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13.05.2008 - 06:28

Geld allein pflegt keine Menschen.

Düsseldorf (kobinet) Für die Zukunft einer menschenwürdigen Pflege brauchen wir nach Ansicht der Behindertenbeauftragten von Nordrhein-Westfalen, Angelika Gemkow, Menschen, die ein Herz für andere Menschen haben, die anpacken und pflegen. Geld allein pflege keine Menschen, erklärte sie zum gestrigen Internationalen Tag der Pflege.

"Die Pflege und Unterstützung behinderter und älterer Menschen ist eine wichtige gesellschaftspolitische Aufgabe, die uns alle vor große Herausforderungen stellt. Angesichts der demographischen Entwicklung wird deutlich: Das Engagement von Familien und Ehrenamtlichen im Bereich der Pflege ist unverzichtbar", so die Landesbehindertenbeauftragte. In Nordrhein-Westfalen leben fast 1,7 Millionen Menschen mit einer Behinderung von 50 Prozent und mehr. Von den 1,7 Millionen Menschen mit Behinderung sind 1,1 Millionen Menschen über 60 Jahre alt. Dazu kommen 460.000 pflegebedürftige Menschen.

"Durch den sozialen Wandel und die Veränderung familiärer Strukturen nimmt die Möglichkeit zur häuslichen Pflege und Hilfe immer weiter ab. Um eine menschenwürdige Pflege auch morgen sicherstellen zu können, ist es wichtig die soziale Energie und Kompetenz der Menschen stärker zu fordern und zu fördern: in den Familien, durch verpflichtende Sozialpraktika, in den Schulen oder am Arbeitsplatz. Zu einer guten Pflege gehören der Mensch, sein Herz, sein Wille und viel soziales Engagement. Darum kann ich nur immer wieder fordern, wie ich das jahrelang als Vorsitzende der Enquete-Kommission 'Situation und Zukunft der Pflege' getan habe: Wir müssen die soziale Energie der Menschen fördern und fordern. Wir müssen die Pflegenden pflegen, ihre Leistung anerkennen, ihnen Entlastung und Unterstützung geben", so Angelika Gemkow. moh
 

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Luis Alberto Fernández Vidaud schrieb am 13.05.2008, 06:58

Ein wahres Wort ausgesprochen -- selten in der Pol

Sehr geehrte Frau Gemkow,

mit Ihren Worten haben Sie mich gerührt und mein Herz getroffen.

Selten kommt es in der Politik vor, daß die Wahrheit so ausgesprochen wird, wie es Ihnen gelungen ist.

Ich danke Ihnen für diese bewegenden Worte, die sich hoffentlich in der Praxis des Lebens niederschlagen werden.

Ihr


Luis

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