
Nachruf auf Elke Bartz von Ottmar Miles-Paul
Mainz (kobinet) Viele, die die gestern 52jährig verstorbene Elke Bartz kannten, haben ihre anscheinend unermüdliche Energie, ihr Streben für Verbesserungen für behinderte Menschen und ihre Hartnäckigkeit, wenn es um die Würde von Menschen ging, die auf Assistenz oder andere Hilfen angewiesen sind, geschätzt. Dieses anscheinend unerschöpfliche Feuerwerk ist nun erloschen.
So schwierig es für viele in den letzten Wochen seit dem Bekanntwerden der schweren Erkrankung von Elke Bartz war, die richtigen Worte zu finden und die Gefühle auszudrücken, umso klarer war sie selbst im Umgang mit ihrer Situation. Frei heraus und ohne Schnörkel hatte sie vor einigen Wochen verkündet, dass sie Lungen-, Leber- und Knochenkrebs hat und nicht mehr ans Kaufen von Weihnachtsgeschenken denkt. "Das ist doch nichts weswegen ich mich schämen muss, deshalb kann man auch offen darüber reden", hatte sie mir am Telefon gesagt und mich mit ihrer Direktheit und dem offenen und differenzierten Umgang mit ihrer Situation überrascht und beeindruckt. So hat sie selbst im Angesicht des bevorstehenden Todes noch den Mut und die Kraft gehabt, ein Interview für die Zeitschrift Menschen der Aktion Mensch über ihre Situation zu geben. So war es für sie auch nur konsequent, das Krankenhaus nach dieser Diagnose zu verlassen, um zu Hause ihre letzten Tage verbringen und dort sterben zu können.
Trotz der vernichtenden Diagnose des bevorstehenden Todes hat die langjährige Vorsitzende des Forums selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen (ForseA) nicht aufgehört, an andere Menschen zu denken. So erzählte sie beispielsweise wie leid ihr der Arzt getan hat, der bei ihrer Untersuchung stark zitterte und ihr mitteilen musste, dass es weitaus schlimmer um sie steht als ursprünglich gedacht. Beim Besuch am Krankenbett ging es neben der natürlich vorhandenen Trauer schnell auch wieder darum, wie man den Auszug von mehr behinderten Menschen aus dem Heim schaffen könne, so dass diese Daheim statt im Heim leben können. Sie freute sich wie früher auch über Erfolgsgeschichten behinderter Menschen, die ihr zugetragen wurden und bewiesen, dass ein Leben mitten in der Gesellschaft möglich ist. Ja, selbst in dieser schweren Phase ihres Lebens war es fast wie immer, wenn man mit Elke Bartz zu tun hatte. Neben all ihren eigenen persönlichen Herausforderungen war Elke Bartz nämlich fast ständig für andere Menschen da - und dies im wahrsten Sinne des Wortes, so lange ihre Kräfte reichten.
Ich selbst hatte das große Glück Elke Bartz, ihren Mann Gerhard und die verschiedenen über die Jahre hinweg von ihr beschäftigten Assistentinnen Mitte der 90er Jahre näher kennen und schätzen zu lernen. Damals hatte sie schon eine fast 20jährige Geschichte als behinderte Frau hinter sich, die ihren Anfang 1976 nahm als sie 21jährig durch einen Unfall querschnittgelähmt wurde und fortan rund um die Uhr auf Assistenz angewiesen war. Damals bot sich ihr nur die Lösung in ein Heim zu ziehen. Es sollte fünf Jahre dauern bis sich dort die Tür für sie wieder öffnete und sie sich den Weg in die Freiheit ebnen konnte. Während die Behindertenbewegung 1981 im UNO-Jahr der Behinderten gegen die vermeintlichen Wohltäter und eine heuchlerische "Behindertenhilfe" zu Felde zog und Franz Christoph mit seinen Krückenschlägen gegen den damaligen Bundespräsidenten Schlagzeilen machte und die nichtbehinderte Umwelt mit dem Krüppeltribunal herausgefordert wurde, gelang Elke Bartz mit ihrer Heirat, dem Hausbau und letztendlich dem Auszug aus dem sogenannten Heim ein entscheidender Befreiungsschlag. Aus der Enge des Doppelzimmers im "Heim" gelang ihr der Sprung in ein Leben mit ihrem Mann in ein weitgehend barrierefreies Haus in Mulfingen in Baden-Württemberg, wo sie bis zu ihrem Tode wohnen sollte.
Die nötigen Hilfen organisierte sie anfangs durch Zivildienstleistende bis sie im Oktober 1991 den Sprung ins Arbeitgebermodell, also in die Selbstorganisation ihrer Assistenz, schaffte. Dieses damals noch weitgehend unbekannte Assistenzmodell verschaffte ihr viele Freiheiten, denn dadurch wurde ihr ermöglicht, ihre Hilfen nach ihrem Bedarf einzusetzen, auch wenn es nicht immer einfach war, in der ländlichen Region geeignete Assistentinnen zu finden. Die neue Freiheit erkennend und die ungeahnten Möglichkeiten, als behinderter Menschen leben und aktiv sein zu können, schätzend, sollte es nicht lange dauern, bis Elke Bartz die selbst gewonnenen Freiheiten und Chancen zur Selbstbestimmung auch an andere behinderte Menschen weitergab. "Ich habe viel vom Wissen und der Unterstützung anderer Menschen profitiert, so dass es für mich selbstveständlich ist, nun auch mein Wissen an andere weiter zu geben", hatte sie ímmer wieder betont.
