Bonn (kobinet) Mit über 170 Teilnehmenden war die diesjährige Fachtagung der Bundesinteressenvertretung und Selbsthilfeverband der Bewohnerinnen und Bewohner von Altenwohn- und Pflegeeinrichtungen (BIVA) zum Thema "Lebensqualität und Leistungstransparenz im Heim - Utopie oder Wirklichkeit?" für die Veranstalter ein
großer Erfolg.
Die ExpertInnen aus Wissenschaft und Praxis auf dem Podium und unter den Zuschauern waren sich einem Bericht der BIVA zufolge dabei einig, dass die Lebensqualität in den Einrichtungen im Mittelpunkt stehen muss. Prof. Clemens Tesch-Römer, der Leiter des Deutschen Zentrums für Altersfragen, unterstrich, dass es keine Lebensqualität ohne Pflegequalität geben kann. Erst danach können die Kriterien, die in der Charta der Rechte der hilfe- und pflegebedürftigen Menschen niedergelegt sind, als Meßlatte dienen, z.B. wie im BIVA-Projekt "Heimverzeichnis.de".
Sabine Mattes und Stefan Mühlenbeck von der Mühlheimer Sozialholding beleuchteten als Vertreter eines Betreibers auf sehr lebendige Art den Alltag in einem Heim. Sie unterstrichen, dass Lebensqualität nicht an Quoten und Fallzahlen, z.B. bei Stürzen, gemessen werden kann, sondern dass für die Menschen in Heimen Qualitätsentwicklungen und die Kommunikation der Beteiligten entscheidend sind.
Gunter Crößmann von der obersten Heimaufsicht in Hessen brachte die Perspektive der Heimaufsichtsbehörden ein und beschrieb anhand von Beispielen den Einfluss, den die Heimaufsicht zur Verbesserung der Lebensqualität nehmen kann: "Sie lässt sich nicht in ein Heim hineinprüfen. Der Beratungsauftrag der Heimaufsichten eignet sich hierzu vortrefflich. Er muss aber auch wahrgenommen werden, durch die Mitarbeiter der Heimaufsicht genauso wie durch diejenigen, die in den Einrichtungen arbeiten." moh
Dorothea Moesch schrieb am 26.04.2008, 23:10
Der Herr Professor hats doch auf den Punkt gebracht: ERST muss die "Pflege"-"Qualität" stimmen, bevor man sich mit solch luxuriösem Tulux wie "Lebensqualität" überhaupt abgibt.
Und keiner merkts und alle klatschen? Sonderbar.
Dabei ist der Kaiser doch nackt ....