
Kassel (kobinet) Das Netzwerk von Menschen mit Lernschwierigkeiten, Mensch zuerst legt großen Wert darauf, dass Menschen mit Behinderungen zuerst Menschen sind und auch als solche behandelt werden wollen. Hierfür hat das Netzwerk nun mit Taschen und Kugelschreibern Werbematerialien entwickelt.
"Wir haben zwar eine Behinderung und brauchen deshalb Unterstützung, aber zu aller erst sind wir Menschen. Und wir wollen auch als solche behandelt werden", erklärte Josef Ströbl von Mensch zuerst. Viel zu oft würden behinderte Menschen in Schubladen wie "die geistig Behinderten" oder "die Behinderten" gesteckt.
"Das ist Quatsch, denn jede und jeder von uns ist unterschiedlich. Wir sind alle Menschen", so Josef Ströbl. Deshalb hat sich das Netzwerk von Menschen mit Lernschwierigkeiten, das sich eng an die US-amerikanische People First Bewegung anlehnt, auch den Namen Mensch zuerst gegeben.
"Worte und wie man über Menschen redet, sind ganz wichtig. Deshalb wollen wir auch, dass der Begriff 'geistig behindert' abgeschafft wird. Es muss doch einen besseren Begriff geben, der unsere Würde besser achtet und auch von uns Menschen, die bisher als geistig behindert bezeichnet wurden, geprägt wird", so Stefan Göthling, Geschäftsführer von Mensch zuerst.
Bei Mensch zuerst gibt es nun Taschen und Kugelschreiber zu bestellen, mit dem für die Idee von Mensch zuerst geworben werden kann. moh
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