Während sich viele behinderte Menschen mit all den mit einer Behinderung verbundenen Herausforderungen in ihr Schneckenhaus zurückziehen und die eigenen Potenziale vergraben, nutzte Elke Bartz ihre Erfahrungen als Chance, um anderen behinderten Menschen zu helfen, ähnliche Chancen für ein selbstbestimmtes Leben aufzutun und zu nutzen. So engagierte sie sich seit 1991 in der Beratung behinderter Menschen und gab ihr Wissen und ihre Erfahrungen an andere behinderte und nichtbehinderte Menschen weiter. Dabei war sie stets Lernende und Lehrende, denn Elke Bartz wurden all diese Fähigkeiten und das enorme Wissen, das sie sich über die vielen Jahre angeeignet hatte, nicht automatisch in die Wiege gelegt. Sie hatte nicht studiert, wohnte fernab der politischen Bühnen dieses Landes in einer ländlichen Region und musste viele Hürden nehmen, um mit dem damals bestehenden Verbandswesen klar zu kommen. So lernte ich Elke Bartz Mitte der 90er Jahre kennen und dann ging es Schlag auf Schlag: Der Kampf um das Arbeitgebermodell, Aktionen gegen eine unvollkommene Pflegeversicherung, der Aufbau des Forums selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen (ForseA) ab 1995 mit dessen Gründung im Jahr 1997, waren die ersten Stationen in einem Kampf für die Menschenwürde behinderter Menschen, die auf personelle Hilfen angewiesen sind. Dieser Prozess wurde von vielen intensiven Diskussionen und langwierigen Debatten, welches der richtige Weg ist, die richtige Organisationsform oder die passenden Aktionen sind, geprägt. Elke hat sich von all dem nicht abschrecken lassen, das alles durchgestanden und wirkte von Anfang an als Vorsitzende von ForseA in diesem Prozess prägend mit.
Wenn der Name von Elke Bartz in den folgenden Jahren für immer mehr Menschen zu einem Begriff wurde, lag dies nicht daran, dass sie sich in ein gemachtes Nest setzen konnte und Leute hatte, die für sie arbeiten, sondern einzig und allein an ihrem Fleiß, ihrem starken Willen und Streben nach Veränderungen sowie an ihrem unermüdlichen Einsatz für andere Menschen. Über Jahre hinweg erzählte sie mir, dass sie spät Abends noch Anrufe bekommen und tief in die Nacht Beratungen durchgeführt hat. An Wochenenden waren diejenigen, die sich vor der Arbeitswut von Elke nicht eindeutig zu schützen wussten, nie vor ihren Anrufen sicher. Denn es gab immer etwas, das sie umtrieb. Das Engagement für andere Menschen war für sie kein 8-Stunden-Job, nach dem sie den Hammer fallen ließ, sondern zu einer Lebensaufgabe geworden, an der sie als rein ehrenamtlich Tätige zwar nichts verdiente, die ihr aber viele Freundschaften einbrachten.
Wie alle Menschen, die eine Mission haben, konnte sie in ihrem Wirken sicher auch hin und wieder furchtbar anstrengend sein, wenn es beispielsweise darum ging, ein Thema bis ins letzte Detail zu beleuchten, für die Assistenz eines Menschen unermüdlich zu kämpfen, sich über Ungerechtigkeiten aufzuregen oder Mitglieder für das Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen zu werben. Doch auch in solchen Situationen war Elke liebenswert und authentisch, denn für sie war jede und jeder wichtig.
Den Sprung von der individuellen Beratung zur Mitgestaltung der Politik für behinderte Menschen schaffte Elke auch nicht auf einen Schlag, sondern musste sie sich immer wieder hart erkämpfen. Viel Energie musste sie anfangs dafür aufwenden, dass behinderte Menschen überhaupt gehört werden, also an die Tische heran kommen, an denen die wichtigen Entscheidungen getroffen werden. Vor allem anfangs kam sie sich dabei oft wie an einem Katzentisch vor, auch wenn sie so manches anschieben und verändern konnte. Skeptisch blieb sie dabei jedoch immer, denn zwischen der wohl klingenden Rhetorik vom Paradigmenwechsel oder vom selbstbestimmten Leben behinderter Menschen, bestand oft eine große Diskrepanz zu dem, was sie in ihren Beratungen, also in der Praxis erlebte. Denn trotz zum Teil klarer gesetzlicher Rahmenbedingungen musste Elke Bartz oft hart mit den Betroffenen für ihre Assistenz kämpfen. Dabei wusste sie selbst nur zu gut, wie wichtig eine bedarfsdeckende Assistenz für ein gleichberechtigtes Leben ist. Eine Tour für die Menschenwürde in der Pflege, für eine selbstbestimmte Assistenz oder andere Kampagnen für die Assistenz im Krankenhaus oder für eine adäquate Elternassistenz beschäftigten sie fortan und sorgten immer wieder für Schlagzeilen. Die verhaltenen Vorwürfe so mancher Neider, dass sie sich zu sehr in die Öffentlichkeit dränge, versuchte sie zu verdrängen, denn ihr wäre es lieb gewesen, wenn sie die verschiedenen Lasten und Herausforderungen auf mehrere Schultern verlagern hätte können. Dafür führte sie wie kaum eine andere in Deutschland immer wieder Schulungen und unzählige Veranstaltungen durch, um ihr Wissen weiter "an den Nachwuchs" und andere Aktive zu geben. Verbandsgrenzen spielten dabei für sie nie eine Rolle, auch wenn es viele Anlässe gab, um sich über die eine oder den anderen Verbandsegoisten aufzuregen, denen der Blick über den Tellerrand und für das Wohl aller behinderten Menschen noch vernebelt war.
