
Berlin (kobinet) Die Volkssolidarität begrüßte heute die Bundesratsinitiative der ostdeutschen Bundesländer zur Anhebung der Renten in den neuen Bundesländern auf das Niveau in den westdeutschen Bundesländern. Der Präsident der Volkssolidarität, Prof. Dr. Gunnar Winkler, bezog sich dabei auf eine entsprechende Äußerung des Sozialministers von Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering. 19 Jahre nach der Wiedervereinigung müsse die Politik sich bewegen, um eine gravierende soziale Ungerechtigkeit zu beseitigen und die noch immer existierenden zwei Rentenrechtsgebiete im Interesse der ostdeutschen Rentnerinnen und Rentner im geeinten Deutschland aufzuheben, so der Verbandspräsident.
Durch den Rückstand des Rentenwertes Ost von 12,1 Prozent (entspricht 144,90 Euro pro Monat weniger bei der vorgenannten Eckrente) gegenüber dem allgemeinen Rentenwert werden vergleichbare Lebensarbeitsleistungen bei den Rentnerinnen und Rentnern im Osten entsprechend schlechter bei der Rente
anerkannt.
Die Gerechtigkeitslücke ist nach Ansicht der Volkssolidarität auch sozialpolitisch nicht akzeptabel, da die Alterseinkünfte eines Großteils der Rentenzugänge nach 2002 durch Folgen der überdurchschnittlich hohen Arbeitslosigkeit bzw. Langzeitarbeitslosigkeit in den neuen Ländern deutlich niedriger ausfallen. Zu berücksichtigen sei auch, dass die gesetzliche Rente bei über 90 Prozent der Rentnerinnen und Rentner in den neuen Bundesländern die einzige Einkommensquelle ist, Betriebsrenten und private Einkommen sind bei ostdeutschen Älteren nur selten vorhanden. sch