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10.09.2008 - 06:42

Service am Bahnhof Montabaur wieder einführen.

Mainz (kobinet) Die rheinland-pfälzische Landesregierung tritt dafür ein, dass der Ein- und Ausstiegsservice für behinderte Menschen am ICE-Bahnhof Montabaur wieder gewährleistet wird. Dies wurde bei der gestrigen Sitzung des Sozialpolitischen Ausschusses des rheinland-pfälzischen Landtages deutlich.

Es sei absurd, dass in Montabaur ein barrierefreier Bahnhof geschaffen wurde, am Bahnsteig sogar die Ein- und Ausstiegshilfe zur Verfügung stehe, nun aber kein Service mehr vorhanden ist, der beim Ein- und Ausstieg für behinderte Menschen hilft, kritisierte der rheinland-pfälzische Landtagsabgeordnete der SPD, Harald Schweitzer bei der gestrigen Ausschusssitzung. Die SPD hatte einen Berichtsantrag zu den durch die Medien offenkundig gewordene Servicelücke am ICE-Bahnhof in Montabaur in den Ausschuss eingebracht. Für die Landesregierung berichtete der rheinland-pfälzische Landesbehindertenbeauftragte, Ottmar Miles-Paul, das er sich bereits am Tag nach Bekanntwerden des Problems an die Deutsche Bahn gewandt habe. Diese habe mit geringer Nachfrage und effektivem Einsatz der Ressourcen argumentiert.

Mittlerweile habe das Bahnhofsmanagement in Koblenz signalisiert, dass Verträge mit externen Anbietern für den Service in Vorbereitung seien, ein genauer Termin für die Wiedereinführung des Service könne aber noch nicht genannt werden. Das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen hat auf eigene Recherchen ermittelt, dass beispielsweise das Deutsche Rote Kreuz bereit wäre, den Service nach Abscvhluss eines entsprechenden Vertrages am Bahnhof Montabaur zu erbringen. Da es an einer Reihe von weiteren Bahnhöfen in Rheinland-Pfalz immer wieder Probleme mit dem Serive gäbe, versprach der Landesbehindertenbeauftragte Gespräche mit der Deutschen Bahn über deren geplantes Servicekonzept zu führen. Ziel müsse es für die Zukunft sein, einen niveaugleichen Ein- und Ausstieg bzw. fahrzeuggebundene Ein- und Ausstiegshilfen, die vom Zugpersonal bedient werden können, zu schaffen, um die Abhängigkeit von Servicepersonal an den einzelnen Bahnhöfen zu überwinden, so Miles-Paul. moh
 

 
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