Auf dem Berliner Parkett war Elke Bartz bei Anhörungen oder Veranstaltungen zunehmend gern gesehen, weil sie nicht zuletzt auch die Idee des Persönlichen Budgets konsequent voran trieb und dabei ihre langjährigen Erfahrungen als behinderte Arbeitgeberin einbrachte. Die vermeintlich neue Idee des Persönlichen Budgets lebte bei Elke Bartz, sowie bei einer Reihe von anderen behinderten Arbeitgeber, nämlich schon seit Anfang der 90er Jahre in der Praxis, in dem sie ihre Assistentinnen selbst managete und die Gelder verwaltete. Sie wusste also stets, wovon sie redete und konnte sich auch furchtbar ärgern, wenn andere dies nicht kapierten oder nicht kapieren wollten. Trotz ihres enormen rein ehrenamtlichen Engagements über Jahre hinweg sozusagen aus dem eigenen Wohnzimmers heraus wurden Elke Bartz dabei keine der herkömmlichen staatlichen Ehrungen durch Bundesverdienstkreuze oder ähnliches zu Teil obwohl sie unermessliches für unser Land und für die Menschen, die auf Assistenz angewiesen sind, geleistet hat. Ein gescheiterter Versuch von Weggefährten, sie für's Bundesverdienstkreuz vorzuschlagen, deutete sie als Kompliment für ihre Geradlinigkeit und für ihre klare Positionierung im Sinne der Betroffenen. Welch eine verpasste Chance für unser Land. Denn hätte es bei den Olympischen Spielen nicht nur Medaillen für solch lebenswichtige Dinge wie schnell laufen, weit springen oder einen Ball richtig zu schlagen gegeben, sondern auch für solche vermeintliche Nebensächlichkeiten, wie anderen Menschen trotz einer Einschränkung zu einem würdigen Leben in der Mitte der Gesellschaft, Elke wäre sicherlich auf dem Siegertreppchen dabei gewesen. Diese hätte dann aber eher ein Siergerrämpchen sein müssen.
Das mit 52 Jahren verhältnismäßig kurze Leben von Elke Bartz hatte während der letzten zehn Jahre also ein Tempo aufgenommen, bei dem so manchem schon bei den Erzählungen von Elke, was sie so alles macht und wo sie überall hin fährt, um für die Selbstbestmmung behinderter Menschen zu werben, schwindelig werden konnte. Als Elke Bartz mir vor einigen Wochen am Telefon mitteilte, dass sie nicht mehr lange zu leben hat, plagte sie zuerst die Sorge, was nun aus den Menschen, die Unterstützung brauchen, ForseA und den kobinet-nachrichten, bei denen sie als stellvertretende Vorsitzende und rege Schreiberin ebenfalls langjährig mitgemacht hat, wird. Sie beruhigend, dass wir das Schiff schon irgendwie schaukeln werden und danach gefragt, ob es noch Wünsche oder Ziele gibt, die sie selbst noch gerne verwirklichen würde, führte sie lediglich an, dass sie sehr froh ist, dass sie so viel unternommen und so vielen Menschen helfen konnte. Aus diesen Worten sprach eine tiefe Ruhe und viel Friede mit ihrem Leben, die mich tief beeindruckt haben und uns den Abschied von ihr und einem viel zu kurzem aber intensiv gelebten Leben vielleicht etwas leichter machen. Ich beruhigte sie mit dem Hinweis darauf, dass sie in all den Menschen, denen sie geholfen und in all dem, was sie angeschoben hat, weiterleben und ihr Wirken viele Früchte tragen wird. Dafür würden die vielen Botschafterinnen und Botschafter schon sorgen, die durch Elke gelernt haben, dass ein selbstbestimmtes Leben mit Assistenz möglich und durchsetzbar ist. Das Feuerwerk von Elke Bartz, das nun erst einmal erloschen scheint, sprüht also hoffentlich in vielen anderen Menschen weiter. Und ich bin mir sicher, dass Elke sich von uns allen wünschen würde, nicht allzu lange über sie zu trauern, sondern unsere Funken unermüdlich zu entfalten und all diejenigen zu erleuchten, die dies nötig haben. Sie würde sich aber auch sicher wünschen, dass wir sie und ihr Wirken nie vergessen, denn das war ein ganz großer Teil ihres Lebens.
Vielleicht kann die schwere Krankheit und letztendlich der Tod von Elke Bartz bei aller Trauer für uns ein Impuls sein, uns etwas Zeit zu nehmen und uns einmal zurück zu lehnen, gut durchzuatmen und über Elke, unser Leben und unsere Bewegung für ein selbstbestimmtes und gleichgestelltes Leben behinderter Menschen nachzudenken. Denn wenn es etwas gab, das Elke in ihrem Leben immer wieder zu schaffen machte, dann war es die Energie raubende Kleinkrämerei so mancher Zeitgenossen, dass zum Teil zermürbende Gehacke untereinander und zwischen den einzelnen Verbänden, sowie die viele vergeudete Energie, die wir gezielter einsetzen hätten können, um die nötigen Veränderungen für eine bedarfsdeckende Assistenz und für ein selbstbestimmtes Leben behinderter und älterer Menschen Daheim statt im Heim zu erreichen. Bei einer solchen Betrachtung wird nämlich nicht jede Suppe, die in der Vergangenheit gekocht wurde, so heiß gekocht, wie sie gegessen wurde.
Elke, wir vermissen dich schon jetzt. Was Gerhard Bartz und ihre Assistentin nun im leerer werdenden Haus in Mulfingen spüren und zunehmend wahr nehmen werden, wird auch uns erreichen. Mit Elke Bartz ist nicht nur ein Mensch von uns gegangen, die uns immer wieder geholfen hat, Wege aufzeigte und uns auch persönlich berührte, sondern auch eine Freundin von vielen. Wenn man zuweilen so leicht dahin sagt, dass jeder Mensch ersatzbar ist, klingt das gut, das ist aber blanker Unsinn. Elke wird uns furchtbar fehlen und dir Gerhard danke ich dafür, dass du ihr die letzten Wochen, Tage und Stunden so zur Seite standest und dabei viel Kraft aufgebracht hast, das durchzustehen und vieles für Elke zu managen. Den Assistentinnen von Elke sei ebenfalls besonderer Dank, denn es war für Elke sehr wichtig, dass sie Assistenz im Krankenhaus hatte und bis zuletzt die Unterstützung bekam, die sie brauchte. Das war nicht einfach Vertragserfüllung, denn diese Herausforderung stand da nicht drin, dies war ein vorbildlicher und toller Freundschaftsdienst. Uns allen wünsche ich also viel Kraft, um mit dem Schmerz umgehen zu können, der durch die Krankheit und nun auch durch den Tod von Elke entstanden ist. omp
Klaudia Karoliny schrieb am 13.09.2008, 13:29
Auch wir in Österreich haben vom Tod von Elke Bartz erfahren und sind bestürzt und traurig darüber, auch wenn wir von SLI OÖ nur sporadisch - dann aber intensiven - Kontakt mit ihr hatten. Unter anderem hat sie uns auch mit Deutschland vernetzt, sodass wir nun diesen Erfahrungsschatz nutzen und schöne persönliche Kontakte gewinnen können.
