Berlin (kobinet) Die Panke-Schule in Berlin hat eine tolle Küche mit einem sehr engagierten Koch und einer Helferin. Doch die Schulküche soll zum 1. Januar 2009 geschlossen werden. Die behinderten Kinder an der 1991 gegründeten Ganztagsschule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt "Geistige Entwicklung" müssten künftig durch einen Caterer versorgt werden. In einem Leserbrief an die Berliner Zeitung setzte sich heute die Elternsprecherin der Panke-Schule dafür ein, dass die Küche mit Erziehungsfunktion erhalten bleibt.
Erklärtes Ziel der Bildungs- und Erziehungsarbeit der Pädagogen der Panke-Schule ist es, die Schüler zu Persönlichkeiten reifen zu lassen, die sich in sozialer Integration selbst verwirklichen können. Die 2001 mit erheblichen Aufwand sanierte Küche hat bisher dabei geholfen.
Alle Kinder werden in die Arbeiten mit eingebunden: den Essenwagen holen, beim Geschirrausräumen helfen, Kräuter im Schulgarten ziehen. Die Oberstufe veranstaltet dreimal im Jahr einen öffentlichen Restaurantabend. Die Schüler kochen das Menü, bedienen und kassieren. Doch das geht nur mit Hilfe des Küchenpersonals, das jetzt aus Kostengründen eingespart werden soll.
Mit ihrem Küchenprojekt hat die Panke-Schule den berlinweiten Wettbewerb "Praktisches Lernen" gewonnen. Die Abschlussstufe führt Praktika in der Schulküche durch. Im nächsten Schuljahr soll es ein Schülercafé geben.
Die Elternvertreter wandten sich am 11. Juni an die Bezirksverordneten, damit die Entscheidung der Stadträtin zurückgenommen wird. Prominente Hilfe erhoffen sie auch von Sarah Wiener und ihrem Verein, der das Essen für Schulkinder nachhaltig verbessern will. sch