
Berlin (kobinet) Die Grünen haben heute die Bundesregierung aufgefordert, die Richtlinien für Pflegejobs Arbeitsloser sehr genau und sehr sensibel zu prüfen. Der Einsatz von Arbeitslosen setzt Eignung und gute Qualifizierung voraus, erklärten Elisabeth Scharfenberg, pflegepolitische Sprecherin, und Brigitte Pothmer, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion.
Es sei völlig überzogen, Arbeitslosen von vornherein die Eignung als zusätzliche Betreuungskräfte in Pflegeheimen abzusprechen. Dabei müsse die Qualifizierung stimmen. Es gehe hier um eine sehr belastende und voraussetzungsvolle Tätigkeit, die sich nicht auf eine "Bastelstunde" reduzieren lasse. "Wir haben Zweifel, dass die geplante Grundausbildung der Pflegekassen dafür ausreicht. Wir fordern die Bundesregierung auf, die Richtlinien sehr genau und sehr sensibel zu prüfen, bevor sie diese genehmigt", so die beiden Bundestagsabgeordnetinnen.
Die vorgesehene Grundqualifikation müsse als Modul einer Ausbildungsstrategie gestaltet werden, mit der sich die Betreuungskräfte langfristige Berufsperspektiven im Pflegebereich aufbauen können. Für die bestmögliche Betreuung von Menschen mit Demenz, psychischen oder geistigen Behinderungen sei noch viel mehr zu tun. So sei die Überarbeitung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs längst überfällig. Damit lasse die große Koalition aber weiterhin auf sich warten. sch