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kobinet-nachrichten
26.06.2008 - 12:55
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org

Frankfurt am Main(kobinet) Ellen Engel von der Deutschen Bahn hat heute erklärt, dass die Teilprivatisierung Freiräume und zusätzliche Mittel unter anderem auch für Barrierefreiheit ermögliche. Die Leiterin der Kontaktstelle für kundenbezogene Behindertenangelegenheiten betonte in ihren Anmerkungen zu einer Presseerklärung von Arnd Hellinger (kobinet 24.06.08), der DB-Konzern leiste einen wichtigen Beitrag, um dem Ziel des Gleichstellungsgesetzes für behinderte Menschen, nämlich Barrierefreiheit und Gleichstellung immer näher zu kommen.
Mit dem Programm der DB sei es bereits gelungen, in wesentlichen Punkten Barrierefreiheit mit den Interessen eines wettbewerbsorientierten Dienstleistungsunternehmens in Einklang zu bringen. "Ein Vergleich der Servicequalität, die die Deutsche Bahn AG heute für behinderte Menschen bietet, mit der Ausgangssituation der Deutschen Bundesbahn bzw. der Deutschen Reichsbahn vor 1994 zeigt, dass gerade die unternehmerisch ausgerichtete Deutsche Bahn AG im Laufe der letzten vierzehn Jahre erhebliche Verbesserungen für die Mobilität behinderter Menschen erreicht hat. Dies betrifft nicht nur die Infrastruktur der Bahnhöfe und die Verkehrsmittel selbst, sondern auch die Betreuung der Fahrgäste", betonte Engel. Die angesprochenen Nachteilsausgleiche des SGB 9, § 126 blieben - unabhängig von der Frage der Teilprivatisierung - behinderten Reisenden auch künftig erhalten.
Die Nachfolgegeneration der lokbespannten Züge werde selbstverständlich beschafft. Die diesbezüglichen Lastenhefte seien bereits erstellt und die Ausschreibung der neuen Fahrzeuge werde noch in diesem Sommer abgeschlossen sein. Die TeilnehmerInnen der begleitenden Arbeitsgruppe zum Programm wurden bereits informiert, inwiefern auch die Kriterien der Barrierefreiheit in die Lastenhefte mit eingeflossen sind.
"Allen Menschen, insbesondere Menschen mit Behinderungen, an jedem Ort Zugang zu Zügen der Deutschen Bahn AG zu gewährleisten, ist eine gewaltige Aufgabe und erfordert enorme finanzielle Mittel. Die barrierefreie Ausstattung auch kleinerer Bahnhöfe kann mit den derzeitigen finanziellen Möglichkeiten der öffentlichen Hand, aber auch der Deutschen Bahn nicht realisiert werden", so Engel. sch
Monica Cotton Wally Schroeder schrieb am 18.09.2008, 11:09
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Richelle Wilkinson Amanda Edwards schrieb am 17.09.2008, 20:44
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Christiane Creutzburg schrieb am 05.07.2008, 19:24
Haben Sie noch nicht gehört, dass in der Kürze die Würze liegt?
MfG
Creutzburg
Alexander Drewes schrieb am 04.07.2008, 20:26
Sehr geehrter Herr Iglu,
mir wäre nicht bewusst, dass ich ein Redaktionsmitglied dieses Mediums bin. Ergo ist doch niemand verpflichtet, Leserbriefbeiträge von mir zu lesen, selbst wenn er dieses Medium schätzt.
Ich halte mir auch hinsichtlich des letzten von Ihnen gelobten Beitrages zugute, da derselbe dem Grunde nach nicht mehr der meine ist.
Es macht auch keinen Sinn mehr, in diesem Medium - und sei es in Leserbriefen - zu veröffentlichen, da diese (Leserbrief-)Redaktion eine ganz bestimmte journalistische und intellektuelle Tendenz verfolgt (wie Sie ja augenscheinlich auch).
Ergo, wozu sich noch die Mühe machen und hier Hintergründe einstellen, über die hier im Berichtsteil nichts reportiert wird. Im günstigsten Fall wird der eigene Beitrag verhunzt oder gleich ganz demontiert.
Wie auch immer, Sie haben Recht und ich meine Ruhe.
Ich will mich dann diesem Medium künftig auch durchaus hier nicht mehr antun, diesen Kleinkrieg kann nur derjenige gewinnen, der am längeren Hebel sitzt, und das sind vorliegend diejenigen, die redigieren. Ergo macht man halt sein eigenes - und hoffentlich besseres - Ding.
Und tschüs.
Bernd Iglu schrieb am 03.07.2008, 07:24
Hallo Herr Drewes,
Ihr letzter Beitrag ist doch das Beste: kurz, präzise und verständlich - fast schon einfache Sprache und damit fast schon frei von sprachlichen Barrieren. Wenn die anderen Beiträge es auch gewesen wären, ...
Sprache, ist sie noch so ausgefeilt und abgehoben, kann auch diskriminieren. Der Inhalt ist sicher für bestimmte Menschen interessant. Vielleicht hat da jemand Verständnis mit dem Rest der Welt, im Vergleich zu Ihnen.
Gute Schreiber schauen sicher den Menschen auf's Maul, um dann verstanden zu werden. Ich verstehe Sie immer weniger.
Beste Grüße Bernd Iglu.
Alexander Drewes schrieb am 02.07.2008, 21:42
Zwischenzeitlich scheint die Leserbriefredaktion nichts Besseres mehr zu tun zu haben, als Beiträge völlig sinnfrei zu kürzen ...
