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12.05.2008 - 07:55

Familienpflege für behinderte Kinder ermöglichen.

Berlin (kobinet) Die geringe Unterbringung von behinderten Kindern und Jugendlichen in Pflegefamilien bemängelt der Behindertenbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Hubert Hüppe. Familienpflege müsse als Leistung der Eingliederungshilfe im SGB XII jetzt ausdrücklich geregelt werden, damit mehr behinderte Kinder in einem familiären Umfeld aufwachsen können, fordert der Unionspolitiker.

Die Sozialämter bringen behinderte Kinder fast ausschließlich in Heimen und nicht in einer Pflegefamilie unter, stellte Hüppe fest. "Viele Sozialämter sind der Auffassung, Familienpflege sei keine Leistung der Eingliederungshilfe nach dem SGB XII", berichtet Hüppe.

Sozialämtern fehlen außerdem häufig Kontakte zu Pflegefamilien, die bereit und in der Lage seien, ein behindertes Kind aufzunehmen. "Wird Familienpflege als Leistung der Eingliederungshilfe im SGB XII ausdrücklich geregelt, so werden mehr Sozialämter Familienpflege leisten", so Hüppes Vorschlag. Hierdurch steige die Nachfrage nach Pflegefamilien. Dienste für die Vermittlung und Betreuung von Pflegefamilien und flächendeckende Strukturen der Familienpflege könnten dann entstehen.

"Seelisch behinderte und nicht behinderte Kinder und Jugendliche werden nach dem SGB VIII häufig in Pflegefamilien untergebracht. Im SGB VIII ist die Betreuung in Pflegefamilien als Leistung ausdrücklich normiert", gibt Hüppe zu bedenken. Es werde Zeit, dass jetzt endlich auch für körperlich und sogenannte "geistig" behinderte Kinder mehr Möglichkeiten geschaffen werden, in einer Familie aufzuwachsen. hjr
 

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Wasilios Katsioulis schrieb am 15.05.2008, 15:48

Bravo!

das ist eine sehr wichtige Initiative!

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