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18.09.2008 - 09:05

Neue Initiative von Contergan-Opfern.

Bergisch Gladbach (kobinet) In einem evangelischen Gemeindezentrum von Bergisch Gladbach stellt sich heute eine neue Initiative von Contergan-Opfern vor. Betroffene und Familienangehörigen haben sich zu einer Kampagne entschlossen, "die in gewaltfreier und legaler Art und Weise weltweit auf das Unrecht und die Verletzung der Menschenwürde aufmerksam machen soll, die den überlebenden Opfern des Conterganskandals seit fünf Jahrzehnten widerfährt".

Allen Ankündigungen zum Trotz verweigerten die Verursacherfirma Grünenthal und deren Eigentümer, die Familie Wirtz, den Überlebenden nach wie vor eine, den entstandenen Schäden entsprechende, Entschädigung, so die Initiative. "Wenn auch die Verdoppelung des monatlichen Opfergeldes zum 1. Juli 2008, das durch die Bundesrepublik Deutschland geleistet wird, ein erfreulicher und anerkennenswerter Schritt in die richtige Richtung ist, so entsprechen diese Zahlungen bei Weitem noch nicht dem europäischen Standard und den Verpflichtungen, welche die Bundesrepublik Deutschland durch das Contergan-Stiftungsgesetz rechtsverbindlich übernommen hat." sch

 

 
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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Beate Böhm schrieb am 19.09.2008, 12:48

Beate Böhm

Hallo, große Achtung, was die drei Contergangeschädigten und eine Mutter da leisten wollen. Herzlichen Dank an die vier. Ich selber bin auch schwer Contergangeschädigt, bin Deutsche und lebe seit 5 Jahren in Österreich. Gerne möchte ich die Aktion unterstützen, aber wie? Hier die Medien werden nicht darüber berichten, da ich Deutsche bin. Ist leider so. Was kann ein Contergangeschädigter in der Eu dazu beitragen, damit dieser mutige Kampf nicht umsonst ist? Alle Betroffenen sollten sich Gedanken machen und Mut zeigen. Je mehr an dieser Aktion teilnehmen, umso besser. Schlimm ist doch nur, dass erst zu solchen Maßnahmen gegriffen werden muss, damit vielleicht was bewirkt wird. Herr Wirz von der Firma Grünenthal sollte sich was schämen, denn wir werden doch nur an der Nase herumgeführt und billigst abgespeist. Das darf nicht sein!!!! Vielen von uns geht es gesundheitlich sehr schlecht, wegen Arthrosen und mehr. Das interessiert den feinen Herr Wirz aber nicht. Der meint uns mit 50 Millionen Euro abspeisen zu können, die mit viel Glück nächstes Jahr ausgezahlt werden sollen, aber auch nur an die Conterganstiftung. Dann sollen die 50 Millionen Euro in Kleckerbeträgen jährlich und über eine Laufzeit von über 30 Jahren ausgezahlt werden. So verarscht uns die Firma Grünenthal. Das muss ein Ende haben. Ich würde gerne was dazu beitragen, damit der Hungerstreik Erfolg hat. Übrigens wäre es super, wenn man die Adresse dieser mutigen vier Menschen bekäme, um Ihnen danken zu können. Diese Vier haben mehr als Mut und verdienen höchste Achtung.

Michael W. Schneider schrieb am 19.09.2008, 09:37

Zustimmung

Freue mich als selbst betroffener das sich da welche gefunden haben die bereit sind etwas zu tun. Danke dafür. Leider kann ich selbst nicht dabei sein.

Wen es interessiert: www.contergan-nrw.eu/Hungerstreik/hungerstreik.htm

Frank Ingendahl schrieb am 18.09.2008, 12:07

Kontaktmöglichkeit ?

Ich hätte es gut gefunden, wenn in ihren Bericht, auch eine Kontaktadresse mit an gegeben worden wäre. Wie will man sonst mit der Organisation Kontakt aufnehmen können ?

Gruß Ingendahl
www.contergantreff.de

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