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22.07.2008 - 13:23

EU-Verordnung zum barrierefreien Reisen tritt in Kraft.

Düsseldorf (kobinet) Nordrhein-Westfalens Landesbehindertenbeauftragte Angelika Gemkow hat heute im Zusammenhang mit der EU-Verordnung zum barrierefreien Reisen erklärt, dass die Flughäfen im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland startklar sind.

"Behinderte und in der Mobilität eingeschränkte Menschen können sicher sein: Unsere Flughäfen in Nordrhein-Westfalen sind startklar. Sie haben sich gut auf das Inkrafttreten der neuen EU-Verordnung zum barrierefreien Reisen für behinderte und mobilitätsbeschränkte Menschen vorbereitet", so Gemkow bei einem Besuch des Düsseldorfer Flughafens. "Die Reisenden erwartet eine funktionierende Servicekette. Bereits beim Erreichen des Flughafens können sie sich an ausgewiesenen Punkten melden. Die Fluggäste erhalten dann Hilfe- und Unterstützungsleistungen, die auf ihre besonderen Bedürfnisse zugeschnitten sind."

Die EU-Verordnung über die Rechte von behinderten Flugreisenden und Flugreisenden mit eingeschränkter Mobilität tritt am 26.7.2008 in Kraft. Sie sieht vor, dass keinem Menschen die Beförderung mit einem Flugzeug aufgrund seiner Behinderung verweigert werden darf. Zugleich sollen behinderte Menschen und Personen mit eingeschränkter Mobilität unentgeltlich die Hilfe erhalten, die sie benötigen, um die gleichen Flugreisemöglichkeiten zu haben wie jeder andere Fluggast auch.

Die Flughafenbetreiber in Nordrhein-Westfalen haben in Vorbereitung auf das Inkrafttreten der Verordnung im letzen Jahr in enger Zusammenarbeit mit der Landesbehindertenbeauftragten und der Behindertenselbsthilfe noch vorhandene Barrieren auf ihren Flughäfen abgebaut und ihr Serviceangebot weiterentwickelt.

"Mobilität ist das A und O für die Menschen mit Behinderung", betonte Gemkow. "Sie ist eine wichtige Voraussetzung für ihre Teilnahme am Leben in unserer Gesellschaft. Die Serviceangebote der Flughäfen stellen sicher, dass Menschen mit Behinderung oder Mobilitätseinschränkungen problemfrei reisen können." sch


 

 
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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Peter Kohlhaas schrieb am 09.08.2008, 13:21

War alles technisch schon da

Wie immer, war alles schon technisch entwickelt und vorhanden !
Schon Anfang der 90er gab es den "Onboard-Wheelchair", sprich ein an Bord
befindlicher schmaler Rollstuhl, klein, sicher nicht komfortabel, aber wie soll es auch
sonst gehen, bei der Enge.
Nichts ist, soweit ich weiss, ist zu schwer, oder zu unhandlich , oder, oder ....
Zum barrierenfreien WC:
Auch das wurde damals schon fertig entwickelt von der DASA, weitere Firmen arbeiten derzeit daran, nur: Wenn die Fluglinien nicht wollen, geht eben garnichts !!
Genau wie der Einstieglift in den ICE, wenn der Lift zu schwer sein soll, lt. DB-Chef Mehdorn, was dann ? Man muß sich nur mal vorstellen, die paar "hunderte Kilo" bei einem Gesamtgewicht von wieviel Tonnen des ICE ?
Es zeigt doch nur die Hochnäsigkeit in den entsprechenden Vorständen, egal ob Lufthansa oder DB.

Im übrigen: wenn der Flughafen Leipzig nichtmal fähig ist, eine behindertengerechte Toilette zu bauen, und das am Boden.
Glaubt ihr nicht ? Kein Haken zum Aufhängen der Kleider, d.h. ich legte meine Jacke auf den einzig möglichen Platz, das Waschbecken.
Ha, ich hatte nicht an den automatischen Bewegungsmelder am Wasserhahn gedacht. Eigentlich wollte ich nicht das WC putzen, jedenfalls stand es ziemlich unter Wasser.

Kay Macquarrie schrieb am 22.07.2008, 16:25

Servicekette lückenhaft

Die Flughäfen mögen ja mittlerweile ausgebaut sein. Absolut nicht barrierefrei bleibt die Situation im Flugzeug selbst. In keinem Flugzeug im innereuropäischen Flugraum gibt es eine barrierefreie Toilette. Das bedeutet für Passagiere mit eingeschränkter Mobilität wie zum Beispiel Rollstuhlfahrern, dass Sie nach wie vor auf europäischen Flügen keinen Zugang zu einer Toilette haben. Sie werden wenig bis gar nichts trinken können und einer weitaus erhöhten Thrombosegefahr ausgesetzt sein.

Die Situation für PRM's bleibt diskriminierend und entspricht nicht dem Zeitgeist einer offenen und sozialen Gesellschaft.

weitere Informationen zum Thema Fliegen und Barrierefreiheit findet sich auf meinem Blog www.rechtaufklo.de

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