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kobinet-nachrichten 17.09.2008 - 05:27
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Perfekte Paralympics gehen zu Ende

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Peking (kobinet) In Peking gehen heute die XIII. Paralympischen Sommerspiele zu Ende, die von den chinesischen Gastgebern mit allseits gelobter Perfektion organisiert wurden. Mehr als 200 Gold-, Silber- und Bronzemedaillen für Chinas Aktive sind eindrucksvolles Ergebnis des in den letzten Jahren intensiv geförderten Behindertensports. Chef de Mission Karl Quade hat eine gute Bilanz des deutschen Teams gezogen, für das Wojtek Czyz aus Kaiserslautern gestern den goldenen Schlusspunkt setzte.

Der dreifache Sieger von Athen, der wegen Verletzungen vor den Spielen lange pausieren musste, war hier nicht im Sprint am Start und konzentrierte sich auf den Weitsprung. Gleich im ersten Versuch gelang ihm der Sprung mit der Weltrekord-Weite von 6,50 Meter. 14 Gold-Medaillen gewannen die deutschen Sportler bei den Paralympics, deren Wettkämpfe heute traditionell mit dem Marathon der Rollstuhlfahrer beendet werden (ARD-Fernsehen ab 13 Uhr).

Die 55 Jahre alte Leichtathletin Marianne Buggenhagen wird bei der Abschlusszeremonie im "Vogelnest" die Fahne für das 171 Teilnehmer starke deutsche Team tragen, von dem allerdings einige Aktive bereits die Heimreise angetreten haben. Die Berlinerin beendet nach den fünften Paralympics, wo sie das neunte Gold mit Weltrekord im Diskuswerfen und Bronze im Kugelstoßen gewann, ihre aktive Laufbahn. Die beispiellose Karriere der Berlinerin wird mit der von Heinz Frei aus der Schweiz verglichen, der 1999 zum Weltrollstuhlsportler gewählt wurde und mit zwei Handbike-Goldmedaillen in Peking seine Laufbahn krönte.

Erfolgreichste Sportart aus deutscher Sicht war die Leichtathletik, wo es allerdings auch mit Abstand die meisten Entscheidungen gab. Enttäuschend dagegen war die Ausbeute im Schwimmen, wo nur die fünffache Medaillen-Gewinnerin Kirsten Bruhn über 100 Meter Brust Gold holte.

Chef de Mission Karl Quade lobte das Abschneiden des deutschen Teams: "Eigentlich sind wir sehr zufrieden, die Medaillenausbeute war so zu erwarten, denn die Konkurrenz ist deutlich größer geworden." Zwar hätten es etwas mehr als 14 Goldmedaillen und damit vor dem Abschlusstag Rang elf (Athen 2004: Platz acht) sein können, doch gerade die jungen Athleten hätten große Zukunftschancen. "Wir haben 74 Erststarter, viele haben mit exzellenten Leistungen geglänzt."

Mit fast der Hälfte der Medaillenausbeute der Chinesen erreichte das Team aus Großbritannien den zweiten Platz in der Nationenwertung - Ausweis auch, der schon mit großem Aufwand betriebenen Vorbereitung auf die nächsten Paralympics in London. sch

Weitere tagesaktuelle Infos auf www.dbs-npc.de

 

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