Elke war es Ende des Jahres 2001, die uns bei unserem Projekt zur PA in OÖ vor allem auch durch ihr autentisches Vorbild unterstützt und gecoatscht hat, uns Mut gemacht hat nicht locker zu lassen und ruhig auch noch mehr zu verlangen, weil das was wir bisher in OÖ haben für viele bei weitem nicht ausreicht, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. An einem Austritt aus einer Wohneinrichtung ist schon gar nicht zu denken.
Persönlich verbindet mich mit ihr - auch über ihren Tod hinaus - wie klar und schonungslos sie auch unangenehme Themen anzusprechen wusste. Ihre Selbstverständlichkeit in Forderungen, die für uns Menschen mit Behinderung kein Luxus sind, sondern ein Muss um am Leben teilhaben zu können, dieses zu gestalten und nicht nur zu vegetieren.
Du warst uns ein großes Vorbild und wird es immer sein! Vielen lieben Dank, DIR Elke!
In Verbundenheit und stiller Trauer,
Klaudia Karoliny
f.d. Selbstbestimmt-Leben-Initiative OÖ
Simone Eckenroth schrieb am 10.09.2008, 11:12
Durch urlaubsbedingte PC- und tageszeitungs-Abstinenz habe ich die Nachricht heute gleich zusammen mit Nachruf und Leserbriefen erfahren.
Mir bleibt nur, danke zu sagen:
an Elke für ihr unermüdliches Engagement und ihre klaren Worte, die ich insbesondere bei einer Veranstaltung erleben konnte;
an Ottmar für den wunderschönen Nachruf!
Gerhard Bartz wünsche ich Kraft für die kommenden Monate, liebevolle Erinnerungen und nahe Menschen, die ihn trösten und unterstützen können.
Verbunden in der Erinnerung!
Arno Zimmermann schrieb am 07.09.2008, 16:18
Ich stehe nur ergriffen da.
All meine Erfahrung meines Nahtoderlebnises, spür ich das erste Mal als "beschämend"
Ich habe Elke nie persönlich gekannt, aber dieser Artikel hat mich sehr bewegt. Ich wünsche mir, dass so manche Betroffene, die sich in einer scheinbar ausweglosen Situation befindet, dieses ließt. Denn ich habe das Gefühl, es geht etwas von Elkes Zuversicht + Glaube ans Positive im Mensch sein aus.
Herbert Klenner schrieb am 07.09.2008, 13:00
Als neues Mitglied der ForSeA war ich einer der ersten, der vom Ableben der bewundernswerten Elke Bartz erfuhr, wie schwer krank seine geliebte Frau wahr, erfuhr ich bei einem Telefongespräch mit Elke Bartz. Als Frau Bartz tot war, waren viele Menschen, die von Ihrem segensreichen Wirken als Anwältin der Interessen der behinderten Menschen profitieren konnten oder sie ganz einfach als Mensch mochten, tief betroffen und fühlten mit Gerhard Bartz mit, denn er war derjenige, dem wegen Verlust seiner geliebten Elke unser aller Mitgefühl galt. Was es wirklich bedeutet, einen lieben Menschen hergeben zu müssen, kann nur der ermessen, der es selbst schon einmal erlebt hat. Meine Frau war 50 Jahre alt, als sie mich zurück lies. Und dennoch. Das Leben muß weitergehen. Auch Gerhard Bartz wird bald erkennen, dass seine Elke von oben über ihn wacht und will, dass es ihm gut geht. Alle jene, die an unserem Sozialsystem, das kein Buch mit sieben Siegeln ist, leider aber von den Sozialbehörden, Kranken- und Pflegekassen oftmals mißverstanden wird, oftmals verzweifeln, wenn sie wieder einmal einen Ablehnungsbescheid in Händen halten, denen sei gesagt, dass sie den Nachruf von Herrn Ottmar Miles-Paul lesen und daraus Kraft schöpfen sollen. Dieser zeigt auf, welche starke Frau Elke Bartz war, wenn es darum ging, für die Behindertensache zu kämpfen. In der kurzen Zeit meiner Mitgliedschaft bei ForSeA habe ich schnell gemerkt, wer Elke Bartz ist. Wenn ich, der ich als Sozialberater tätig bin und immer wieder mit den Ablehnungstendenzen der Sozialleistungsträger konfrontiert bin, resignieren und "die Flinte am liebsten ins Korn werfen" möchte, dann werde ich daran denken, wie diese phantastische Frau mit ihrer Behinderung und ihrer schweren Krankheit gekämpft und schon im Angesicht ihres nahen Todes an andere dachte und sich selbst vernachlässigte. Ich wünsche Elke Bartz im Jenseits Gottes Segen und die Ruhe und den Frieden, den sie zu Lebzeiten nicht hatte.
Herzlichst
Herbert Klenner
Schützenstraße 15
91452 Wilhermsdorf/Mittelfranken
Fon: 09102/999165
Handy: 0178/6630031
Ottmar Miles-Paul schrieb am 29.08.2008, 08:24
Liebe Heike,
dank dir für deine schönen Zeilen, die mir hoffentlich die richtige Kraft geben werden, die nächste Herausforderung, die Elke für mich parat hat,auch zu meistern - einen Nachruf auf sie an ihrem Grab zu halten. Es ist eine Ehre für mich Elke näher kennen zu dürfen. Danke also ganz herzlich für diesen Hinweis und die Wiedergabe ihrer Worte auf diesem Wege.
