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06.05.2008 - 17:36

Großer Bedarf an barrierefreiem Wohnraum.

Erfurt (kobinet) Maik Nothnagel, behindertenpolitischer Sprecher der Linken im Thüringer Landtag fordert, mehr barrierefreien Wohnraum zu schaffen. Außerdem solle die Bundesregierung unverzüglich die UN-Konvention "Schutz der Rechte von Menschen mit Behinderungen" zu ratifizieren. Nothnagel hatte nach eigenen Angaben die Thüringer Landesregierung bereits mehr als ein Jahr aufgefordert, im Bundesrat ihren Einfluss geltend zu machen. Es sei jedoch außer Sonntagsreden nichts passiert.

In Deutschland seien lediglich ein Prozent der Wohnungen barrierefrei und die Bundesrepublik habe hiermit Schlusslichtposition in Europa. Deshalb will Nothnagel auf den großen Bedarf an bezahlbarem barrierefreien Wohnraum auch in Thüringen aufmerksam machen. Dieser sei dringend nötig, damit die "noch immer vorherrschenden Strukturen der stationären Fürsorge von behinderten Menschen in Thüringen in ambulante Unterstützungen umgewandelt werden können. Ein selbstbestimmtes Leben sei nur in den eigenen vier Wänden möglich.

"Bei entsprechenden politischen Weichenstellungen kann in Thüringen dann auch endlich ein Baustopp von neuen Heimen erfolgen", sagt Maik Nothnagel. "Dies ist nicht nur im Sinne behinderter Menschen, sondern kommt auch der immer größer werdenden Zahl von Senioren zugute." Die zukunftsorientierte Forderung ermögliche, dass bei bedarfsdeckenden Unterstützungsleistungen das Zuhause-Leben von behinderten Menschen und pflegebedürftigen Senioren selbstverständlich werde. elba
 

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