Alexander Drewes schrieb am 02.07.2008, 19:02
Hat die Redaktion der "kobinet-nachrichten" jetzt neuerdings so wenig zu tun, dass sie sich schon bemüßigt fühlt, meine Unterschrift und e-Mail-Adresse aus manchen Beiträgen meint streichen zu müssen (das scheint sie - nebenbei - bei manch anderem auch zu tun, und z.B. Arnd Hellingers Beiträge sind regelmäßig so sachlich, dass es schon ein Unding ist, seinen Namen aus seinem Beitrag einfach zu löschen).
Ich fände es ja noch nachvollziehbar, wenn inhaltlich an meinen Beiträgen herum gekrittelt würde (das scheint dann spätestens seit heute wohl auch der Fall zu sein; neuerdings entblödet man sich hier ja nicht einmal mehr, einen in keiner Weise zur Sache gehörenden Beitrag stehen zu lassen, meine Antwort hingegen - immerhin den Sinngehalt meines Leserbriefes noch ansatzweise bestehen lassend - auf einen einzigen Satz zusammen zu kürzen), schließlich gehe ich seit einiger Zeit nicht mehr sonderlich sanft mit dieser Redaktion um.
Natürlich ist es auch dieser Redaktion unbenommen, Leserbriefbeiträge zu kürzen ...
Arnd Hellinger schrieb am 01.07.2008, 19:42
Dass Frau Engel als abhängig Beschäftigte der DB Mobility Logistics AG - so nennt sich der zu privatisierende Bereich der DB seit 1. Juni offiziell - gehalten ist, öffentlich trotz besseren Wissens die Ansichten ihres Arbeitgebers zu vertreten, verwundertt nicht wirklich. In dieses Dilemma können Mitarbeitende JEDER Institution geraten.
Was aber Verwunderung stiftet: Wenn bereits ein abgestimmtes Lastenheft für IC-Nachfolgefahrzeuge existiert, warum verschweigt Frau Engel uns dann in ihren Einlassungen konkrete Eckdaten? Es wäre nämlich bspw. durchaus interessant zu erfahren, wie man sich bei DB ML den barrierefreien Ein-/Ausstieg an - zumal unbesetzten - Bahnhöfen mit Bahnsteighöhen von 22 cm bis 76 cm (bei Umleitung über S-Bahn-Gleise sogar 96 cm) denn nun so vorstellt.
Auch zur Problematik zunehmend "schaffnerlos" fahrender Züge. deren Einstiergihilfen mangels Zugbegleiter nicht mehr benutzt werden können, bleibe Frau Engel uns eine Erklärung schuldig. Die Mitarbeiter wurden übrigens abgezogen, obwohl DB Regio seit mehreren Jahren Gewinne in neunstelliger Höhe ausweist. Wie, wenn nicht mit Renditedruck, möchte die Bahn dieses Vorgehen bitte erklären?
Die von Frau Engel erwähnten Bahnhofsumbauten waren übrigens in ihrer Mehrzahl schon zu Zeiten von Reichs- bzw. Bundesbahn geplant - sie wurden und werden übrigens zu 86 Prozent steuerfinanziert ...
Drewes Alexander schrieb am 01.07.2008, 19:41
Soweit Engel die Behauptung aufstellt, durch die Schaffung des BGG sei die Gleichstellung (das kann sich ja wohl nur auf Arbeitnehmer des Konzerns DB AG beziehen) und Barrierefreiheit bei der DB AG auf deren Eigeninitiative wesentlich befördert worden, so ist dies ersichtlich falsch.
Weder hat sich die Situation für körperbehinderte Reisende umgreifend verbessert (dort, wo in Stationen investiert wurde, war dies nach Baurecht regelmäßig zwingend vorgeschrieben, fußte also keineswegs auf dem freien Willen der DB AG). Dass es für behinderte Reisende eine wesentliche Verbesserung gegenüber der Situation vor 1994 gegeben haben soll, kann ich - für mich, ich bin aber "nur" sinnesbehindert so eingeschränkt, dass es mir negativ auffällt - in nahezu keinem Fall bestätigen. Die Anschlussdichte der Umsteigeverbindungen ist geringer geworden, das Preisniveau wurde in den letzten 14 Jahren um weit mehr als die bereinigte Inflationsrate erhöht (ohne dass dem eine für den hier interessierenden Personenkreis auch nur ansatzweise tatsächliche Verbesserung erfolgt wäre), der Service wurde in den letzten Jahren bereits in einem vorher kaum vorstellbaren Maße zurückgefahren.
Auch bei der Beschaffung neuen Zugmaterials handelt die DB AG weniger auf freiwilliger Basis (wie Engel dies unterschwellig suggeriert), sondern weil die DB AG als nach wie vor überwiegendes Bundesunternehmen dazu schlichtweg verpflichtet ist. Daneben ist es eine Fama, wenn Engel behauptet, dass Barrierefreiheit bereits heute, wo dies möglich wäre, umfassend hergestellt würde. Vielmehr zieht sich der Konzern auf den Rechtsstandpunkt zurück, er müsse Haltestellen nur dann barrierefrei ausgestalten, wenn es ein bestimmtes tägliches Minimum an Fahrgästen dort gebe; Haltepunkte sind von der Herstellung von Barrierefreiheit mithin überhaupt nicht umfasst.
Arnd Hellinger ist deswegen vollinhaltlich darin Recht zu geben, dass die Privatisierung auch nur von Teilen der DB AG zu einer weiteren massiven Verschlechterung des Serviceangebotes führen wird.
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