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17.08.2008 - 06:30

Gespräch mit der Deutschen Bahn geplant.

Frankfurt am Main / Mainz (kobinet) Nach der Kritik von Marita Boos-Waidosch über den Abzug des Ein- und Ausstiegsservice am ICE-Bahnhof Montabaur hat Ellen Engel von der Deutschen Bahn sofort reagiert und Kontakt mit dem rheinland-pfälzischen Behindertenbeauftragten aufgenommen. Demnächst sollen intensive Gespräche über die Organisation des Service in Rheinland-Pfalz geführt werden.

Nachdem die einen Elektrorollstuhl nutzende Behindertenbeauftragte von Mainz, Marita Boos-Waidosch, aufgrund des fehlenden Ein- und Ausstiegsservice der Deutschen Bahn nicht an einer Podiumsdiskussion in Montabaur teilnehmen konnte, hatte der Behindertenbeauftragte von Rheinland-Pfalz, Ottmar Miles-Paul, dies bei der Veranstaltung aufgegriffen und versprochen, nachzuhaken. (Siehe kobinet-nachrichten vom 15.8.) Bevor dieser jedoch dazu kam, Kontakt mit Ellen Engel, der Behindertenbeauftragten der Deutschen Bahn aufzunehmen, hatte diese bereits die kobinet-nachrichten gelesen und den Sachverhalt an den rheinland-pfälzischen Behindertenbeauftragten gemailt. "Das war ein echter Service, denn bevor ich überhaupt dazu kam, eine Mail an Frau Engel zu schicken hatte ich schon die Antwort. Das erlebt man auch nicht oft", so Ottmar Miles-Paul. Der Sachverhalt selbst gestaltet sich allerdings nicht so positiv. Denn nach Aussage von Ellen Engel handelt es sich beim ICE-Bahnhof in Montabaur um einen Bahnhof, der nach der Kategorie 3 eingestuft ist, also nicht die höchsten Prioritäten genießt. Dies habe sich auch bei den Nachfragen für den Ein- und Ausstiegsservice in der Vergangenheit gezeigt, denn diese wären äußerst gering gewesen. Nach Abzug der Service habe es eine Übergangsregelung mit einem Kooperationspartner gegeben, doch auch dafür sei die Nachfrage zu gering gewesen.

Um eine Lösung zu finden, dass Vorkommnisse, wie sie Marita Boos-Waidosch erleben musste, in Rheinland-Pfalz möglichst der Vergangenheit angehören, haben die beiden Beauftragten für Ende des Jahres ein Gespräch vereinbart, während dem die Situation in Rheinland-Pfalz beleuchtet und nach einer umfassenden Lösung gesucht werden soll. "Bei meinen Besuchen bei Initiativen und Einrichtungen vor Ort geht es immer wieder um die Beförderung behinderter Menschen mit der Deutschen Bahn, so dass es hier einen generellen Handlungsbedarf gibt", so Miles-Paul. moh
 

 
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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

ursula lehmann schrieb am 18.08.2008, 00:49

gespräch mit der DB AG

wir alle kennen doch die Verhinderungsargumente von Frau Engel. Für mich ist sie keine Gesprächspartnerin mehr und das weis sie auch. Ich habe mir einen Gesprächsterim mit einem Vertreter der Konzernleitung erkämpft und werde nicht zaghaft unsere Mobilitätsrechte einfordern.

Ihre/Eure USCHI L.

Martha Kaltenbrunner schrieb am 17.08.2008, 22:03

Boersengang

ploetzlich scheint gespräechtbereitschaft bei der Bahn zu existieren hoffentlich bleibt das langfristig so und ist nicht nur eine notwendige Konsequenz des anstehenden böersenganges.

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