
Berlin (kobinet) Anlässlich von Fortschritten bei der Erarbeitung der DIN 18040 "Barrierefreies Bauen" tritt der Beauftragte der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Belange der Menschen mit Behinderungen, Hubert Hüppe, dafür ein, dass das barrierefreie Bauen für behinderte Menschen vorangebracht wird.
Das Schlichtungsgespräch im Deutschen Institut für Normung zur DIN 18040-1 "barrierefreies Bauen - Planungsgrundlage - Teil 1: öffentlich zugängliche Gebäude" ist nach Angaben des Deutschen Behindertenrates erfolgreich verlaufen. Teilgenommen am Gespräch hatten Vertreter des Bundes, der Bundesländer, der Bundesarchitektenkammer und des DIN-Arbeitsausschusses barrierefreies Bauen, in dem auch Behindertenverbände vertreten sind. Anlass des Schlichtungsgesprächs waren unterschiedliche Auffassungen in Gremien des Deutschen Instituts für Normung, wie verbindlich die Anforderungen an ein barrierefreies Bauen in der DIN 18040-1 ausgestaltet werden sollten. Ein Kompromiss konnte nun gefunden werden. Alle am Gespräch Beteiligten bekannten sich zu verbindlichen Mindeststandards.
Bereits im Februar hatte der Deutsche Behindertenrat auf die Befürchtungen der Vertreter der Behindertenverbände im DIN-Arbeitsausschuss aufmerksam gemacht, die DIN 18040-1 solle weitestgehend keine verbindlichen Regelungen enthalten. Daraufhin hatte sich nach Informationen von Hubert Hüppe die CDU/CSU-Bundestagsfraktion an den Normenausschuss Bauwesen des Deutschen Instituts für Normung gewandt und darum gebeten, Barrierefreiheit im Bauwesen in der DIN 18040-1 möglichst umfangreich zu verankern. Besonders im Bereich des Bauwesens sei Menschen mit Behinderungen die gesellschaftliche Teilhabe noch häufig "verbaut".
"Es ist gut, dass die Befürchtungen der Behindertenverbände im Schlichtungsgespräch ausgeräumt werden konnten. Jetzt ist der Weg frei für das weitere Normungsverfahren", erklärte Hubert Hüppe. moh
Gudrun Wagener schrieb am 14.05.2008, 09:58
Die Änderung dieser Norm ist auch bei den öffentlichen Gebäuden sehr wichtig. Gerade bei Neubauten wird auf Barrierefreiheit nicht geachtet oder auch generell abgelehnt mit der Begründung, wir berücksichtigen alle DIN-Normen. Dann können Menschen mit Behinderung diese Gebäude nicht einmal betreten, außer ein Hilfsbereiter öffnet ihm die Tür. Wenn dann mit viel Druck die entsprechenden Änderungen vorgenommen werden, wird zusätzlich Geld verschleudert, was an anderer Stelle sinnvoller verwendet werden kann. Bei uns in Brandenburg werden alle diesbezügliche Hinweise durch alle Beteilligten ignoriert. Der Hohn ist dann noch, wenn ein Rollifahrer die Behindertentoilette nicht vollständig nutzen kann. Entweder ist der Eingang nicht groß genug oder er kommt nicht an das Waschbecken. Und das in einem Neubau der gerade erst übergeben wird.
G. Wagener
Christiane Hagen schrieb am 30.04.2008, 02:18
Hallo zusammen,
Jetzt, nachdem der Umbau des Bremer Hauptbahnhofes schon 10 Jahre her ist, werden auch in Osnabrück
die Bahnsteigzugänge erneuert und andere Orte stehen auf der Warteliste. Warten, warten und warten während das Geld schnell den Verwendungszweck wechselt!?
Frei nach dem Motto:
Wer vorher stirbt hat Pech gehabt!
Ich bin das Warten leid und sage:
Hört auf mit uns und unseren Interessenvertretern zu debattieren und handelt stattdessen!
Es gibt in Deutschland mehr als 10.000 Bahnzugänge, die darauf warten Barriere frei saniert zu werden
In diesem Sinne
Verbleibe ich
Ihre
Christiane Hagen aus Syke