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kobinet-nachrichten
30.04.2008 - 08:46
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org

Krautheim (kobinet) Im Hohenloher ÖPNV-Problem bahnt sich eine Lösung an: "Niederflurbusse zu bestimmten Zeiten auf bestimmten Strecken, die mindestens zwei Rollstuhlfahrer auf gesicherten Stellflächen mitnehmen wäre eine akzeptable Lösung für Menschen mit Behinderung", so Norman Weyrosta, Geschäftsführer des Eduard-Knoll-Wohnzentrums in Krautheim.
Die EU-Richtlinie, die ursprünglich Benachteiligung von Menschen mit Behinderung verhindern sollte, sei durch ihre Umsetzung in deutsches Verkehrsrecht, jedoch zu einer Verschlechterung geworden. "In einigen Ländern der EU hat diese Richtlinie tatsächlich eine hundertprozentige Verbesserung bedeutet, weil dort bislang überhaupt keine Rollstuhlfahrer mitgenommen werden konnten", betont die EU-Abgeordnete Evelyne Gebhardt (SPD).
Roland Braun, Werksleiter des Nahverkehr Hohenlohe (NVH), stellt die derzeitige Problematik bei der Anschaffung der Busse dar: "Fahrzeuge, die vor 2005 zugelassen wurden, haben mehr Platz zur Mitnahme von Rollifahrern, neu zugelassene Busse wurden entsprechend der Vorschrift angefertigt und bieten nur noch einem Fahrgast mit Rollstuhl die Möglichkeit der Mitnahme. Eine Nachrüstung der alten Busse ist jedoch aus fahrzeugtechnischen Gründen nicht möglich".
Beispiele für konstruktive Lösungen zeigt Gerwin Matysiak, Mitglied im Geschäftsführenden Vorstand des BSK auf: "Wir haben in Hannover in Gesprächen mit den Verkehrsbetrieben und den Interessenvertretern behinderter Menschen eine für alle Seiten akzeptable Lösung dieses Problems gefunden. Hier wurden innerhalb von drei Monaten alle Busse für mindestens zwei Rollstuhlfahrer umgerüstet." Die Busse in Hannover seien sogenannte "Klasse-1-Busse", also Stadtbusse für die die EU-Richtlinie gilt. Ausgenommen davon seien die Überlandbusse, so wie sie auch im Hohenlohekreis im Einsatz sind. Der Dialog muss weitergehen mit dem Ziel, im Hohenlohekreis zwei Rollstuhlfahrern die Mitfahrt in einem Bus zu ermöglichen, langfristig auch mit der erforderlichen Sicherungstechnik. hjr
Gerd Frank schrieb am 30.04.2008, 10:37
hier von einer akzeptalen Lösung zu sprechen. Rollifahrer sollen nur noch zu bestimmten mitgenommen werden. Meine Empfehlung wäre, die auf solche abdrusen Ideen kommen sollten erst einmal einen Deutschkurs besuchen, und dann mal die Eu-Richtlinie genau lesen. Wenn das letztendlich nichts nutzt sollten sie über ihren Job nachdenken. Wieder mal typisch Deutsch.
Behinderte Menschen werden für doof gehalten. Sich dann noch als sogenannte Wohltäter darzustellen ist schlichtweg eine bodenlose Frechheit.
Gerd Frank schrieb am 30.04.2008, 10:40
Zu bestimmten (Zeiten) mitgenommen werden.
Norman Weyrosta schrieb am 05.05.2008, 07:11
Natürlich sollen Menschen mit Behinderung nicht nur zu bestimmten Zeiten den NVH benutzen können. Für den Moment akzeptabel halte ich die Lösung, dass zu den wichtigsten Zeiten und auf den wichtigsten Linien garantiert wird, daß ein Bus fährt der mindestens zwei Rollstuhlfahrer gesichtert befördern kann. Zu anderen Zeiten und auf anderen Linien bleibt es zunächst bei der Regelung, dass, ein Niederflurbus angefordert werden kann. Leider, und das ist das derzeitige Probnlem nur vorab, und ann ohne Sicherung. Das Ziel ist, und das wurde in Veranstaltung deutlich gesagt, das alle Busse die neu angeschafft werden, mindestens zwei Rollstuhlfahrer gesichert befördern können, und dann flächendeckend und zu allen Zeiten. Alles andere wäre natürlich nicht akzeptabel.
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