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07.05.2008 - 10:03

Umbau der Schullandschaft beginnt.

Köln (kobinet) Die Stadt Köln und der Landschaftsverband Rheinland (LVR) wollen die Integration behinderter Kinder in Regelschulen aus eigener Kraft einleiten. Das ist ein Ergebnis des gestrigen öffentlichen Fachgespräches, das unter dem Titel "Eine Schule für Alle: Was tut die Verwaltung?" durchgeführt wurde. Dazu eingeladen hatte der Elternverein "mittendrin" ins Kölner DGB-Haus.

"Das System bewegt sich", war die Aussage der Kölner Schuldezernentin Dr. Agnes Klein. 22 von 51 Kölner Schulen seien bereit, künftig auch behinderte Kinder aufzunehmen, hatte eine Umfrage ergeben. Damit beginnen will eine Kölner Hauptschule schon im kommenden Schuljahr, indem sie eine integrative Lerngruppe einrichtet. Drei weitere Schulen haben Interesse signalisiert.

Klein habe bereits mehrfach beim nordrhein-westfälischen Schulministerium auf die Dringlichkeit hingewiesen, die benötigten Sonderpädagogen einzustellen, damit der gemeinsame Unterricht an den Grundschulen ausgeweitet werden kann, heißt es in einer heutigen Pressemittelung von "mittendrin".

Auch die Initiative der Landesregierung, so genannte Kompetenzzentren für die sonderpädagogische Förderung einzurichten, wolle die Stadt konsequent für die Integration nutzen. "Ziel ist es, möglichst viele Kinder in den Kompetenzregionen wohnortnah in den Regelschulen zu fördern. Um hier die Entwicklung voran zu treiben, prüft die Stadt die Möglichkeit, über die zwei beim Land beantragten Kompetenzzentren hinaus in eigener Regie zehn weitere 'Kompetenzregionen' in Köln einzurichten. Dort sollen die Förderschulen mit den Regelschulen, den Kindergärten und der Offenen Jugendarbeit in einem Netzwerk zusammen arbeiten", heißt es weiterhin in der Pressemitteilung.

Michael Mertens, Schuldezernent des LVR, betonte die Bereitschaft des Landschaftsverbands, die Wende in der Schulpolitik für behinderte Kinder zu unterstützen. Der LVR betreibt allein in Köln fünf Förderschulen. Mit einem "Anreizprogramm", das derzeit erarbeitet wird, sollen die Kommunen bei der schulischen Integration unterstützt werden.

"Nach Jahren, in denen die Bedingungen im Gemeinsamen Unterricht immer schlechter geworden sind, sehe ich jetzt zum ersten Mal wieder Licht am Horizont", bilanzierte eine Lehrerin aus dem Publikum das Fachgespräch. elba
 

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