
Wiesbaden (kobinet) In den verschiedenen Kassen der gesetzlichen Sozialversicherung ist zum Ende des ersten Quartals ein Defizit von 3,7 Milliarden Euro aufgelaufen. Medienberichten zufolge waren das rund zehn Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte standen den Ausgaben von 117,8 Milliarden Euro Einnahmen von 114,1 Milliarden Euro gegenüber. Die Sozialversicherung umfasst die gesetzliche Kranken-, Pflege-, Unfall-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung.
Das Defizit der Rentenversicherung fiel von Januar bis März mit 1,3 Milliarden Euro geringer aus als im Vorjahr (2,1 Milliarden). Der Fehlbetrag der gesetzlichen Krankenversicherung stieg hingegen von 0,8 auf 1,1 Milliarden Euro. Bei der Arbeitslosenversicherung machte sich die Senkung des Beitragssatzes auf 3,3 Prozent zum Jahresbeginn bemerkbar: Die Einnahmen gingen auf 8,7 Milliarden Euro zurück. Die Ausgaben sanken zugleich auf 9,7 Milliarden Euro. Damit wies die Arbeitslosenversicherung 1,0 Milliarden Euro Defizit aus (1,7 Milliarden). moh