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20.06.2008 - 07:02

Czyz steht im Tor.

Duisburg (kobinet) Deutsche Sportler mit einer körperlichen Behinderung brechen heute nach Basel auf. Im St. Jakob-Stadion treten sie gegen eine Schweizer Handicap-Mannschaft zum Fußball-Match an - 75 Minuten vor dem Anpfiff des EM-Viertelfinalspiels Niederlande gegen Russland. Das Tor der Deutschen hütet Leichtathlet Wojtek Czyz.

2x7 Minuten werden auf dem Kleinfeld gespielt. "Ich freue mich sehr auf dieses Event. Da werden die Zuschauer sehen, was man trotz Behinderung alles mit einem Ball anstellen kann", kündigte Czyz an, der Paralympicssieger, der als Torwart eingesetzt wird.

Die deutsche Mannschaft unter Leitung des Cheftrainers Dr. Ralf Otto setzt sich zusammen aus erfolgreichen Skiläufern, Leichtathleten und Radsportlern. Mit dabei sind neben Wojtek Czyz aus Nordrhein-Westfalen die Leichtathleten Marcus Ehm, Baden-Württemberg, Dr. Uli Spengler, Hamburg, Christopher Hoffmann, Nordrhein-Westfalen, Josip Jovanovic, Bayern, Mathias Schulze, Sachsen-Anhalt. Ski alpin ist im Team mit Gerd Schönfelder aus Bayern und Frank Pfortmüller aus Niedersachsen vertreten, Ski nordisch mit Jörg Baldauf aus Bayern und Martin Haag aus Baden-Württemberg. Die Radsportler Wolfgang Stöckl aus Bayern und Thomas Messer aus Baden-Württemberg komplettieren das Team.

Die Begegnung ist Bestandteil des Projekts "Football for All", das von der Dachorganisation Plusport Behindertensport Schweiz und der UEFA ins Leben gerufen wurde. Es soll zeigen, dass Fußball auch von Menschen mit Handicap gespielt werden kann und hat das Ziel, die Anerkennung des Behindertensports zu fördern.

Zu diesem Zweck werden bis 22. Juni vor jedem Viertelfinalspiele der Euro 2008 in Basel und Wien Demonstrations-Fußballspiele zwischen Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen ausgetragen. Neben den körperlich Behinderten aus Deutschland und der Schweiz werden blinde Fußballer aus England und Spanien, Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung aus Österreich (wo die Lebenshilfe diesen Begriff längst abgeschafft hat) sowie Sportler mit einer cerebralen Behinderung aus Irland und Holland gegeneinander antreten. sch

 

 
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