das große Interesse am Thema. Ein Teilnehmer sagte, dass Persönliche Budgets in der Quadratestadt noch längst nicht Alltag seien. Soviel er wisse, gäbe es bisher erst einen Antrag. Bartz: "Besonders deutlich wurde in der Diskussion der Ruf nach unabhängiger, umfassender Beratung, die nicht von eigenen Interessen der beratenden Stellen geleitet ist. Mit ausreichender Information würden es sich viele Menschen mit Behinderung zutrauen, einen Budgetantrag zu stellen". Ebenso wichtig sei für viele die Budgetunterstützung und deren Finanzierung beim Leben mit dem Persönlichen Budget. gba
 

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