Erfurt (kobinet) Das Projekt "IMANA" zur Qualifizierung und Vermittlung von arbeitslosen Schwerbehinderten wurde in dieser Woche in Erfurt gestartet. Thüringens Behindertenbeauftragter Dr. Paul Brockhausen meint: Wirtschaftlicher Aufschwung muss auch bei Menschen mit Behinderungen verstetigt werden
Das Projekt läuft bis 31.12.2009 und wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und der ARGE SGB II Erfurt gefördert. Die Maßnahme soll über je neun Monate zwei Gruppen von jeweils 15 arbeitslosen behinderten Menschen zugute kommen, bestehend aus sechs Monaten Qualifizierung und drei Monaten Praktikum. Ziel ist es, im Anschluss an das Integrationsprojekt einen betrieblichen Arbeitsplatz für Menschen mit Behinderungen zu finden.
Der Beauftragte für Menschen mit Behinderungen, Dr. Paul Brockhausen, erwartet bei einem Erfolg des Projekts eine Ausdehnung auf ganz Thüringen: "Die Thüringer Wirtschaft kann es sich auf Dauer nicht leisten, das Potenzial schwerbehinderter Arbeitnehmer in Zeiten des sich abzeichnenden Fachkräftemangels ungenutzt zu lassen. Erste Anzeichen dafür gibt es. Die Fähigkeiten Schwerbehinderter werden oft unterschätzt und mit Vorbehalten betrachtet. Dabei sind behinderte Menschen als viel geübte Überlebenskünstler oft hoch motiviert, kreativ und nicht weniger leistungsfähig. Ich bin dem Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft sehr dankbar, dass es keine Mühen gescheut hat, meiner Bitte nach Auflegung eines nahe an der Wirtschaft angesiedelten Qualifizierungs- und Vermittlungsprojektes für schwerbehinderte Arbeitslose zu entsprechen. Das Bildungswerk arbeitet arbeitgebernah, ist in Netzwerke Thüringer Unternehmen integriert und genießt deren Vertrauen." sch
Peter Hilpmann schrieb am 05.07.2008, 20:10
Liebe Leser und Leserinnen von Kobinet!
Seit dem Fall Martina Köppen (Antidiskriminierungsstelle des Bundes)
weis ich das nur noch eine Beschäftigung für Menschen mit Behinderun-
gen in einer Integrationsfirma möglich ist. Als Alternative gibt es nur
Arbeitslosigkeit.
Bei uns in Wilhelmshaven gibt es jetzt so etwas ähnliches wie eine Inte-
grationsfirma. Die Beschäftigung ist auf 9 Monate befristet.
Diese Firma wird Soziale Fabrik(Sofa) genannt. Was die Mitarbeiter
dort machen ist so geheim, das sie selber nicht wissen was sie tun.
Eine Beschäftigung bei der Stadt ist nicht möglich, weil der zuständige
Dezernent es nicht will. Der Grund Wirtschaftslobbyist wie Martina Köppen.
Mit freundlichem Gruß
Peter