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16.08.2008 - 13:58

Organisationsreform der Rentenversicherung hat zu mehr Bürgernähe geführt.

Mainz (kobinet) Dreieinhalb Jahre nach Inkrafttreten der Organisationsreform präsentiere sich die Deutsche Rentenversicherung als moderne, dienstleistungsorientierte Verwaltung. Das unterstrich die rheinland-pfälzische Sozialministerin Malu Dreyer in Mainz. Die Rentenversicherungsträger hätten sich auf den Weg gemacht, die Verwaltungszuständigkeiten stärker zu regionalisieren und die Abläufe zu verbessern. Ziel sei eine Senkung der Verwaltungskosten von 10 Prozent innerhalb von fünf Jahren bis 2010.

"Noch wichtiger als die Einsparung ist aber, dass die Reform auch zu mehr Bürgerfreundlichkeit führt", erklärte die Ministerin. Als Beispiel nannte sie die Laufzeiten: Während Versicherte von der Antragstellung bis zur Bewilligung der Rente im Jahr 2005 durchschnittlich 50 Tage warten mussten, waren es im Jahr 2007 nur noch 43 Tage. Besonders erfreulich sei, dass die Deutsche Rentenversicherung Rheinland-Pfalz im Jahr 2007 durchschnittlich nur 38 Tage brauchte und damit deutlich besser als der Bundesdurchschnitt liege.

Bei der Bewilligung von Renten zeige sich Bürgernähe nicht nur in einer zügigen Bearbeitung durch den Rentenversicherungsträger, sondern auch in der persönlichen Unterstützung, die die Bürgerinnen und Bürger bei der Antragstellung erhielten. Hierfür seien die Auskunfts- und Beratungsstellen der Rentenversicherung von Bedeutung, die in Rheinland-Pfalz seit einem Jahr vollständig in regionaler Zuständigkeit lägen. Hilfe vor Ort leisteten bei der Antragstellung auch die Versichertenältesten, die kommunalen Versicherungsämter und Gemeindebehörden. Gerade in einem Flächenland wie Rheinland-Pfalz sei das von großer Bedeutung.

Damit die ausgefüllten Unterlagen rasch zu den Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeitern gelangten, habe Rheinland-Pfalz früh Pilotversuche gestartet und setze seit November 2005 das Verfahren Antrag-Online ein, das eine elektronische Verbindung zwischen den kommunalen Versicherungsämtern, Gemeindebehörden und der Rentenversicherung herstelle, so die Ministerin. Dieses Verfahren sorge für "Tempo", erleichtere die Arbeit der Kommunen, verbessere die Qualität der Rentenanträge und mache eine Zweiterfassung bei den Rentenversicherungsträgern überflüssig. "Deshalb freue ich mich, dass unser Land, insbesondere die Deutsche Rentenversicherung Rheinland-Pfalz, bei Antrag-Online auch bundesweit Pionierarbeit leistet. Es zeigt sich, dass regionale Zuständigkeiten und Verantwortung auch in einer Massenverwaltung wie der Rentenversicherung dem Wohle der Bürgerinnen und Bürger dienen", erklärte Malu Dreyer. moh
 

 
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