
Mainz (kobinet) Der Projektleiter des Projekts GIB - Ganzheiltiche Integration behinderter und chronisch kranker Migrantinnen und Migranten und arbeitsmarktpolitische Sprecher der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), Hans-Peter Terno, fordert die barrierefreie Gestaltung der Einbürgerungstests und unterstützt die Forderung nach der Verschiebung deren Einführung.
"Die Forderung der rheinland-pfälzischen Landesbeauftragten für Migration und Integration, Maria Weber, die Einführung der Einbürgerungskurse zum 1.9.2008 zu verschieben, findet meine volle Unterstützung", erklärte Hans-Peter Terno nach einem Gespräch mit dem Landesbehindertenbeauftragten von Rheinland-Pfalz, Ottmar Miles-Paul. Terno moniert, dass trotz des langen gesetzlichen Vorlaufes bislang weder die Rechtsverordnung in Kraft ist, noch eine Handreichung für den Kurs besteht. "Es ist überhaupt noch nicht klar, inwieweit dieser Kurs auf die besonderen Bedürfnisse von Migrantinnen und Migranten, die gehörlos oder ertaubt, blind oder sehbehindert, Analphabeten oder Menschen mit Lernschwierigkeiten sind, abgestimmt ist", sagte Terno. Er forderte, dass die Gleichstellungsgesetze des Bundes und der Länder voll auf die Einbürgerungsgesetze angewendet werden. moh