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12.05.2008 - 07:00

Bundesregierung wankelmütig bei Streubombenverbot.

München/Dublin (kobinet) In Dublin beginnt in einer Woche am 19.05.2008 eine Konferenz mit über 100 Staaten für ein Verbot von Streubomben. Als Abschluss soll ein Vertrag über ein Verbot von Streubomben beschlossen werden. Die Bundesregierung wird wegen ihrer wankelmütigen Haltung zu dem Vertrag kritisiert.

Opfer von Streumunition werden an der Konferenz in Dublin teilnehmen, teilt Dr. Eva Maria Fischer von Handicap International Deutschland in München mit. "Streubomben bedeuten eine tödliche Gefahr für Zivilisten in 30 Ländern der Welt. 98% der bekannten Opfer stammen aus der Zivilbevölkerung", so Fischer. Bisher habe die deutsche Regierung ein Verbot von Streubomben prinzipiell begrüßt, berichtet Fischer. Zu kritisieren sei jedoch, dass die Bundesregierung jetzt vorschlage, Modelle mit geringeren Blindgängerquoten noch längere Zeit zuzulassen und bestimmte Waffen ganz vom Verbot auszunehmen. Beanstandet wurde diese Haltung letzte Woche von den Grünen im Bundestag (kobinet 08.05.2008). "Ein entsprechender Druck des Parlaments auf die Bundesregierung ist in diesen Tagen besonders wichtig", so die Sprecherin von Handicap International Deutschland. hjr
 

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