Liebe Grüße
Ottmar
Heike Zirden schrieb am 28.08.2008, 23:50
dieser wunderbare Nachruf voller Wärme und Solidarität hätte Elke sicher sehr gefreut und ihr die ausgebliebene offizielle öffentliche Ehrung ersetzt. In dem Interview für MENSCHEN-das magazin, das Du in Deinem Text erwähnst, habe ich Elke gefragt, was (jenseits ihrer Familie) die wichtigsten Persönlichkeiten gewesen seien, die ihr im Laufe ihres Lebens begegnet sind. Hier Elkes Antwort: "Das ist schwer zu sagen, weil es so viele sind, die mir wichtig waren und sind. Wer mir lange Zeit ein leuchtendes Vorbild war, ist Ottmar Miles-Paul. Und obwohl es noch etliche mehr gibt, die ich nennen könnte, möchte ich es eigentlich dabei belassen, seinen Namen zu nennen, weil mich seine Loyalität und Solidarität und sein Grundsatz, auch die sogenannten Gegener mit Respekt zu behandeln, immer sehr beeindruckt haben."
Ich glaube, dies war Elkes Dankeschön an Dich.
Liebe Grüße,
Heike Zirden
Monika Seifert schrieb am 28.08.2008, 18:33
Der Nachruf von Ottmar Miles Paul trägt dazu bei, die Persönlichkeit von Elke Bartz in uns lebendig zu halten. Wir sind betroffen, dass sie so plötzlich aus ihrem unermüdlichen Engagement für ein Leben in Selbstbestimmung herausgerissen wurde. Sie hat sehr viel bewegt. Ihr Wirken hat auch das Denken und die Arbeit der Deutschen Heilpädagogischen Gesellschaft (DHG), die sich für die unbedingte gesellschaftliche Teilhabe von behinderten Menschen mit herausforderndem Verhalten einsetzt, beeinflusst. Ich bin ihr zuletzt im Juni auf einer Tagung zum Thema „Wird die Zukunft der Behindertenhilfe heimlos sein?“ in Baden-Württemberg begegnet. Wir hatten verabredet, bald wieder in Kontakt zu treten ....
Unsere herzliche Anteilnahme gilt den Angehörigen!
Prof. Dr. Monika Seifert, Berlin (Vorsitzende der DHG - Deutsche Heilpädagogische Gesellschaft)
Jeanette, Volker und Yvette Herrlinger schrieb am 28.08.2008, 16:40
Lieber Herr Bartz,
wir sind tief betroffen über Elkes Tod.
Wir sagen ihr und Ihnen Danke für Ihre Hilfe und Ihren Einsatz.
Auch dafür, dass wir Sie beide jederzeit anrufen durften, wenn
wir Fragen hatten.
Ihrer beider Leben hat uns Kraft gegeben, den eingeschlagenen
Weg für unsere Tochter Yvette weiterzugehen.
Ihnen Herr Bartz wünschen wir in diesen schweren Tagen viel
Kraft und alles erdenklich Gute.
Fam. Herrlinger
Rudolf Zawatzky schrieb am 27.08.2008, 16:53
Lieber Herr Bartz,
irgendwo habe ich gelesen:
"Ein Mensch ist erst dann tot, wenn man nicht mehr über ihn spricht."
Über ihre Frau Elke werden nicht nur Sie, sondern noch viele andere Leute lange sprechen.
Die von ihr eingeleiteten und bereits greifenden Projekte wird sicher in Zukunft
nicht nur gesprochen, sondern viele Betroffene ziehen Nutzen daraus.
So bleibt Elke in der Erinnerung, das heisst, sie lebt.
Zu der Betroffenheit in den vielen Kondolenzschreiben ist nichts hinzuzufügen.
Wir versichern ihnen unsere Betroffenheit und Anteilnahme.
Rudolf Zawatzky mit Frau Christel
und dem gesamten Team vom Mobilcenter Zawatzky
Axel Bauer schrieb am 27.08.2008, 11:12
die Nachricht, dass Elke verstorben ist, hat mich sehr traurig gemacht, obwohl ich wusste, dass Sie sehr krank war und Ihr nicht mehr viel Zeit bleiben würde. Elke war ein großartiger Mensch und eine wahre Freundin für viele Menschen. Ottmar hat Elke und Ihr ganz außergewöhnliches Wirken in seinem Nachruf so gewürdigt, wie Sie war: einfach wundervoll - wie ein Feuerwerk. Ich schätzte an Ihr besonders Ihre ruhige Kraft, mit der Sie für so viele Menschen ein offenes und verständiges Ohr und kompetenten Rat hatte. Dank Ihres mitfühlenden und solidarischen Herzens war Sie eine Beraterin, bei der man sich wohl fühlen durfte. Dank Ihres Verstandes, Ihres Wissens und Ihres Erfahrungsschatzes war Sie eine Ansprechpartnerin, an die auch ich mich gerne mit Fragen gewendet habe.
Danke, Elke - für alles Gute, dass Du in Deinem 52-jährigen Leben begonnen und vollbracht hast.
Hinter dieser großen Frau stand (saß) aber auch ein starker Mann! Lieber Gerhard, ich möchte auch Dir danken, denn ohne Dich als Weggefährten hätte Elke wohl nicht so viel bewirken können. Ich wünsche Dir Kraft und Zuversicht. Axel
Regina Reichert schrieb am 26.08.2008, 22:03
Otmars kluger und sensibler Darstellung des Lebensweges und -werkes von Elke Bartz lässt sich nur hin zu fügen: ganz viel Kraft und Geduld und Trost für die kommende Zeit des Abschiednehmens und der Trauer möchte ich im Namen des Vorstands und aller Mitglieder des Berliner Zentrums für Selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen e.V. Gerhard Bartz und allen trauernden Freunden wünschen.
Regina Reichert
Horst Frehe schrieb am 26.08.2008, 21:29
Lieber Gerhard, mein herzliches Beileid zu dem Tod von Elke. Niemand weiß es besser als Du, dass Elke sicher die streitbarste Kämpferin in der deutschen Behindertenbewegung für persönliche Assistenz und ein selbstbestimmtes und würdevolles Leben war. Du hast ein wichtigen Anteil an ihrem Erfolg in ihrer Arbeit gehabt, immer ein wenig im Hintergrund, aber immer solidarisch an ihrer Seite. Ich habe gerade erst vom Tod Elkes erfahren. Ich kann mir Deine unendliche Trauer vorstellen. Ihr Wirken hat Othmar in seinem Nachruf so genau und schön beschrieben, dass ich dazu nicht in Konkurrenz treten möchte. Aber ich bin sicher, dass sie in vielen Gedanken und Taten der vielen Menschen, die sie inspiriert hat, fortlebt. Für Menschen wie sie gibt es ein Leben nach dem Tod auch in dieser Welt. Vielleicht ist dieses Dir ein kleiner Trost.
