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06.05.2008 - 07:41

Barrierefreie Mobilität macht Teilhabe erst möglich.

Foto zeigt v.l. Dr. Volker Sieger Edmund Riethmüller
© Privat v.l. Dr. Volker Sieger Edmund Riethmüller

Mannheim (kobinet) Die AG Barrierefreiheit in Mannheim, die gemeinsam mit dem Beauftragten für Menschen mit Behinderungen Klaus Dollmann und dem Gesamtschwerbehindertenvertreter Johann Radak zu der Veranstaltung eingeladen hatte, konnte ein insgesamt positives Fazit ziehen. "Wir sind auf dem richtigen Weg", betonte Edmund Riethmüller von der AG Barrierefreiheit, "und haben in Mannheim schon viel erreicht". Die zukünftige Aufgabe skizzierte er mit den Worten, noch bestehende Barrieren im öffentlichen Verkehr aufzulisten und dies gegenüber und mit den verkehrspolitisch Verantwortlichen zu diskutieren. Der nächste Nahverkehrsplan sei eine gute Gelegenheit, erneut die Interessen mobilitätseingeschränkter Menschen in die Entscheidungsfindung einzubringen und sich für deren Durchsetzung zu engagieren. Dabei spiele die Rückkopplung mit betroffenen Menschen eine wichtige Rolle. Man sei dabei, mit allen Behindertengruppen in der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar zusammenzuarbeiten, um gemeinsame Standards für eine barrierefreie Mobilität zu formulieren. Dr. Volker Sieger vom Institut für barrierefreie Mobilität, Mainz referierte zu den gesetzlichen Grundlagen. In seinem kompetenten Vortrag beleuchtete er die gesetzlichen Grundlagen und gab den örtlichen Akteuren ein paar wichtige Hinweise, worauf sie beim nächsten Nahverkehrsplan besonders achten sollten. Was bisher beim letzten Nahverkehrsplan in Mannheim erreicht wurde, sei im Vergleich zu anderen Städten bemerkenswert. Besonders müsse man darauf achten, dass die bisherigen Bestimmungen zur Barrierefreiheit im Nahverkehrsfinanzierungsgesetz im Nachfolgegesetz nicht aufgeweicht werden. Der Vertreter des Rhein-Neckar-Verkehr GmbH, Herr Czech, gab zu den an ihn gestellten Fragen bereitwillig Auskunft und nahm die in der Aussprache geäußerte Kritik sehr ernst. Neben dem Hauptthema konnten sich die Anwesenden am Stand der AG Barrierefreiheit auch über die "UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderungen" informieren und sich in einer Unterschriftenliste eintragen, in der von der Bundesregierung die Ratifizierung dieses Dokuments verlangt wird. Am Schluss der erfolgreichen Veranstaltung wurde schließlich an alle Anwesenden appelliert, sich bei der AG Barrierefreiheit zu melden, wenn sie auf bestehende Mobilitätsbarrieren im Rhein-Neckar-Raum aufmerksam machen wollen (Tel. 0621-3367499 info@barrierefrei-mannheim.de). gba  

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