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kobinet-nachrichten
22.05.2008 - 08:13
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org

Düsseldorf (kobinet) "Einmal arm, immer arm? Keine Chance ohne Bildung in Schule und Beruf", so sieht der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen die derzeitige Situation.
"Armut stellt sich nicht nur in Zahlen und Berichten dar, Armut hat ein Gesicht. Zum Beispiel das von Kindern aus Familien, in denen Eltern von Hartz IV leben oder ergänzende Sozialhilfe benötigen, weil die Löhne zu niedrig sind. Kinder, deren Bildungschancen und damit berufliche Perspektiven von vornherein minimal sind", so der nordrhein-westfälische VdK-Landesvorsitzende Ulrich Schmidt zum neuen Armutsbericht der Bundesregierung. Gesundheitliche Unterversorgung, niedrige Bildung, schlechte Chancen am Arbeitsmarkt, zu geringe Löhne - Armut ziehe sich durch das gesamte Leben bis hin zur Rente, die dann oft trotz Erwerbstätigkeit nicht höher ausfalle als die Grundsicherung.
"Menschen brauchen Perspektiven und Menschen brauchen das Gefühl, ein Teil der Gesellschaft zu sein. Der Staat muss hierfür die Voraussetzungen schaffen, zum Beispiel durch Löhne, von denen man leben kann. Fast jedes vierte Kind in NRW lebt in einkommensarmen Familien, das zeigte bereits der Sozialbericht NRW 2007. Wir fordern gerade für die Schwächsten in der Gesellschaft die Anhebung der Hartz-IV-Sätze von 347 auf 420 Euro, die Förderung der Chancengleichheit im Bildungswesen durch den flächendeckenden Ausbau von Ganztagsbetreuung und Ganztagsschulen, Lernmittelfreiheit sowie die Bereitstellung von kostenloser Schulverköstigung", stellte Schmidt klar. moh
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