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02.05.2008 - 08:49

So sieht unsere Welt aus, wenn man nichts sieht.

Nürnberg (kobinet) 394.000 Besucher der "Begegnung im Dunkel" des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes (BBSB) auf dem Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne in Nürnberg wissen bereits, wie die Welt aussieht, wenn man nichts sieht. Diese Mal ist es die 11. Runde für den BBSB, der immer als Mitveranstalter des Erfahrungsfeldes, das am 1. Mai 2008 wieder geöffnet wurde, die "Begegnung im Dunkeln" im Hirsvogelbunker veranstaltet. In dieser Saison erwarten die Mitarbeiter den 400.000 Besucher der Dunkelstationen.

Ein Besuch des Dunkel-Cafes und des Dunkel-Gangs genügen, um zu erfahren, dass die Augen den Ohren, den Händen und der Nase tagtäglich die Show stehlen, nur weil sehen schneller und umfassender funktioniert. Das ungefähre Alter und die momentane Stimmung des Gegenüber verrät auch die Stimme, Form und Beschaffenheit der Dinge, die man berührt, vermittelt die Hand; nicht aber die farbliche, bildliche und grafische Gestaltung. Und noch etwas: Den Besuchern ging ein Licht auf. Plötzlich war ihnen klar, dass blinde Menschen nicht wissen können, ob sie gemeint sind, wenn man sie nur anschaut, das es nicht reicht, bestätigend zu nicken oder mit großer Geste die Richtung zu zeigen. Sie vermissten - wie blinde Menschen auch - den ganzheitlichen Eindruck des Raumes, heißt es in der Ankündigung der Aktion.

Auch dieses Jahr können die BesucherInnen wieder das "Dunkelgängerdiplom" erwerben. Es umfasst eine Einführung in die Sinne als Schnittstellen des Menschen zu seiner Außenwelt, eine besondere Führung durch den Dunkelgang, einen informativen Teil über den Alltag blinder und sehbehinderter Menschen und schließlich eine kleine Einführung in die Blindenschrift mit der "eigenhändigen" Unterschrift des Diploms. Eins der seltenen Diplome, die man selbst noch in einem höheren Alter erwerben kann.

Über 30 MitarbeiterInnen, von denen nur drei in Vollzeit angestellt sind, gewährleisten eine Öffnungszeit von 60 Stunden an sieben Tagen in der Woche. Die bewährte Zusammenarbeit mit dem Amt für Kultur und Freizeit der Stadt Nürnberg (KUF), das dem BBSB e.V. hohe Besucherzahlen, sowie eine Steigerung des Bekanntheitsgrades weit über die Metropolregion Nürnberg hinaus sichert, wird fortgesetzt.
 

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Veronika Szemes schrieb am 06.06.2008, 13:29

Blind zu sein

Hallo die die mein Schreiben empfangen werden:

Wißt Ihr wir man hier her kommt: "Begegnung im Dunkeln" im Hirsvogelbunker?
Keine Ahnung wo das ist.....

Viele Grüße und frohes Wochenende

Vroni

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