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kobinet-nachrichten
26.06.2008 - 13:03
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org

Kassel (kobinet) Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e.V. Heidelberg veranstaltet am 9. Oktober 2008 eine Fachtagung in Kassel mit dem Titel: "Welche Bordmittel braucht die inklusive Schule?" Die Schirmherrschaft hat die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Karin Evers-Meyer; die fachliche Leitung hat Prof. Dr. Sieglind Ellger-Rüttgardt, Lehrstuhl allgemeine Sonderpädagogik, Institut für Rehabilitationswissenschaften der Humboldt-Universität Berlin; Leiterin des Ausschusses "Schule und Erziehung" der DVfR übernommen.
Zielgruppe dieser Tagung sind Fachleute der Bildung und Erziehung behinderter/nichtbehinderter junger Menschen, Eltern- und Schülervertreter von allgemein- und behindertenpädagogischen Bildungseinrichtungen, Selbsthilfeorganisationen behinderter Menschen, Vertreter der Bildungspolitik, der Erziehungswissenschaften sowie von Sozialverwaltungen und Rehabilitationsträgern.
"Um das Ziel "Eine Schule für Alle" zu erreichen, bedarf es umfassender Änderungen sowohl an unseren Schulen in struktureller Hinsicht, als auch in der Ausbildung von allen im System Schule arbeitenden Professionen. Es ist jetzt an der Zeit darüber nachzudenken, welcher Mittel die inklusive Schule bedarf, um der Individualität und den Bedürfnissen aller Kinder gerecht zu werden.
Ich erhoffe mir von dieser Tagung wichtige Impulse, um auch in Deutschland den gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderungen gesellschaftliche Normalität werden zu lassen." so die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen Karin Evers-Meyer in ihrem Tagungsgrußwort.
Das Tagungsprogramm mit dem gesamten Grußwort und den Anmeldemodalitäten können Sie im Internet unter www.dvfr.de unter Veranstaltungen, Themen und Termine 2008 herunterladen. anre
Alexander Drewes schrieb am 26.06.2008, 16:40
So kommt´s, wenn man als Blindfisch ab und an auch am Laptop arbeitet und einen Beitrag nach dem Lesen nicht mehr kontrolliert.
Es muss natürlich zum einen "Ich, der ich selbst wissenschaftlich außerordentlich an der Weiterentwicklung des Themas Inklusion interessiert bin, ..." statt "Ich, der ich selbst wissenschaftlich außerordentlich Inklusion bin", zum anderen fehlen beim letzten Satz "Vom völligen Fehlen jeglicher Kommentierung oder Glossierung von Beiträgen einmal ganz zu schweigen, auch dadurch haben sich die kobinet-nachrichten in früheren einmal - positiv - ausgezeichnet" zwischen früheren und einmal die Zeiten, in denen nicht alles besser, aber immerhin ersichtlich kritischer war.
Mag. jur. Dipl.-Psych. Alexander Drewes (LL.M.)
mailto:Drewes.Alexander@web.de
Alexander Drewes schrieb am 26.06.2008, 16:09
Die hier vorgestellte Fachtagung "Welche Bordmittel braucht inklusive Schule" zeichnet sich in geradezu skandalöser Weise dadurch aus, dass in der typischen Betriebsblindheit, die den DVfR leider auch ansonsten "auszeichnet", sich kein einziger behinderter Mensch auf dem Podium findet; man hat es seitens des Veranstalters nicht einmal für nötig befunden, einen Betroffenenvertreter für die abschließende Podiumsdiskussion einzuladen, obwohl sich die Veranstaltung ausdrücklich auch an Selbsthilfeorganisationen richtet. Dass sich Fr. Evers-Meyer als Schirmherrin für diese Veranstaltung hergibt, auf der zwar Inklusion draufsteht, die inhaltlich hier aber gar nicht nachvollzogen werden will, spricht nun wiederum eine deutliche Sprache hinsichtlich dieser von mir zunehmend weniger geschätzten Beauftragten der Bundesregierung über die Belange behinderter Menschen (von einem "für" kann hier wohl kaum noch die Rede sein). So wird auch hier der konstruktive Ansatz aus dem Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderung 2003 "Nicht über uns ohne uns" wieder einmal vollständig konterkariert. Ich fordere die Betroffenenverbände deshalb auf,
diese Veranstaltung zu boykottieren und dies dem Veranstalter auch begründet mitzuteilen. Ich, der ich selbst wissenschaftlich außerordentlich Inklusion bin, werde dies für meinen Teil tun, wenn sich die Veranstalter nicht dazu durchringen können, eine wesentlich veränderte Gestaltung ihres Programms vorzunehmen.
Daneben: Für eine Eintagesveranstaltung mit einem solchen Programm 95,- € pro Teilnehmer zu verlangen, ist zum einen eine Unverschämtheit, zum anderen für einen Großteil der hier angesprochenen Klientel (und die Betroffenen sind ja zumindest im Rubrum der Einladung ausdrücklich aufgefordert, an der Veranstaltung teilzunehmen) gar nicht leistbar. Aber, ich denke, das weiß die DVfR und will selbst hier bewusst ausgrenzen.
Insofern ist man mittlerweile schon versucht, die Redaktion der kobinet-nachrichten allmählich dazu aufzurufen, beim Einstellen von Beiträge (so viele sind das ja mittlerweile täglich auch nicht mehr und die Redaktion sollte dafür zwischenzeitlich groß genug sein) wenigstens in Ansätzen darauf zu achten, was (und vor allem: über wen) da eigentlich so veröffentlicht wird. Ein wenig Grundrecherche sollte selbst in einer Redaktion möglich sein, die es sich zwischenzeitlich auf die Fahnen geschrieben hat, nur noch Nachrichten transportieren zu wollen, ohne auf die hierfür auch nötige Einordnung und Darstellung der (Un)Wichtigkeit einer Nachricht bewerten zu wollen. Vom völligen Fehlen jeglicher Kommentierung oder Glossierung von Beiträgen einmal ganz zu schweigen, auch dadurch haben sich die kobinet-nachrichten in früheren einmal - positiv - ausgezeichnet.
Mag. jur. Dipl.-Psych. Alexander Drewes (LL.M.)
mailto:Drewes.Alexander@web.de
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