In Trauer
Horst
D H schrieb am 26.08.2008, 20:26
Liebe Trauernde,
Im Namen des Handic@p Netzwerk - Teams übersende ich hier
unser Aufrichtiges Beileid !
Dennis Heiermann
( Teammitglied )
Homepage: www.handicap-netzwerk.de/service/index.php
Petra Wontorra schrieb am 26.08.2008, 19:18
was Du alles für uns Behinderte erreicht hast.
Auch wenn ich Dich nur aus der Ferne kannte,
warst Du für mich ein Vorbild mit Deiner Kompetenz
und Deinem Engagement.
Ich bin sehr traurig, dass Du nicht mehr da bist.
Danke Otmar für diesen Nachruf.
Petra
Ellen Herrmann schrieb am 26.08.2008, 16:56
Traurig sage ich: Tschüß Elke. Bin froh, Dich persönlich gekannt zu haben, auch wenn unsere gemeinsame Zeit nur kurz war. Du wirst mir fehlen.
Alles Liebe dahin, wo Du jetzt bist.
von Ellen
Rainer Kluge schrieb am 26.08.2008, 16:26
Ottmar, ich danke Dir als Elkes engster Wegbegleiter und mein Kollege für den persönlichen und gefühlvollen Nachruf. Gerhard, Dich umarme ich, trage mit Dir den Schmerz und die Zuversicht in und mit Elkes Geist Dein Leben weiter zu führen. Laßt uns alle mit Elkes Energie den Kampf in unserer Gesellschaft für selbstbestimmtes und zufriedenes Leben von (uns) behinderten Menschen gegen Uneinsichtigkeit, Gedankenlosigkeit und struktureller Gewalt nun noch verstärkter und kompetenter führen!
Elke, ich danke Dir für unsere viele gemeinsamen streitbaren Stunden und ich schließe Dich in mein Gebet ein ....
Rainer Kluge, Potsdam
AG Barrierefreiheit schrieb am 26.08.2008, 15:16
Vor noch relativ kurzer Zeit, bevor wir Kenntnis von der schweren Krankheit erhalten haben, hat Elke Bartz zum Thema Persönliches Budget auf einer gut besuchten Veranstaltung von uns in Mannheim in ihrer kompetenten und freundlichen Art referiert. Für viele von uns war Sie Vorbild in Ihrem aktiven Einsatz für die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Sie hat für betroffene Menschen Unbeschreibliches geleistet. Wir behalten Sie in bleibender Erinnerung. Den Angehörigen, insbesondere Ihrem Ehemann Gerhard, möchten wir unser tiefes Mitgefühl aussprechen.
Für die Arbeitsgemeinschaft Barrierefreiheit Mannheim:
Elke Campioni, Horst Hembera, Stefan Kolb, Edmund Riethmüller und Heinrich Schaudt.
Johannes Messerschmid schrieb am 26.08.2008, 14:37
Elke Bartz und mich verband seit den 90er Jahren das gemeinsame Ringen um die menschenwürdige, selbstbestimmte Lebensform mit persönlicher Assistenz im Arbeitgebermodell. In oft Stundenlangen Telefonaten durfte ich Elke von dem erzählen, wie ich mein Arbeitgebermodell erreicht hatte und welche Möglichkeiten sich für mein Leben dadurch aufgetan haben.
Nach wie vor bin ich voller Erstaunen und Bewunderung, welche unglaublichen Früchte aus diesen unseren Gesprächen entstanden sind. Ottmar hat sie in wunderbarer Weise beschrieben.
Die Früchte ihres Lebens-Baumes, ihre tatkräftigen und starken Impulse für unsere gemeinsame Sache, sie werden nicht verloren gehen; umso weniger, je mehr wir in ihrem Sinne weitermachen.
Viel Liebe und Kraft für Dich Gerhard!
Johannes Messerschmid
Mitglied des geschäftsführenden Vorstands des
VbA-Selbstbestimmt Leben e. V. München
Venkatesh Raju schrieb am 26.08.2008, 13:49
Lieber Herr Bartz,
mit tiefem Bedauern nehme ich zur Kenntnis, dass Ihre liebe Frau gestern verstorben ist.
Wie Sie sicher wissen, bin ich selbst körperlich behindert.
Mit allen daraus resultierenden Problemen und Fragen konnte
ich mich immer an Sie wenden. Sie war mir hierbei stets ein guter
Ratgeber und Freund.
Ich werde Sie daher immer in guter Erinnerung behalten.
Gerlef Gleiss schrieb am 26.08.2008, 13:44
Das war ein wunderschöner Nachruf auf Elke, den Ottmar uns Zurückbleibenden geschrieben hat. Etwas zu kurz kam vielleicht die Mühsal dieses Kampfes, den Elke für uns und für sich so scheinbar unermüdlich geführt hat. Allein der Kampf Ende der siebziger Jahre (!), um als Hochquerschnittgelähmte, die rund um die Uhr auf Assistenz angewiesen war, aus der Behindertenanstalt wieder herauszukommen- Elke selbst hat ihn an anderer Stelle beschrieben - verschlang Kräfte, die andere bis an ihr Lebensende erschöpft hätten. Für Elke war es nur der Auftakt, ihre Erfahrungen und ihr Wissen an andere, die es dringend brauchten, weiterzugeben. Eine hohe Querschnittlähmung bedeutet schon für sich genommen alltäglicher Kampf gegen drohende Harnwegsinfekte, weil die Zeit fehlte um ausreichend zu trinken oder kein rollstuhlgerechter Raum in der Nähe war, um die Blase zu leeren; ein täglicher Kleinkrieg mit seinem Körper um die Frage, wie lange man sitzen darf und kann, ohne sich wund zu sitzen und Druckgeschwüre zu bekommen; ein ständiges Überwinden von Schwellen, Stufen und anderen Barrieren, zu oft aber auch die durch diese erzwungene Umkehr und Verzicht. Von der kräfteraubenden Auseinandersetzung mit den immer noch mehr oder weniger kopfstreichelnden unbehinderten Mitmenschen ganz zu schweigen. Elke hat diese Kämpfe gewissermaßen so nebenbei geführt. Sie war trotzdem immer ganz für uns da.
