
Bremen (kobinet) "Behinderte Gesundheit - Die gynäkologische Unterversorgung behinderter Frauen in Bremen", so lautet der Titel einer Veranstaltung, die am Donnerstag, 28. August von 19.00 - 21.00 Uhr im Haus der Wissenschaft, Sandstraße 4/5, in 28195 Bremen stattfindet.
"Es gibt für behinderte Menschen keine freie Arzt- bzw. Ärztinnenwahl. Viele Praxen sind nicht barrierefrei zugänglich, die Praxis- und Untersuchungsräume sind oft nicht auf die Bedürfnisse behinderter Menschen ausgerichtet, technische Hilfsmittel (z.B. Lifter) fehlen meist, auch die zur Verfügung stehende Zeit ist selten ausreichend und unsichtbare Barrieren bzw. 'Barrieren im Kopf' (mangelnde Sensibilisierung für die Bedürfnisse behinderter Menschen, Vorurteile etc.) können das Arzt-Patient/innen-Verhältnis erschweren. Ganz besonders brisant wird es, wenn es um die gynäkologische Versorgung behinderter Frauen geht. Es gibt in Bremen keine einzige rundum barrierefreie Praxis. Die Folge ist, dass behinderte Frauen oftmals gar nicht oder erst sehr spät eine Gynäkologin bzw. einen Gynäkologen aufsuchen. Auch Früherkennungsuntersuchungen - für
nichtbehinderte Frauen in der Regel eine Selbstverständlichkeit - werden von behinderten Frauen aufgrund der o. g. Erschwernisse häufig nicht in Anspruch genommen", heißt es in der Ankündigung für die Veranstaltung.
Die Veranstaltung soll dazu beitragen, dass diese Situation in Bremen verbessert wird. Zusammen mit Vertreter/innen behinderter Frauen und des Gesundheitsbereichs wird in einem öffentlichen
Expert/innengespräch diskutiert, was in Bremen getan werden kann und muss, um den Zugang behinderter Frauen zur gynäkologischen Versorgung zu verbessern. moh