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03.08.2008 - 08:28

TV-Debüt von RambaZamba-Schauspielerin Juliana Götze.

Berlin (kobinet) Im neuen Polizeiruf 110 "Rosis Baby", der heute Abend um 20.15 Uhr in der ARD ausgestrahlt wird, feiert die Berlinerin Juliana Götze vom Theater RambaZamba ihr Fernsehdebüt.

Niemand will von dem folgenschweren Überfall etwas gesehen haben, auch Rosi (Juliana Götze) nicht, obwohl sie sich noch kurz zuvor in der Raststätte mit ihrer Mutter gestritten hatte. Auch ein Video, das eine Überwachungskamera aufgenommen hat, hilft nicht weiter, denn die entscheidenden Minuten fehlen.

Die beiden Kommissare Tauber (Edgar Selge) und Obermaier (Michaela May) finden rasch heraus, dass die 19-jährige Rosi schwanger ist und ihre Mutter Judith (Corinna Beilharz) mit ihr offenbar auf dem Weg zu einer Abtreibungsklinik war.

Über den Vater ihres Kindes schweigt Rosi beharrlich. Auch Rosis Vater, Michael Drechsler (Michael Brandner), der zwar nach der Scheidung von Judith noch Kontakt zu seiner Exfrau und zu seiner Tochter Rosi hat, aber mittlerweile mit Andrea (Annette Paulmann) verheiratet ist, kann den Kommissaren nicht weiterhelfen.

Dann deutet alles darauf hin, dass Claus Born (Sven Hönig), der behinderte Sohn des Zahnarztes Dr. Robert Born (Johannes Terne), der Vater von Rosis Baby sein könnte. Außerdem neigt Claus zu Aggressionen. War er der Täter? Der Verdacht spitzt sich zu, zumal es gelingt, die fehlenden Minuten auf dem Videoband zu rekonstruieren. Dabei wird deutlich: Rosi kennt den Täter...

Rosi wird gespielt von Juliana Götze, die selbst das Down-Syndrom hat und die ihr schauspielerisches Talent bereits in zahlreichen Inszenierungen des Berliner Theaters RambaZamba zeigen konnte. Regie führte Andreas Kleinert, das Drehbuch verfassten Matthias Pacht und Alex Buresch.

Die FAZ schreibt: "Es ist Julianas Götzes Kameradebüt, und es ist ein sensationelles Debüt. Unendlich still, unendlich heiter. Das Ende vom Lied stimmt nicht froh, aber Rosis Geschichte geht weiter. Und dieser Film hat uns für neunzig Minuten unserer Normalität enthoben" (Torsten Körner, FAZ.net). ag
 

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Gisela Riesebeck schrieb am 05.08.2008, 17:49

Juliana Götze in Polizeiruf 110

Das Schauspiel von Juliana Götze in Polizeiruf 110 hat mich so sehr berührt, dass
ich mir die Wiederholung auf Eins Festival gleich nochmal angeschaut habe. Ich
hoffe sehr, dass wir von Juliana noch sehr viel im Fernsehen oder im Kino zu sehen bekommen. Die Präsenz dieser Schauspielerin unterstützt durch eine hervorragende
Kameraführung sucht Ihresgleichen.

Luis Zubizarreta schrieb am 05.08.2008, 12:12

ANTENNE

Liebe Frau Croonenbroeck,ich bin mit Ihnen ganz Ihrer Meinung.
Ist es nicht eine Schande ,dass Frau Gotze und Ihre Tochter von
Mediziner und s. g. Fachleuten als GEISTIGbehindert diskriminiert
werden?
Welche verengte Definition des !"GEIST" liegt hier zuGrunde?
Welche Verengung des Geistes bei uns s.g."NICHTgeistigbehinderten!
Ich erlebe so viel "Begeisterung"und so viel GEIST bei unseren
Mitmenschen mit Behinderung und so wenig Antennenlänge bei uns "HOCHGEBILDETEN"!
Ihnen und Ihrer Tochter alles GUTE!

Luis Zubizarreta,Schulleiter i.R.

christa croonenbroeck schrieb am 05.08.2008, 02:22

Wunderbar!

Ich habe eine geistig behinderte Tochter, so hat mich dieser Film mit Juliana Götze in der Hauptrolle sehr berührt. Sie spielte die Rolle der Rosi einfach umwerfend. Es war ein ganz besonderer Film - einfach wunderbar!

Annemarie Wachsmann schrieb am 04.08.2008, 19:56

Polizeiruf 110

Juliana Götze ist den Berlinern schon länger bekannt.Durch Ramba Zamba. Sie ist eine behinderte Frau die von ihren Eltern nicht abgeschoben, sondern sehr gefördert wurde. Das ist das Geheimnis. Man sollte es sich merken, wenn man aus Mitleid behinderte Kinder abtreiben will. Mein Sohn ist auch behindert, Spastiker. Er ist ein Einserabiturient.

anonym anoym schrieb am 04.08.2008, 10:32

Ein beeindruckendes Zitat

Ich fand es vor allem Bemerkenswert, wie die Kommissarin sagte: "Vielleicht ist es ja auch von der Natur so gewollt, dass die Menschen so wie Rosi sind, und wir sind der Fehler."

Wenn man mal etwas länger darüber nachdenkt, kann da aus meiner Sicht schon was dran sein.

Ein beeindruckender Film. Vielen Dank an die ARD

Bert Holmer schrieb am 03.08.2008, 23:22

Phantastische Leistung

Der heutige Tatort hat mich umgehauen. Ich habe mich während des Films immer wieder gefragt, ob die Hauptdarstellerin tatsächlich selbst ein Downsyndrom hat, so präzise hat sie die Rolle gespielt. Die Antwort habe ich soeben im Internet gefunden. Eine phantastische Leistung!
Ich bin selbst Frauenarzt und hoffe, dass der Film Eltern, die ein Kind mit Downsyndrom erwarten, ermutigt, die Schwangerschaft nicht abzubrechen.

hetty jaeckel-langerak schrieb am 03.08.2008, 22:39

eifach super

diese kleine juliana goetze.die eltern koennen stolz sein. eine wunderbare leistung.
hoffentlich bekommen wir noch viel von dem maedchen zu sehen.
huebsch ist sie auch mit ihrem kinder gesicht und ihren schoenen augen.
sowas nennt man ein gottesgeschenk.einfach super

Max Mütze schrieb am 03.08.2008, 22:26

Wichtiger Tatort

Edgar Selge musste in seiner Rolle als einarmiger Tatort-Kommissar alles geben, damit ihn Juliana Götze vom Theater RambaZamba nicht an die Wand spielt. Wichtige Thematik zur besten Sendezeit im Ersten behandelt.

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