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16.09.2008 - 06:28

Umfassende Barrierefreiheit gefordert.

Bingen (kobinet) Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der vom rheinland-pfälzischen Landesbehindertenbeauftragten initiierten Fachtagung "Barrierefreies Rheinland-Pfalz" traten gestern auf der Landesgartenschau in Bingen für eine umfassende Barrierefreiheit der verschiedenen Lebensbereiche ein.

In der alten Wagenausbesserungsanlage auf der Landesgartenschau in Bingen stand gestern das Thema Barrierefreiheit auf der Tagesordnung. Bereits zu Beginn der Tagung traten der rheinland-pfälzische Landesbehindertenbeauftragte Ottmar Miles-Paul und die Oberbürgermeisterin der Stadt Bingen, Collin-Langen für eine umfassende Barrierefreiheit ein. "Wir brauchen viele positive Beispiele, die uns inspirieren und zeigen, dass es geht. Vor allem können wir dann an anderer Stelle fragen, warum es dort und nicht hier geht", so Ottmar Miles-Paul in seinem Grußwort. Barrierefreiheit müsse lückenlos sein, denn was nutze es, in einer barrierefreien Wohnung zu leben, wenn man in der Stadt nirgends klar komme und andersrum sei es ebenfalls problematisch. Vor allem beim Reisen zeige es sich, wie wichtig eine durchgehend barrierefreie Mobilitätskette sei, so Miles-Paul. Hoffnung machte Dr. Volker Sieger, dass mit der neuen DIN 18040, die voraussichtlich Ende des Jahres in Kraft treten wird, eine Reihe von Verbesserungen kommen.

In drei Workshops zur barrierefreien Gartenschau, zum barrierefreien Handel und zur barrierefreien Gestaltung von Kreuzungen führten die TeilnehmerInnen Exkursionen in die Praxis durch. Eine weitestgehend barrierefreie Bundesgartenschau 2011 in Koblenz, weitere Zielvereinbarungen für eine barrierefreie Gestaltung und Kreuzungen, die auch sicher von blinden und sehbehinderten Menschen gequert werden können, waren dabei nur einige Forderungen. Abschließend erinnerte Ottmar Miles-Paul an die Definition von Barrierefreiheit in den Gleichstellungsgesetzen. Diese sei nicht nur gut gelungen, sondern biete einen guten und klaren Handlungsspielraum für die Zukunft. Rheinland-Pfalz habe mittlerweile eine Reihe von guten Beispielen für mehr Barrierefreiheit, die noch mehr Schule machen müssten. moh
 

 
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