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25.07.2008 - 19:26

Nachsorge für früh- und risikogeborene Kinder gefördert.

Von kobinet-Korrespondent Keyvan Dahesch

Bamberg (kobinet) Bayerns Landesregierung fördert Projekte der Nachsorge für früh- und risikogeborene Kinder. "Die rasante Entwicklung der Kinderintensivmedizin und die hoch technisierten Behandlungsmethoden haben dazu geführt, dass heute neun von zehn Frühgeborenen überleben. Mittlerweile können auch extrem unreife Frühgeborene am Leben erhalten werden und ihre normale geistige und körperliche Entwicklung kann in vielen Fällen gesichert werden", sagte Bayerns Familienstaatssekretärin Melanie Huml heute in Bamberg. "Dennoch treten häufig Entwicklungsverzögerungen auf. Etwa ein Drittel dieser Kinder entwickelt sich normal, ein Drittel weist leichtere Entwicklungsverzögerungen auf und ein weiteres Drittel trägt schwere Entwicklungsstörungen davon. Deshalb nimmt die Nachsorge von Säuglingen, die in ihrer Entwicklung gefährdet sind, einen wichtigen Platz ein", erklärte Melanie Huml bei der offiziellen Eröffnung des Projektes "Harl.e.kin-Nachsorge" in der Frankenstadt

Die Kinderklinik der Sozialstiftung Bamberg und die Frühförderstelle der Lebenshilfe Bamberg haben zum 1. Juni 2008 gemeinsam die "Harl.e.kin-Nachsorge" für früh- und risikogeborene Kinder begonnen. Das Projekt "Harl.e.kin" wurde im Klinikum Harlaching in München entwickelt und dort erfolgreich praktiziert. "Inzwischen gibt es das Projekt bereits in sieben bayerischen Städten. Ich freue mich sehr, dass Bamberg der erste Standort in Oberfranken ist. ‚Harl.e.kin' setzt an der Schnittstelle des Übergangs aus der Klinik nach Hause an. Betroffenen Familien wird so eine ganzheitliche Betreuung - auch nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus - angeboten. Kinderkrankenschwestern der Intensivstation, die der Familie bereits bekannt und vertraut sind, sorgen gemeinsam mit dem mobilen Dienst der Frühförderstelle für eine strukturierte Nachsorge", betonte die Staatssekretärin. Ziel dabei sei es, die elterliche Kompetenz durch ein schrittweises "Abnabeln" von der Klinik aufzubauen und zu stärken. Dazu gehöre auch, Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und Hilfestellungen zu geben.

Huml: "Das Familienministerium stellt für die anfallenden Personalkosten am Standort Bamberg in diesem Jahr rund 21.500 Euro aus Mitteln des Landesbehindertenplans zur Verfügung. Außerdem erhält Bamberg, wie jeder neue Standort, eine Sachmittelausstattung. Insgesamt unterstützt das Familienministerium die sieben Projekte in Bayern 2008 mit 250.000 Euro." sch



 

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