
Berlin (kobinet) Der Arbeitskreis "mit ohne Behinderung" (ak moB) ruft zur Teilnahme an der Mayday-Demo am 1. Mai in Berlin auf. Motto: "Barrikaden statt Barrieren! Kommt zum Mayday in Berlin!"
Der ak mob kritisiert, dass Behinderte lebenslänglich in völliger Abhängigkeit in der "geschützten Werkstatt für behinderte Menschen" (WfbM) arbeiten, für profitable Geschäfte von Siemens und VW sorgen und dafür ein Taschengeld bekommen. "Verwertungslogik und Normierungszwänge bestimmen den Alltag, die Arbeitsverhältnisse und Beziehungen." Behinderung kennzeichne eine lebenslange Abhängigkeit von Wohlfahrt und Zugeständnissen. "Ein Arrangieren mit Barrieren. Jenseits von innen und außen, bemitleidet, unsichtbar und ausgesondert. Der Ausschluss beginnt jedoch viel früher: im Kindergarten, in der (Sonder-)Schule und trifft andere Leute nicht weniger. Wir stellen uns gegen die Ausgrenzung von Menschen mit Behinderungen und andere Selektionskriterien wie Geschlecht, Klasse und Nation", heißt es aus dem Arbeitskreis.
"Wir protestieren gegen Ausbeutung und Ausgrenzung (nicht nur) von Menschen mit Behinderungen", so Michael Zander vom ak mob gegenüber kobinet. "Wer möchte, die oder der trage zur Demo ein türkises Kleidungsstück", heißt es in dem Aufruf. hjr
Treffpunkt:
1. Mai, 14 Uhr, vor dem Zielona Gora,
Grünberger Str. 73, Berlin
Kontakt: akmob@gmx.de
Infos: maydayberlin.blogsport.de