Und nun ist sie weg. Ich bin sehr, sehr traurig.
Ottmar schrieb: "Elke würde sich aber auch sicher wünschen, dass wir sie und ihr Wirken nie vergessen." Vielleicht gelingt es uns ja in absehbarer Zeit, einen Preis oder eine Stiftung mit Elkes Namen ins Leben zu rufen –
Heinz-Werner Einhoff schrieb am 26.08.2008, 13:27
Elkes,
Wirken und Fußstapfen bzw. Reifenspuren haben einen Weg bereitet, den viele Menschen hin zu einem selbstständigen und selbstbestimmten Leben gehen können! Ihr Wirken ist für mich nicht nur Vorbild, sondern ist auch Auftrag für uns, die sie kennengelernt haben.
Dank sagen und viel Kraft wünschen möchte ich Gerhard.
Heinz-Werner
Inge Jefimov schrieb am 26.08.2008, 13:22
Otmar...
du hast mir aus der Seele gesprochen. Dankeschön!
Mehrere Jahre habe ich als Mitglied im Forseavorstand mit Elke zusammen gearbeitet.
Elke war ein Energiebündel. Sie hat es immer wider geschafft mit viel Mühe, Fleiß und Energie sich für Behinderte Menschen die auf Assistenz angewiesen sind, erfolgreich einzusetzen.
Elke.... wir danken dir für deinen außerordentlichen Einsatz.
Inge Jefimov
Brigitte und Roland Geist schrieb am 26.08.2008, 13:07
Elke als Persönlichkeit und Ihre Beharrlichkeit hat uns immer beeindruckt.
Dank Ihrer Arbeit beginnt jetzt unsere 20 jährige Tochter mit Behinderung
ihr eingenständiges Leben mit Assistenz beim Wohnen und Arbeiten.
Dafür danken wir.
Dir lieber Gerhard unser Beileid und viel Kraft für die Zukunft.
Familie Geist, Öhringen
Petra Groß schrieb am 26.08.2008, 12:31
Ich werde immer an elke denken.
und sage Ottmar danke für deine Worte.
und dir Gerard viel kraft
von Petra Groß
Friedrich Müller schrieb am 26.08.2008, 11:52
in tiefer Betroffenheit möchte ich dir und den Angehörigen meine aufrichtige Anteilnahme zum Tod von Elke aussprechen. Mich persönlich hat wie viele andere tief beeindruckt, wie Elke in den letzten Wochen mit ihrer schweren Krankheit umgegangen ist und dabei trotzdem nicht ihr Engagement für eine selbstbestimmte Assistenz und Behindertenpolitik aus dem Blick verlor. Mit ihrer Tatkraft war sie für viele Menschen Vorbild und Ansporn für ihre Arbeit. Wir werden sie sehr vermissen.
Ich wünsche dir und den Mitgliedern von Forsea viel Kraft für die Weiterführung des Lebenswerks von Elke in ihrem Sinne.
Traurige Grüße aus Stuttgart
Friedrich Müller
1. Vorsitzender ABS-ZsL Stuttgart
Brigitte Huber schrieb am 26.08.2008, 11:46
Lieber Ottmar,
Dein Nachruf von Elke spricht mich sehr an. Auch ich habe Elke so kennen gelernt. Zwar hatte ich nicht viel mit ihr zu tun, aber die paar Male als ich mit ihr zusammen traf und wir uns austauschten, haben mich tief beeindruckt.
In meinen letzten Zeilen die ich an Elke richtete sprach ich ihr meine Hochachtung aus. Mit wie viel Energie, Engagament, Intelligenz etc. sie sich immer wieder einbrachte ist wirklich herausragend.
Sie hinterläßt eine riesige Lücke...
Herr Bartz, ich wünsche Ihnen ganz viel Kraft und gute Menschen die Ihnen beistehen, um diesen Verlust zu verschmerzen.
Auch vielen anderen Menschen wird Elke ganz schrecklich fehlen, aber auch ich denke, dass sie trotz aller Beschwernisse, Schmerzen usw. ein reiches, erfülltes Leben gelebt hat.
Mein aufrichtiges Beileid
Brigitte
Dinah Radtke schrieb am 26.08.2008, 11:43
Lieber Ottmar,
danke für deinen Nachruf. Ich denke, daß du mit Deinen Gedanken vielen aus dem Herzen sprichst. Elke hat mit ihrer unermüdlichen Energie erfolgreich darum gekämpft selbstbestimmtes Leben für Frauen und Männer mit Behinderung durchzusetzten und das auf vielen Ebenen. Ich bin dankbar, daß ich viel von ihr lernen konnte.
Ihr Vermächtnis für uns ist, unerschütterlich weiter darum zu kämpfen ein Leben mit Assistenz zu Hause durchzusetzen und bei Kostenverhandlungen hartnäckig zu sein, unser Wisssen weiterzugeben und weiterhin auf Politik und Behörden einzuwirken.
Ich bin froh und dankbar, daß Elke ihre letzen Tage zu Hause verbringen konnte.
Lieber Gerhard, es tut mir unendlich leid, daß Elke so früh gehen mußte.
Dinah
Norbert Brings schrieb am 26.08.2008, 11:41
Ein würdiger und - soweit man dies bei einer Person wie Elke überhaupt sagen kann - umfassender Nachruf, Ottmar! Besonders bedeutsam erscheint mir hierbei deine Hervorhebung des geschichtlichen Zusammenhangs der Entstehung von Persönlicher Assistenz, angefangen im "Jahr der Behinderten" 1981 bis zum heutigen Persönlichen Budget.
