Kopf-Werbung und Navigation überspringen
Kopf-Werbung überspringen

Werbung
Werbebanner zu Sommercamp 2012 selbstbestimmtes Leben
Werbebanner zu Kampagne Teilhabesicherungsgesetz
Werbebanner zu Hier könnte Ihr Werbebanner sein
Werbebanner zu bifos Online Akademie
Link zur Startseite Link zur Inhaltsübersicht Link zu Informationen Link zur Kontaktseite
Druckversion
19.08.2008 - 00:01

Pflege braucht Qualität.

Neudietendorf (kobinet) Der PARITÄTISCHE Thüringen begrüßt die Absicht der Bundesregierung, zusätzliche Stellen für die Betreuung Demenzkranker in Heimen zu schaffen. Positiv wird auch die derzeit diskutierte Vermittlung von Langzeitarbeitslosen in die Betreuerstellen gesehen, wenn der Bewerber die notwendigen Persönlichkeitsmerkmale mitbringt.

Die Betreuung von Menschen mit Demenz ist sehr anspruchsvoll und erfordert Personal, das den hohen persönlichen und sozialen Anforderungen dieser Tätigkeit gewachsen ist. In diesem Bereich auch Langzeitarbeitslose einzusetzen, ist sinnvoll, wenn diese ein qualifiziertes Auswahlverfahren durchlaufen. "Grundvoraussetzungen für einen Betreuer sind eine positive Einstellung zur Pflege und entsprechende soziale Kompetenzen. Das kann man nicht von jedem erwarten und kann auch nicht jeder entwickeln", erklärte Nicole Fraaß, Pflegeexpertin des PARITÄTISCHEN Thüringens. Für den Start der Tätigkeit wäre eine projektbezogene Begleitung wünschenswert. Aufgabe der Betreuer wird nicht nur Vorlesen und mit dem Bewohner spazieren gehen sein, sondern ein situationsgerechtes Umgehen mit den Menschen und eine demenzspezifische Kommunikationsfähigkeit. Angesichts dieser Breite des Themenspektrums und der geforderten inhaltlichen Tiefe erscheint die geplante Ausbildung der potentiellen Betreuer im Umfang von 160 Stunden zu kurz.

Für geringfügig Beschäftigte oder Ehrenamtliche, die bereits in einer Einrichtung mit ähnlichen Aufgaben beschäftigt sind, bietet die Weiterqualifizierung eine professionelle Aufwertung. Gleichzeitig wird eine Festanstellung in den neu geschaffenen Stellen möglich. Schon heute leben in Thüringen rund 35.000 alte Menschen mit Demenzerkrankungen, wie beispielsweise Alzheimer. Unter den 330 Mitgliedsorganisationen des PARITÄTISCHEN Thüringen gibt es 25 Pflegewohnheime, 50 ambulante Pflegedienste und zahlreiche weitere Betreuungsangebote und Wohnformen. moh
 

 
Empfehlen Sie diese Seite Ihren Freunden bei Facebook
Leserbrief schreiben
Artikel versenden

Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Dorothea Moesch schrieb am 19.08.2008, 13:12

Viel Spaß mit den kommenden Ein-Euro-Jobs!

Dies gilt den sogenannten "Betreuten" als auch den kommenden sog. "BetreuerInnen". Unbezahlt, in den Job qua "Sanktion" (Streichung der Sozialunterstützung bis auf 0, auch hinsichtlich Miete und Energie) hineinbefohlen - einfach eine prima Grundlage für sinnvolle Arbeit!

Die HeiminsassInnen werden sich sicherlich auch extrem auf die Zwangsverpflichteten freuen, die einfach mal so an ihnen "herumprobieren" dürfen - sowohl Computerfachleute als auch BuchhalterInnen, allesliebende Hausfrauen als auch ungelernte FabrikarbeiterInnen, unausgebildete HauptschulabbrecherInnen genauso wie "zu alte" SekretärInnen - super, ganz super. Da freut man sich doch sicherlich schon auf die "Bastelstunde", den "Singekreis" oder die allfälligen gymastischen "Finger- und Bewegungsspielchen".

Was droht, ist mal wieder eine Abqualifizierung der Verpflichteten (die machen doch nur ein bischen Spielerei), der "Pflege" als solcher (Popo wischen und Rollstuhlschuckeln kann doch "jedeR") und der InsassInnen (die alten Leutchen merken doch sowieso keinen Unterschied, wer da gerade mit ihnen "spielt").

Vae victis!

Druckversion
Seitenanfang
Startseite

an den Anfang springen
Impressum

Validiert nach
Valid HTML 4.01
Mediadaten

© 2002-2012 kobinet-nachrichten

Dieser Internetauftritt wurde mit dem Content Management System @it
der dimedis GmbH, Köln erstellt.