Druckversion
kobinet-nachrichten 01.05.2008 - 17:02
URL:
http://www.kobinet-nachrichten.org

Becksteins Äußerungen Schlag ins Gesicht Behinderter

.

München/Berlin (kobinet) Die Äußerungen des bayerischen Ministerpräsidenten Becksteins zur angeblichen Vollbeschäftigung in Bayern wertet Jörg Rohde, behindertenpolitischer Sprecher der Liberalen im Bundestag, als "Schlag ins Gesicht Behinderter". Beckstein (CSU) hatte erklärt, Bayern sei angesichts der erneut gesunkenen Arbeitslosenquote "auf dem langen Weg zur Vollbeschäftigung so gut wie am Ziel".

"Diese Äußerung ist ein unverschämter Schlag ins Gesicht zehntausender Job suchender Behinderter, Älterer, schlecht Qualifizierter, Alleinerziehender und Migranten. Ministerpräsident Beckstein nimmt die nach wie vor hohe Arbeitslosenquote in diesen Bevölkerungsgruppen als unvermeidliche Sockelarbeitslosigkeit hin, an der auch durch spezielle Förderprogramme nichts zu ändern ist", so Rohde.

So verwundere es nicht, dass Beckstein auch ankündigte, nur in insgesamt strukturschwachen Regionen Bayerns Anstrengungen zur weiteren Senkung der allgemeinen Arbeitslosigkeit zu unternehmen. "Die CSU macht es sich zu einfach, wenn sie nun mit Strukturprogrammen einzelne Regionen stärken will, anstatt sich vermehrt um die Sorgenkinder des Arbeitsmarktes zu kümmern", meint Rohde. "Das Signal der CSU an alle Menschen mit Vermittlungshemmnissen ist klar: Wir akzeptieren eure Arbeitslosigkeit als unabänderlich und stellen auch in diesem Bereich das Regieren ein". Wer diese Politik korrigieren wolle, müsse bei der Landtagswahl im Herbst dazu beitragen, die Macht der CSU in München zu brechen. elba
 

nächste Nachricht >>
Leserbrief schreiben
Artikel versenden

Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Dorothea Moesch schrieb am 02.05.2008, 11:15

Oh wie hübsch! Da wissen wir, wie die FDP

und skandalöserweise auch noch deren "behinderten"-"politische" Sprecher sogenannte "Behinderte", MigrantInnen, Leute über 40 ("Ältere") und Alleinerziehende sieht:

Nämlich als ewige KINDER - SORGEN-KINDER geradezu.

Sind "wir" das? Ewige Behindi-Kindis, um die sich "gekümmert" gehört, etwa noch in SONDEReinrichtungen oder mit Super-SONDER-Spezial-PÄDagogInnen?

Sprache ist verräterisch - die FDP sieht uns offensichtlich als ewige Behindi-Kindis.

Wir sollten es schärfstens zurückweisen, wenn uns derart verbal übers Köppi gestreichelt wird.

© Kooperation Behinderter im Internet e.V.
Alle Rechte vorbehalten

Seite drucken
Zur Online Version