Elke war noch eine der wenigen von uns, die diese Entwicklung nicht nur als Betroffene miterlebt, sondern aktiv mitgeprägt hat. Sie hinterlässt uns ein großes Erbe, dass niemand von uns ausschlagen darf!
Hartmut Smikac schrieb am 26.08.2008, 11:08
genau so war Elke Bartz ! Ich hatte sie beim BSK kennen gelernt. Anschließend haben wir uns nie wieder aus den Augen verloren. Elke war all die Jahre für mich eine kompetente Gesprächspartnerin, die mir so manchen Tipp gegeben hat, vor allem aber eins konnte: Mut machen, nicht aufzustecken und weiterzumachen.
Dafür bin ich ihr sehr dankbar !
Silvia Böhr schrieb am 26.08.2008, 10:58
ich möchte Dir mein Mitgefühl zu Tode Deiner lieben Elke aussprechen.
Auch wenn ich Elke nur einmal persönlich getroffen habe, so wird Sie
eine prägende Erinnerung bei mir zurücklassen.
Es war sensationell was Sie in Ihrem Zustand im Juni, in Lobbach, geleistet hat.
Dir lieber Gerhard und Deiner Familie sowie allen die um Elke trauern,
wünsche ich viel Kraft für die kommende Zeit.
Eure Silvia nebst Familie aus Hamburg
Michael Gerr schrieb am 26.08.2008, 10:51
Danke Ottmar für diesen Nachruf. Und danke für das Bild des Feuerwerks. Das schöne an einem gelungenen Feuerwerk: Es ist selten, etwas besonderes und es klingt lange nach. Es bleibt unvergesslich. Wie Elke.
Jutta beiersdorf schrieb am 26.08.2008, 10:08
Lieber Gerhard,
es ist unfassbar.
Ich kann Dir nur versprechen, dass ich alles versuche, in Elkes Sinn weiter zu arbeiten und vielen Betroffenen helfen werde, zum Persönlichen Budget zu gelangen.
Ihren Namen werde ich immer weitergeben, so dass Sie niemals in Vergessenheit gerät.
Dir mein aufrichtiges Mitgefühl. Ich hoffe, Du bist weiter für uns da.
Es ist ein Wunder und ein Geschenk, dass wir das Seminar in Lobbach mit Euch so intensiv erleben durften.
Herzlichst
Jutta Beiersdorf
Antonio Florio schrieb am 26.08.2008, 10:04
Elke war und bleibt mein Vorbild bezüglich eines Lebens mit Selbstbestimmung und Eigenverantwortung trotz Behinderung!
Die Tür des Arbeitgebermodells hat sie mir vor sechs Jahren „geöffnet“ und mich stets bestärkt meinen steinigen Weg weiter zu gehen.
Danke!!
Antonio
Stephan Lorent schrieb am 26.08.2008, 10:01
Die Mitglieder der Landesarbeitsgemeinschaft "Selbstbestimmte Behindertenpolitik" sind betroffen vom Tod von Elke Bartz. Unser Mitgefühl gilt vor allem ihrem Ehemann und Mitstreiter Gerhard Bartz, ihren Verwandten und Freunden.
Elke Bartz war die Streiterin in der Behindertenbewegung für ein selbstbestimmtes Leben. Mit ihren Kampagnen "Daheim statt Heim" und "Ich muss ins Krankenhaus - Was nun?" hat sie neue wichtige Akzente für ein selbstbestimmtes Leben mit Assistenz gesetzt. Sie hat den Paradigmenwechsel hin zu einer ambulanten Versorgung entscheidend entwickelt, begleitet und geprägt. Ihr Engagement, Zielstrebigkeit und Ausdauer bei der Durchsetzung behindertenpolitische Ziele war für uns ein großes Vorbild, und wird es auch immer bleiben.
Stephan Lorent
(Sprecherrat LAG "Selbstbestimmte Behindertenpolitik" Die Linke)
Petra Nöhre schrieb am 26.08.2008, 08:40
für den Nachruf, glaube du sprichst vielen von uns aus der Seele.
Irgendwie geht mir die ganze Zeit das Lied durch den Kopf *niemals geht man so ganz, irgendwas von mir bleibt hier*
Elke hat vieles hier gelassen, ohne Sie wären wir heute noch nicht soweit im Thema Selbstbestimmt leben mit Assistenz und PB.
Dafür danke ich Elke, irgendwie überkommt mich ein Gefühl der leere, wenn ich an die REHA Messe im Oktober denke, es wird etwas fehlen wenn ich dort bin und das bist du Elke.
Gerhard und Assistenten euch danke ich, dass Elke uns in würde verlassen konnte.
Petra Nöhre
Alexander Hübner schrieb am 26.08.2008, 08:35
mich umgiebt tiefe Trauer, aber auch Stolz, diese Frau, unsere Elke drei Jahre erleben zu dürfen.
D A N K E .......
Stefan Berninger schrieb am 26.08.2008, 08:30
Elkes Tod macht mich tief traurig. Elke ist das Symbol für unseren Kampf mit schwerer Behinderung abhängig von Assistenz selbstständig leben zu können. Vielen hat sie geholfen in eine eigene Wohnung zu ziehen. Sie hat durch ihr Auftreten und Arbeiten erreicht, dass die Forderung nach manchmal umfangreich teurer Assistenz in der Politik, in der Gesellschaft, bei den Kostenträger immer mehr Akzeptanz findet. Und nicht wenige derjenigen, die behinderten Menschen abschieben wollten, verstummten angesichts der klaren Argumentation und dem geballten Engagement von Elke für Menschenwürde. Fachlich war sie sowieso meist den anderen voraus.
Sie wird uns fehlen, ihre Spuren werden aber bleiben.
Lieber Gerhard und auch Euch Assistentinnen, danke ich für Eure Unterstützung für Elke in den letzten Monaten.
Uwe Heineker schrieb am 26.08.2008, 07:38
... mit diesen Nachruf sprichst Du mir und sicherlich vielen anderen sehr aus der Seele - mehr ist dem nichts mehr hinzuzufügen.
Catharina Wesemüller schrieb am 26.08.2008, 07:29
Catharina