Druckversion
kobinet-nachrichten
09.05.2008 - 00:30
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org

Kassel (kobinet) "Wie in der Schule aus Vielfalt Stärke werden kann", so lautet der Titel einer Veranstaltung zum Thema Inklusion behinderter Kinder. Über diese und andere Fragen werden Prof. Dr. Andreas Hinz Universität Halle und Vertreter verschiedener Organisationen und Betroffene in der Reformschule Kassel am 15. Mai 2008 diskutieren.
Die Respektierung des Menschenrechts auf gemeinsame Bildung, wie sie aktuell von der neuen UN-Konvention gefordert wird, hätte längst konsequente Schritte zu einer "inklusiven Schule" verlangt und führt zu einer Infragestellung von Sonderschule und allgemeiner Schule zugleich.
"Schwimmen wir mit unserem Anliegen also gegen den Strom?", so fragt Prof. Dr. Andreas Hinz für Allgemeine Rehabilitations- und Integrationspädagogik von der Martin Luther-Universität Halle-Wittenberg
Viele wissenschaftliche Studien haben darauf hingewiesen, dass eine gemeinsame Bildung ein verbessertes Lernen für alle hervorbringt. Die Pädagogik kritisiert seit Jahrzehnten das mehrgliedrige Schulsystem mit seiner klassischen Aufteilung in Gymnasium, Realschule und Hauptschule. Hinzu kommt die Aufteilung für Menschen mit bestimmten Behinderungen in besondere Schulen für Praktisch Bildbare, Hörbehinderte, Sehbehinderte u.a.m..
anre
Reformschule Kassel, Schulstr. 2, Donnerstag, 15. Mai 2008 um 19 Uhr
Begrüßung: Gabriele Skischus Schulleiterin der Reformschule
Einleitung: Gabriele Jakat Vorsitzende des Schulausschusses Kassel
Vortrag: Prof.Dr. Andreas Hinz Universität Halle
Diskussion: geplantes Ende 21.30 Uhr
Veranstalter:
Elternbeirat und Förderverein der Offenen Schule Kassel - Waldau
Elternbeirat und Förderverein der Reformschule Kassel
Förderung der Autonomie Behinderter - fab e.V.
ERIK - Eltern für ein regionales Integrationskonzept
Gemeinsam leben - gemeinsam lernen e.V., Landesverband Hessen
Evangelisches Forum Kassel
Info per E-Mail Uwe.Frevert@fab-Kassel.de oder Tel. 0561 72885 17
Dr. phil. Carsten Rensinghoff schrieb am 11.05.2008, 16:38
Als selbst durch eine schwere Schädel-Hirnverletzung vom 28.02.1982, im Alter von 12 Jahren, behindert gemachter und Sonderschulerfahrungen (als Sonderschüler und später durch das Studium der Sonderpädagogik) ist nach wie vor zu bemerken, dass bei allen inklusionspädagogischen Theorien, die Betroffenen nicht in die Lehre einbezogen werden. Vernor MUNOZ schreibt doch in seinem Bericht, dass Behinderte in der Ausbildung von Behinderten im Zuge der Inklusion beteiligt sein sollen. Ebenso müssen Behinderte auf höchster Universitätsebene ihre Kenntnisse und Fähigkeiten im Sinne des Peer Supports an die behinderten bzw. nicht behinderten Studierenden weitergeben. Perfide klingt es immer, wenn Institute für Inklusionspädagogik von nicht behinderten Institutsleitern geführt werden.
© Kooperation Behinderter im Internet e.V.
Alle Rechte vorbehalten